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2006-01-24 00:42:07 - ks
Rallye nat.: Heiß auf Schnee und Eis

(c) Jan Philipp Brucke
ADAC Taunus-Rallye mit hochkarätigem Feld, Start am 4. Februar in Riedelbach
Unter dem bezeichnenden Motto „Nix für Weicheier“ beginnt am 4. Februar um 12. 01 die 10. ADAC Taunus Rallye mit Start und Ziel in Weilrod-Riedelbach zwischen Usingen und Bad Schwalbach an der B 275. Zwar hoffen die Organisatoren der aus sechs Motorsportclubs bestehenden Veranstaltergemeinschaft (VG) Taunus Rallye zum Jubiläum auf winterliche Straßenverhältnisse, doch zu einer Herausforderung wird der Rallyeklassiker im Hochtaunus auf jeden Fall, wie das vergangene Jahr bewies.

Heftiger Regen und starker Wind verlangten von den Teams wie auch von den geschätzten 2 000 Zuschauern entlang der Strecken harte Nehmerqualitäten. Unter diesen Verhältnissen reichte die schiere Motorleistung allein für den Gesamtsieg nicht aus. Weitere Faktoren wie Reifen, Fahrwerk, Getriebe und auch die Tagesform waren mitentscheidend. Diverse Topteams wurden für ihre Verhältnisse schon fast durchgereicht während z. B. Andreas Gerst bewies, dass mit dem rund 140 PS starken BMW 318is auf dem sensationellen dritten Gesamtrang von 78 Teams weit mehr als nur „ein Blumentopf“ zu gewinnen war.

Die Jubiläums-Veranstaltung zählt zu neun Meisterschaften, darunter dem deutschen Rallye-Pokal Mitte, dem UNIROYAL-Winterpokal, der HFM-Rallyemeisterschaft, der ADAC-Meisterschaft im nationalen Rallyesport und
dem Rheinland-Pokal.

Nach dem Vornennungsschluss Mitte Januar kommen je nach Wetterlage diverse Teams für den Gesamtsieg oder zumindest Topten-Platzierungen in Frage, wie z. B. Carsten Alexy/Anke Rezac (Sieger 2004) aus dem osthessischen Rotenburg im Audi Quattro S2. Färber Motorsport aus Neuwied setzt gleich vier Mitsubishi Lancer ein. Teamchef Frank Färber, der von Ehefrau Carmen Freiberger navigiert wird, war im letzten Jahr als Vorwagen unterwegs und visiert im Taunus, wo der UNIROYAL Winterpokal sein Finale feiert, den „Platz an der Sonne“ im Lancer Evo 8 an. Den hat aber nach der Rallye Losheim, dem dritten Lauf zum Winterpokal, der Lauterbacher Christian Wohlfahrt im Suzuki mit 85 Punkten vor Frank Färber inne. Desweiteren könnte es im Taunus auch durchaus zu einem Bruderduell kommen. Marc und Alexandra Färber starten als Vorjahressieger im Lancer Evo 4, wie auch Langstrecken-Ass Dirk Riebensahm mit Anette Laux. Der vierte Färber-Mitsubishi, ein Lancer Evo 7, wird von Rudi Hachenberg/Kathi Wüstenhagen gefahren. Mit ihrem bewährten Opel Kadett C Coupe sind Norbert Moufang /Michaela Frenzel (Nidda/Rotenburg) vom MSC Horlofftal nicht zu unterschätzen. Auch die für die SFG Vogelsberg auf einem BMW M3 startende Lokalmatador Udo Schiffmann aus Weilmünster, mit Sandro Mateijka aus Veitshöchheim, gehören zu den Topteams im Feld. Für den MSC Wahlscheid fahren die Lohmarer Heinz-Robert und Martin Jansen, während Ralph Ramonat/Michael Ehrle (Trextal/Schmalkalden) vom MSC Trusetal auf dem Ford Escort RS antreten. Für den AMC Hungen startet

Nachwuchstalent Jan-Philip Schulze aus Nidda, der mit Rolf Moll aus Hungen-Villingen im Opel Kadett C Coupe einen erfahrenen Beifahrer als Lehrmeister zur Seite hat. Für schnelle Zeiten sind die Saarländer Wilfried Bus und Isabell Brack in ihrem schnellen Golf I bekannt, ebenso wie der Usinger Autohändler Volker Arnold, der mit Sohn Silvio einen Lancia Delta Integrale bewegt. Ex-Opel-Werksfahrer Chistoph Schleimer aus Obertiefenbach wird mit seinen Opel Astra genauso dabei sein, wie Raphael Ramonat im Ford Escort Cosworth und auch Routinier Jörg Schuhey/Tanja Timmer (Fulda/Jesberg) vom Team DMV im Opel Astra. Den wohl einzigen Kombi, einen BMW 318 Touring, im Feld fahren Thomas Kleinwächter/Horst-Lars Müller (Moers/München) die mit einem möglichen Podestplatz für so manches Staunen in der Allradfraktion sorgen könnten.

Mit dem offiziellen Pressefahrzeug des niederländischen Reifenherstellers VREDESTEIN, einem roten BMW 318is, nimmt der Berliner Andreas Leue, Redakteur der Zeitschrift Auto/Straßenverkehr, teil. Leue, dessen Beifahrerin noch nicht feststeht, bestritt 2005 fast alle Rallyes zum Volvo-Cup und sucht nun den direkten Vergleich zwischen Volvo und BMW.

Für das Taunus-Racing Team fahren unter anderem Gerhard und Andrea Tabbert aus Bad Camberg im BMW 325 ix, Kay Ruck/Dirk Ossenberg (Weilmünster/Koblenz) im Golf GTI 16V, Olaf Altenheimer/Helmut Günther (Münster/Weilrod) im Audi Quattro und Mario Urban/Markus Nichts (Riedelbach) im BMW 320is. Der Frankfurter Ralph-Peter Rink, in der Langstrecke auf dem Nürburgring auf einem Honda unterwegs, fährt mit Michael Schenk einen Opel Kadett Coupe für den MSC Mühlheim. Nach dem dritten Lauf zum UNIROYAL Winterpokal, der am 21. Januar im saarländischen Losheim stattfindet, erwartet die VG mehr als 100 Teams. Als einer der vier Vorwagen vor dem offiziellen werden Dirk Klemund/Markus Zimmermann (Hungen/Obertshausen) vom MSC Horlofftal mit dem Fun-M Subaru WRX außer Wertung fahren.

Dieses Jahr haben die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet insgesamt drei verschiedene Wertungsprüfungen (WP) je zweimal auf Bestzeit zu fahren. Die anspruchsvolle Streckenführung über komplett 106 Kilometer, davon 31 WP-Kilometer, ist kompakt und sportlich anspruchsvoll zugleich. Nach der morgendlichen Besichtigungsrunde, der Papier-und technischen Abnahme erfolgt der Start des ersten Fahrzeugs auf die erste Wertungsrunde um 12.01 Uhr vom Rallyezentrum am Hotel Sonnenberg in Riedelbach. Um 13. 23 Uhr wird das erste Team zur gut einstündigen Pause im Rallyezentrum erwartet. Um 14. 33 Uhr erfolgt der Restart und ab 15. 52 Uhr ist die Zielankunft vorgesehen. Sollten es die winterlichen Straßenverhältnisse erfordern, wird der Start auf 13. 01 verlegt.

Rallyeprogramme sind für 3 Euro im Hotel Sonnenberg, der ARAL-Tankstelle in Riedelbach, der Firma MANIA gegenüber der ARAL-Tankstelle, sowie geringfügig an den beiden Imbissständen der WP 1 in Usingen erhältlich. An den beiden anderen WP´s sind keine Programme erhältlich.
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