Alphand im Pajero Evolution neuer Spitzenreiter der Dakar 2006
Mitsubishi hat die bisher härteste Prüfung der Rallye Dakar 2006 dominiert und die ersten beiden Plätze in der Gesamtwertung zurückerobert. Stéphane Peterhansel feierte auf dem 499 Kilometer langen Wertungsteilstück von Zouérat und Atâr in Mauretanien seinen zweiten Etappensieg im laufenden Wettbewerb und verbesserte sich auf den zweiten Platz. Luc Alphand belegte mit 4.23 Minuten Rückstand Platz zwei der Tageswertung. Damit setzte sich der ehemalige Ski-Star auch an die Spitze der Gesamtwertung. Nani Roma, der nach der ersten Etappe in Afrika am dritten Dakar-Tag in Führung lag, markierte die siebtbeste Zeit des Tages und verbesserte sich auf den sechsten Gesamtrang.
"Eine schwierige Prüfung mit sehr vielen Dünen und dem gefürchteten Kamel-Gras. Daher war es heute wichtig, nicht stecken zu bleiben", berichtete Etappensieger Peterhansel. "Außerdem spielte die Navigation eine große Rolle. Wir hatten einen Plattfuß. Außerdem mussten wir mehrfach stoppen, um den Luftdruck in den Reifen zu wechseln, damit wir im Sand optimale Traktion haben. Insgesamt ein sehr guter Tag für uns."
Nach der siebten Etappe nimmt Volkswagen die Plätze drei, vier und fünf ein und ist damit unverändert in aussichtsreicher Position. Jutta Kleinschmidt verteidigte im Race Touareg 2 auf der 521 Kilometer langen Etappe von Zouerat nach Atar in Mauretanien mit der drittbesten Zeit Gesamtrang drei hinter dem neuen Spitzenreiter Luc Alphand und seinem Mitsubishi-Teamkollegen Stéphane Peterhansel. Die übrigen Volkswagen Werkspiloten erlitten Rückschläge: Giniel de Villiers, der tags zuvor die Führung übernommen hatte, fiel nach einem Navigationsfehler auf Platz vier zurück. Carlos Sainz fuhr sich in den Dünen fest und ist nun Fünfter. Mark Miller büßte durch einen Überschlag 2:15 Stunden ein, Bruno Saby verlor durch einen Defekt rund 2:30 Stunden.
Matthias Kahle fuhr mit seinem Beifahrer Dr. Thomas M. Schünemann auf einen hervorragenden achten Platz in der Tageswertung. Im Gesamtklassement rückt das HS Rallye Team dadurch auf die zwölfte Position nach vorne. Zahlreiche renommierte Piloten blieben im feinen Sahara-Sand stecken, beschädigten ihre Fahrzeuge beim Sprung über die Dünen oder verloren schlichtweg die Orientierung.