Peterhansel und Alphand im Pajero Evolution zur Halbzeit vorn
Halbzeit bei der Rallye Dakar 2006. Mitsubishi kann den anstehenden Ruhetag nach 2699 von 4813 Wertungskilometern genießen. Stéphane Peterhansel und Luc Alphand haben ihre Doppelführung auf der achten Etappe verteidigt, allerdings die Plätze getauscht. Peterhansel markierte auf der 508 Kilometer langen Prüfung von Atâr zur mauretanischen Hauptstadt Nouakchott hinter Tagessieger Thierry Magnaldi (Schlesser-Ford-Buggy) die zweitbeste Zeit und schob sich so in der Gesamtwertung vor seinen Teamkollegen Alphand. Damit führt Titelverteidiger Peterhansel erstmals in diesem Jahr. Der Schlagabtausch der beiden Pajero Evolution Piloten bleibt weiter spannend. Fast eine halbe Stunde vor dem nächsten Konkurrenten liegt das Mitsubishi Duo nur durch 32 Sekunden getrennt an der Spitze. Schnell unterwegs war auch Nani Roma im dritten Pajero Evolution. Der 33 Jahre alte Spanier fuhr auf der zweitlängsten Prüfung der diesjährigen Rallye Dakar die viertbeste Zeit und verbesserte sich in der Gesamtwertung vom sechsten auf den vierten Platz. Nur noch 17 Minuten trennen ihn vom dritten Rang.
"Eine schwierige Prüfung mit viel Sand im Mittelteil", berichtete Spitzenreiter und Titelverteidiger Peterhansel. "Wir haben uns festgefahren und hatten zwei Plattfüße. Der letzte Teil der Strecke war sehr schnell. Mit Rückenwind haben wir 196 km/h erreicht." Luc Alphand war trotz seiner guten Platzierung nicht ganz zufrieden. "Wir haben uns festgefahren und so über eine Viertelstunde eingebüßt. Ärgerlich ist, dass wir so auch auf Stéphane vier Minuten verloren haben." Nani Roma resümierte: "Das war eine weitere harte Etappe. Besonders viel Zeit haben wir bei der Suche nach einem versteckten Wegpunkt liegen gelassen. Das hat uns fünf bis sechs Minuten gekostet."
Das Werksteam von Volkswagen behauptet zur Halbzeit bei einer der am härtesten umkämpften Ausgaben der Rallye Dakar die Gesamtränge drei und fünf. Giniel de Villiers verbesserte sich auf der 568 Kilometer langen achten Etappe im Race Touareg 2 vom vierten auf den dritten Platz. Mark Miller gelang zeitgleich mit dem neuen Spitzenreiter Stéphane Peterhansel die zweitbeste Zeit auf dem Weg von Atar nach Nouakchott. Rückschläge prägten den Tag von Jutta Kleinschmidt und Carlos Sainz: Die bisherige Gesamtdritte verlor mehr als eine Stunde und fiel auf Platz fünf zurück, nachdem sie im Sand stecken geblieben ist. Ihr spanischer Teamkollege Sainz zog sich einen Kupplungsdefekt zu und beginnt die Prüfung mit großer Verspätung erneut. Bruno Saby gelang von Startplatz 90 eine starke Aufholjagd, in deren Verlauf er 80 Konkurrenten überholte und die ihm Platz sieben im Tagesergebnis einbrachte.