Peterhansel verbuchte für Mitsubishi den ersten Tagessieg im laufenden Wettbewerb
Mitsubishi zeigte auf der mit einem Temposchnitt von rund 100 km/h sehr schnellen fünften Prüfung der Rallye Dakar eine starke Leistung. Stéphane Peterhansel verbuchte für die Marke mit den drei Diamanten den ersten Tagessieg im laufenden Wettbewerb. Teamkollege Nani Roma wurde auf dem 350 Kilometer langen Teilstück mit 2.20 Minuten Rückstand Dritter, Luc Alphand teilte sich den fünften Platz mit dem zeitgleich gewerteten Giniel de Villiers (Volkswagen). Das gute Abschneiden der drei Pajero Evolution Piloten spiegelt sich auch in der Gesamtwertung wider. Luc Alphand schob sich auf den dritten Platz vor. Damit liegt der 40 Jahre alte Franzose nur noch zwei Minuten hinter Spitzenreiter Carlos Sainz (Volkswagen). Nani Roma und Stéphane Peterhansel machten je zwei Positionen gut und belegen jetzt die Plätze sieben und neun. Auch hier sind die Abstände zum Führenden gering. Roma fehlen drei, Peterhansel neuneinhalb Minuten.
Tagessieger Peterhansel berichtete: "Wir sind als vierzehntes Auto gestartet und konnten einige Konkurrenten überholen. Manche Fahrer mussten auch wegen Reifenschäden anhalten. Die Streckenbedingungen werden sich ab morgen ändern. Ich rechne mir gute Chancen aus, weiter vor zu fahren."
Volkswagen behält in einem zunehmend spannenden Kampf um die Spitze der Rallye Dakar weiterhin die Oberhand: Debütant Carlos Sainz führt die Rallye auch nach der fünften von 15 Etappen an, auf der sich die Abstände in der Spitzengruppe deutlich verringerten. Neue Zweite nach der 819 Kilometer langen Etappe von Ouarzazate nach Tan Tan in Marokko (350 Kilometer in Wertung) ist seine Teamkollegin Jutta Kleinschmidt in einem weiteren Race Touareg 2, die sich um einen Platz verbesserte. Mark Miller gelang mit der zweitbesten Zeit hinter Tagessieger Stéphane Peterhansel ein Sprung von Platz acht auf die vierte Position der Gesamtwertung. Giniel de Villiers als Fünfter und Bruno Saby dahinter komplettieren das Volkswagen Quintett unter den ersten Sechs, die innerhalb von nur 2.41 Minuten liegen.
Ellen Lohr: „Position halten, Auto heile lassen“
„Heute ging es nur darum, durchzukommen, das Auto heile zu lassen und die Position zu halten“, bilanzierte Ellen Lohr am Nachmittag der fünften Etappe der Dakar-Rallye. „Die Prüfung war so steinig und hart, das ging brutal aufs Material. Aber außer einem Reifenschaden kurz vor Ende der Sonderprüfung ist nichts passiert.“ Dabei machte die Deutsche nach dem großen Tabellensprung vom gestrigen Tag (von 67 auf 39) auch bei der fünften Etappe erneut Plätze gut. Als 31. der 350 Kilometer langen Sonderprüfung werden Ellen Lohr und Detlef Ruf im M-Klasse-Prototypen nun auf Rang 33 der Gesamtwertung geführt. Auch die Unimog-Besatzung hat im Truck-Wettbewerb bereits am gestrigen Tag einen großen Sprung nach vorne gemacht.