Rallye Masters: Volles Haus bei der Oberland rund um Schongau
86 Teams haben sich zum Auftakt der ADAC Rallye Masters angemeldet
Der erste Lauf zu den ADAC Rallye Masters beginnt gleich mit einem Rekord. Für die ADAC Bayern Rallye Oberland am 10. und 11. März haben nicht weniger als 86 Teams aus neun Nationen ihre Nennung abgegeben. So viele Teilnehmer konnte diese Veranstaltung in der Vergangenheit noch nie aufweisen. Das Fahrerfeld verspricht eine spannende Auseinanderset-zung um den Sieg. Zudem bieten die tief verschneiten Strecken rund um Schongau einen besonderen Reiz. Teilweise müssen die Straßen vor der Veranstaltung sogar mit Schneefräsen befahrbar gemacht werden.
Vorjahressieger Hermann Gassner aus dem oberbayerischen Surheim führt mit Co-Pilot Siggi Schrankl im Mitsubishi Lancer das Feld an. Seine Markenkollegen, der Schwabe Sandro Wallenwein, Toto Wolff aus Österreich oder Lokalmatador Maik Steudten gehören ebenfalls zu den Favoriten. Auch der Italiener Claudio de Cecco im Subaru Impreza wird ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden.
Ein besonderes Bonbon gibt es für die Fans schon vor dem gesamten Starterfeld. Als Vorauswagen ist ein VW Race Touareg 2 erstmals in Deutschland zu sehen. Am Steuer des Wüstenschiffes sitzt mit dem Südafrikaner Giniel de Villiers zudem der Pilot, der den Touareg auch auf Platz zwei über die Zielrampe der Dakar-Rallye pilotierte. Und es wird zu einer weiteren Premiere kommen. Der Wüstenrenner ist im Oberland erstmals auf Eis und Schnee unterwegs.
Beim Masters-Auftakt werden wie bei den nachfolgenden acht Läufen Punkte in insgesamt zehn Divisionen vergeben. Damit hat vom kleinen Austin Mini bis zum bulligen Mitsubishi-Allradler jeder die Chance auf volle Punkte. Am Jahresende winken attraktive Preisgelder von insgesamt 100.000 Euro. Ein besonderer Anreiz zudem: Nach dem fünften Lauf können die besten Drei der Zwischen-Wertung nenngeldfrei bei der OMV ADAC Rallye, dem deutschen WM-Lauf, starten.
Im Rahmen der Masters-Läufe wird auch der ADAC Rallye Junior Cup ausgetragen. Die nun im zehnten Jahr durchgeführte Nachwuchsserie hat nichts an Attraktivität verloren. Neben einem reduzierten Nenngeld locken Preisgelder, der Cup-Sieger fährt zudem bei den Läufen zur ADAC Rallye Masters 2007 nenngeldfrei. Die Begrenzung auf Fahrzeuge der seriennahen Gruppen N/DN in der Division 6 sorgt für eine weitere Kostenreduzierung. Bei den maximal 27-jährigen Piloten und Pilotinnen kommt es zum direkten Vergleich zwischen Cup-Routiniers und absoluten Neueinsteigern. Vorjahres-Vize Konstantin Keil sowie Niels Kunze oder Andreas Schrinner konnten hier schon erste Erfolge feiern. Sie treffen auf Neueinsteiger wie Tobias Greiner oder den 18-jährigen Tim Dämgen, der eine Nachwuchs-Sichtung des ADAC Mittelrhein gewann und nun im Junior Cup antritt.