SCC: Acht Veranstaltungen und neue Fahrzeuge für 2006
Gerd Beisel im Norma M2000-1
Das Ende der Nennfrist naht (späte Nachnennungen sind selbstverständlich immer willkommen), langsam wird das Bild klarer: die Sports Car Challenge 2006 nimmt Gestalt an. Zunächst eine Änderung im Kalender: aufgrund Terminschwierigkeiten bei den tschechischen Streckenbetreibern muss das erste Rennwochenende in Brno leider gestrichen werden. Der Saisonauftakt startet demnach am 13. und 14. Mai in Varano. Auf dem Programm stehen insgesamt acht Veranstaltungen.
In der nächsten Zeit wird es von neuen Autos oder neuen Auto-/Fahrerkombinationen Einiges zu erzählen geben, den Anfang machen zwei neue Maschinen in der Division 1. Diese wird mehr und mehr zu einem Konfrontationsfeld zwischen den Autos der Le-Mans-Tradition und Fahrzeugen von aufstrebenden Konstrukteuren, die der CN-Klasse langsam entwachsen. Das Mindestgewicht von 900kg für Autos mit Motoren über 3,5 Liter macht es möglich, LMP900/LMP1-Fahrzeuge ohne größere Modifikationen einzusetzen. Diesen Weg beschreitet heuer zum Beispiel RWT-Racing aus Deutschland: man hat eine Verbindung zum französischen Rennwagenhersteller Norma aufgebaut und bringt ein spektakuläres Auto an den Start.
Der Norma M2000-1 war unter anderem bereits auch beim 24-Stunden-Rennen in Daytona im Einsatz. Für Vortrieb sorgt ein BMW/Mader-V8 mit 4 Liter Hubraum und weit über 500 PS (die Endurance-Version brachte es auf ca. 520 Pferdestärken); als Fahrer wird Teamchef Gerd Beisel fungieren. Das Bild stammt von einem ersten Text, die GrandAm-Insignien sind noch deutlich erkennbar; der vertraute Norma-Look wird dem Auto erhalten bleiben.
Andere setzen auf kleinere Motoren und spielen den Gewichtsvorteil aus. Der V6-Motor auf Nissan-Basis der Firma AER wird als Antriebsaggregat immer beliebter, und die neueste Variation des Themas kommt aus England. Mike Roberts hat nach dem Experiment mit dem Lola B2K/40 in der ersten Saisonhälfte 2005 bereits zum EuroSpeedway-Rennen auf ein Fahrzeug der Marke Juno umgesattelt, damals noch mit Jaguar/Mountune-Maschine im Heck. Heuer stellt die Werkstatt von Ewan Baldry für Roberts einen SS3 mit Nissan-Power auf die Räder. Das Chassis wird im Werk adaptiert, um mit den 400 PS besser zurechtzukommen, und Juno kümmert sich auch um den Einsatz.