Greift auch ohne Werksunterstützung nach dem Titel: Sebastien Loeb
Trotz des Rückzuges der Werksteams von Citroen, Peugeot, Mitsubishi und Skoda weißt die 74. Rallye Monte Carlo ein interessantes Starterfeld auf. Annähernd 25 World Rally Cars (WRC) im Feld der 56 Nennungen können sich sehen lassen. Da die FIA aus ihren Fehlern in der Vergangenheit – bislang - nichts gelernt hat und weiterhin an den – viel zu teuren – 16 WM-Läufen festhält bleibt zu hoffen, daß auch bei den nächsten Events entsprechend viele Top-Piloten und Top-Fahrzeuge über die Startrampe rollen.
Weltmeister Sebastien Loeb ist samt den Vorjahres-Citroen Xsara zum Kronos Team gewechselt. Die belgische Mannschaft übernimmt für diese Saison den Einsatz des Weltmeisterteams, ehe das Werk mit dem C4 in 2007 auf die Bühne zurückkehrt. Nach der Überlegenheit der Kombination Loeb-Citroen-Asphalt wäre alles andere als ein Sieg – auch im Vorjahresauto – eine Überraschung beim WM-Auftakt. Die Teamkollegen von „Super-Seb“ sind die beiden Spanier Xavier Pons und Daniel Sordo.
In gewohnter Stärke und mit neuen 2006er-Modellen rollen Ford und Subaru über die Startrampe im Fürstentum. Petter Solberg, Stephane Sarrazin und Chris Atkinson, der Australier aber im Vorjahresfahrzeug, greifen für die Prodrive-Subaru ins Lenkrad. Ex-Weltmeister Marcus Grönholm ist von Peugeot zu Ford gewechselt und startet dort nun gemeinsam mit Rückkehrer Mikko Hirvonen. Die beiden Finnen gehören neben Petter Solberg und Loeb zu den Favoriten auf den WRC-Titel 2006.
„Ford gewann zuletzt 1979 die Marken-WM und mit Ari Vatanen in 1981 den Fahrer-Titel, daher wird es langsam Zeit“, weiß Teamchef Malcolm Wilson. „Aber unser Auto ist brandneu und wir müssen sehen wo wir stehen. Titel wollten wir eigentlich erst ab 2007 anvisieren.“ Grönholm freut sich nach sieben Peugeot-Jahren auf das neue Team: „Wir haben wir gutes Paket geschnürt und hatten erfolgreiche Tests. Ich denke, daß wir Titelchancen haben.“
In der neuen M2-Klasse für Privatteams, wobei eine gewisse Werksunterstützung dennoch erlaubt ist, kämpfen OMV Peugeot Norway, Stobart-M-Sport und Red Bull Skoda um WM-Punkte. Das OMV-Peugeot Team hat die Vorjahres-Werks-307 übernommen und mit Manfred Stohl sowie Petters älterem Bruder Henning Solberg zwei starke Piloten. Speditions-Guru Eddie Stobart unterstützt Wilson-Sohn Matthew, der bei der Monte vom Belgier Pieter Tsjoen unterstützt wird. Bei den Tschechen wird auf zwei Generationen gesetzt: Auf der einen Seite der erfahrene und speziell auf Asphalt immer schnelle Gilles Panizzi, im zweiten Skoda sitzt der junge Österreicher Andreas Aigner.
Für die PCWRC (Gruppe N-WM) haben sechs Fahrzeuge genannt: Fumio Nutahara (Mitsubshi), Jari-Matti Latvala (Subaru), Stefano Marrini (Mitsubishi), Jasen Popov (Mitsubishi), David Higgins (Mitsubishi) sowie Nasser Al-Attiyah (Subaru), der bis Sonntag noch bei der Rallye Lisboa-Dakar mit einem BMW X3 unterwegs war.
Auszug aus Teilnehmerliste 74. Rallye Monte Carlo: