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2006-01-12 16:10:46 - ks
RAID: Ellen Lohr aus der Wertung

Opfer eines unverschuldeten Unfalles: Ellen Lohr
Als Folge des gestrigen, unverschuldeten Crashs, sind sowohl Ellen Lohr im Rallyeprototypen als auch der Service-Unimog aus der Wertung der Rallye Dakar 2006. Dabei fehlten dem Team lediglich noch 2000 von 9000 Kilometern der Wüstenrallye. Der Ausfall ist dabei nicht selbst verschuldet. Nach 50 Kilometern der gestrigen Etappe war ein Konkurrent in das Rallyeauto von Lohr und Beifahrer Detlef Ruf gekracht. Spurstange und Antriebswelle waren gebrochen. Unter normalen Umständen wäre der Service-Unimog schnell zur Stelle gewesen, um das Rallyeauto zu reparieren. Da jedoch die Strecke für LKW für unpassierbar erklärt und neutralisiert worden war, benötigte der Unimog fast sechs Stunden.

Dadurch erreichten Lohr und Ruf das Etappenziel erst heute Morgen um 7.00 Uhr, exakt eine halbe Stunde vor dem Start zur nächsten Etappe. „Es konnte nur getankt und Wasser aufgefüllt werden“, so Ellen Lohr. „Nach dem Crash wäre aber natürlich ein richtiger Service nötig gewesen. Ohne die Streckensperrung für LKW hätten wir ja auch am Serviceplatz fünf Stunden Zeit gehabt, das Rallyeauto wieder in Ordnung zu bringen.“ So kam nach 125 Kilometern, knapp vor der Grenze von Mali nach Guinea, das endgültige Aus. Ellen Lohr blieb mit festgefahrenem Radlager liegen. Wegen der Hilfsaktion des Service-Unimog auf der gestrigen Etappe war dieser bereits wegen Zeitüberschreitung aus der Wertung. Nun sind die Besatzungen des Unimog und des Mercedes-Benz Actros auf dem Weg zu Ellen Lohr und Detlef Ruf. Das Rallyeauto wird dann repariert. Ziel ist, dass am 15. Januar die gesamte Mercedes-Benz Flotte in Dakar einfährt.

Ellen Lohr : „Wir sind alle sehr enttäuscht, dass wir die Rallye durch einen unverschuldeten Unfall nicht zu Ende fahren können. Alles hätte noch funktionieren können, wäre nicht gleichzeitig die LKW-Strecke gesperrt worden. Es war gestern schon klar, dass der Service-Unimog aus dem Rennen ist, wenn er uns hilft. Dennoch hat die Crew alles gegeben. Bei aller Enttäuschung sind wir aber auch stolz. Wir haben in unserem Premierenjahr drei Viertel der härtesten Rallye der Welt erfolgreich geschafft. Unser gesamtes Team hat in den vergangenen 13 Tagen unglaublich hart gearbeitet und gekämpft, um das Ziel Dakar zu erreichen. Wir setzen jetzt alles daran, um mit unserer gesamten Flotte in Dakar einzufahren.“
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