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WRC: Loeb schnell zu schnell, Grönholm vorn

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Weltmeister Loeb flog in WP 6 von der Bahn |
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| Die „Monte“ ist nicht nur der traditionelle Auftakt zur Rallyeweltmeisterschaft sondern auch der traditionelle Auftakt zum Reifenpoker des Jahres. Sonne in Monte Carlo, Schnee und Eis auf den Bergpässen lassen alljährlich die Fahrer über das schwarze Gold grübeln. So war denn auch die Wahl wieder äußerst vielfältig: Von Slicks bis Schneereifen war alles dabei. Nur Sebastien Loeb fiel aus der Reihe: Der Vorjahressieger und amtierende Weltmeister hatte als einziger der Top-Piloten Intermediates mit Spikes aufziehen lassen. Und gleich in der ersten Wertungsprüfung gab er seinem Citroën im wahrsten Sinne des Wortes die Sporen: Mit 25,5 Sekunden Vorsprung fuhr er die erste WP-Bestzeit des Jahres und zeigte der Konkurrenz, was es zu schlagen gilt.
Gilles Panizzi im Skoda Fabia blieb mit einer halben Sekunde auf Platz zwei vor Gianluigi „Gigi“ Galli im Mitsubishi Lancer. Marcus Grönholm leistete sich im Ford Focus einen Dreher, würgte den Motor ab und verlor 25 Sekunden. Das reichte dem Finnen noch zu Platz vier. Doch der Rallyeauftakt war nicht nur von den Teilnehmern heiß ersehnt worden, auch Zuschauermassen drängten nach Monte Carlo. Als logische Konsequenz gab es enorme Verkehrsprobleme, die dazu führten, dass nur elf Teams die erste WP absolvieren konnten. WP zwei sicherte sich Marcus Grönholm, knappe 2,5 Sekunden vor Loeb. Panizzi und Galli kamen auf die Ränge drei und vier. Schnellster Subaru-Pilot war Chris Atkinson auf Platz fünf.
Ein weiter gestiegenes Verkehrsaufkommen führte zur Absage der WP drei. Die vierte WP holte sich dann wieder Loeb: „Du kannst nicht sagen, ich starte hier und gewinne. Neben der richtigen Reifenwahl ist es wichtig, seinen Rhythmus zu finden.“ Sein Ex-Teamkollege Francois Duval ließ mit der zweitschnellsten Zeit im Skoda Fabia aufhorchen und verwies Marcus Grönholm auf Platz drei. Mikko Hirvonen kam auf Platz vier vor Subaru-Pilot Petter Solberg, der den Morgen ungünstig auf Slicks begonnen hatte. Ein enttäuschter Gianluigi Galli blieb mit Achsbruch stehen und musste aufgeben. In WP fünf trumpfte dann Duval auf. Der Belgier holte die erste Bestzeit für Skoda vor Stephane Sarrazin im Subaru und Sebastien Loeb. Manfred Stohl fuhr den Peugeot auf Platz vier vor Petter Solberg.
Die sechste WP zeigte, wer Loeb schlagen kann: Er sich selbst! Durch einen seiner seltenen Fehler setzte der ehemalige Kunstturner den Xsara gut zehn Meter neben die Strecke. Er selbst und sein Beifahrer Daniel Elena blieben unverletzt, doch bis zum Abend stand nicht fest, ob sie die Rallye am zweiten Tag unter SupeRally fortsetzen können. Mikko Hirvonen beklagte einen Bremsdefekt am Ford Focus und sah das Ziel der Prüfung mit 1,44 Minuten Rückstand. Die WP ging somit an Marcus Grönholm, der auch die erste Etappe als Führender beendete. „Das Auto ist wirklich gut. Ich freue mich für das Team, das ich die Rallye anführe“, strahlte der Finne im Ziel.
Chris Atkinson, der sich in WP fünf verbremst, den Motor abgewürgt und zehn Sekunden verloren hatte, sah das Etappenziel als zweiter. Allerdings nur 3,4 Sekunden vor dem Finnen Toni Gardemeister im Peugeot, der es ruhig hatte angehen lassen und sich unspektakulär aber zielstrebig nach vorn gefahren hatte. Für den Deutschen Aaron Burkart war die Rallye im Citroën schnell beendet, als er nicht zum Start der fünften WP erschien.
Gesamtklassement nach 6 von 18 Wertungsprüfungen:
1. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) 1:09.30,8 Stunden
2. Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 05) + 1.23,7 Minuten
3. Toni Gardemeister/Jakke Honkanen (Astra-Peugeot 307) + 1.27,1 Min.
4. Gilles Panizzi/Herve Panizzi (Red Bull-Skoda Fabia) + 1.34,6 Min.
5. Manfred Stohl/Ilka Minor (OMV-Bozian-Peugeot 307) + 1.39,1 Min.
6. Francois Duval/Sven Smeets (First-Skoda Fabia) + 2.05,5 Min.
7. Petter Solberg/Philip Mills (Subaru Impreza 06) + 2.34,1 Min.
8. Stephane Sarrazin/Stephane Prevot (Subaru Impreza 06) + 2.46,8 Min.
9. Daniel Sordo/Marc Marti (Kronos-Citroen Xsara) + 3.57,4 Min.
10. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) + 3.58,8 Min.
11. Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Kronos-Citroen Xsara) + 4.10,0
12. Henning Solberg/Cato Menkerud (OMV-Bozian-Peugeot 307) + 4.22,4 Min.
wichtige Ausfälle:
WP 4: Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (Ralliart Italia-Mitsubishi Lancer) Achsbruch
WP 6: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Kronos-Citroen Xsara) Unfall
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