Sarrazin liegt als bester Subaru-Pilot auf Rang fünf
Obwohl Sebastien Loeb auf der zweiten Etappe alle fünf möglichen Bestzeiten markierte (eine WP wurde abgesagt) steht Marcus Grönholm dicht vor seinem ersten Asphalt-Sieg. Und das bei seiner ersten Rallye für Ford! Alle bisherigen 17 WM-Siege feierte der Finne auf Schotter oder Schnee. Aber auf Asphalt konnte sich der zweifache Weltmeister bislang vergeblich bemühen: Loeb oder Gilles Panizzi schnappten „Bosse“ immer den Sieg vor der Nase weg!
Doch nach Loebs Unfall in der letzten Prüfung des ersten Tages liegt Grönholm komfortabel vorne. Der Franzose war einen zehn Meter tiefen Abhang runtergerutscht und konnte froh sein, daß sein Kronos-Team den Xsara für den zweiten Tag wieder herrichten konnte. Der amtierende Weltmeister dankte es seiner belgischen Mannschaft auf seine Art und war auf allen WPs des Tages schnellster. Grönholm riskierte nicht zu viel und war mehr darauf aus, den Abstand zu den beiden Peugeot-Piloten Toni Gardemeister und Manfred Stohl konstant zu halten.
Pikanterweise sitzt Grönholm jetzt am Volant, an dem im Vorjahr noch Gardemeister Platz nahm. Und dieser wiederum lenkt einen Vorjahres-Grönholm-Peugeot für das Astra-Team. Nachdem in der Mittagspause noch Stohl mit dem Bozian-307 auf den zweiten Rang vorgerückt war, zog Gardemeister am Nachmittag wieder vorbei und hatte im Etappenziel ganz 2,9 Sekunden Vorsprung. Und mit Siebenmeilenstiefeln kommt von hinten Loeb angeflogen, der trotz seiner fünf Strafminuten für die nicht beendete sechste Prüfung nur noch rund 35 Sekunden hinter den beiden Peugeot-Piloten rangiert.
Mit einem Sprung vom neunten auf den fünften Rang war Stephane Sarrazin sehr zufrieden. Der Franzose ist jetzt auch bester Subaru-Mann, nachdem Petter Solberg mit Öldruckproblemen aufgeben musste und Chris Atkinson nach diversen Drehern vom zweiten auf den sechsten Rang abrutschte.
Die WM-Punkte-Ränge vervollständigen derzeit Daniel Sordo im zweiten Kronos-Citroen sowie Gilles Panizzi im Red Bull-Skoda, der über Handlingsprobleme klagte und vier Plätze einbüßte. Nicht mehr dabei ist nach einer starken Leistung der Belgier Francois Duval, der an fünfter Stelle liegend in Prüfung neun mit dem Fabia von der Bahn abkam.
Gesamtklassement nach 12 von 18 Wertungsprüfungen:
1. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) 2:36.10,2 Stunden
2. Toni Gardemeister/Jakke Honkanen (Astra-Peugeot 307) + 2.05,9 Minuten
3. Manfred Stohl/Ilka Minor (OMV-Bozian-Peugeot 307) + 2.08,8 Min.
4. Sebastien Loeb/Daniel Elena (Kronos-Citroen Xsara) + 2.41,6 Min.
5. Stephane Sarrazin/Stephane Prevot (Subaru Impreza 06) + 3.03,4 Min.
6. Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 05) + 4.42,8 Min. Min.
7. Daniel Sordo/Marc Marti (Kronos-Citroen Xsara) + 5.01,6 Min.
8. Gilles Panizzi/Herve Panizzi (Red Bull-Skoda Fabia) + 5.20,0 Min.
9. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) + 5.27,3 Min.
10. Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Kronos-Citroen Xsara) + 6.42,9 Min.
11. Oliver Burri/Christophe Hofmann (Peugeot 307) + 8.08,6 Min.
16. Henning Solberg/Cato Menkerud (OMV-Bozian-Peugeot 307) + 16.29,3 Min.