Mit dem dritten Sieg auf der vierten Etappe hat Volkswagen bei der Rallye Dakar wieder die Führung übernommen. Auf dem 639 Kilometer langen Teilstück von Er Rachidia nach Quarzazate in Marokko gewann Werksfahrer Carlos Sainz im Volkswagen Race Touareg 2 und holte sich damit die Spitzenposition zurück, die er bereits nach den ersten beiden Etappen innehatte. Bruno Saby als Gesamtzweiter und Jutta Kleinschmidt als Dritte komplettieren das Trio der 275 PS starken TDI-Diesel-Prototypen von Volkswagen an der Spitze. Giniel de Villiers gelang mit der viertbesten Etappenzeit ein Sprung von der zwölften auf die fünfte Position. Mark Miller komplettiert als Achter das Volkswagen-Quintett unter den ersten Zehn.
Die vierte Prüfung der Rallye Dakar hat für Bewegung im Klassement gesorgt. Luc Alphand verbesserte sich mit der drittschnellsten Zeit des Tages vom neunten auf den vierten Platz der Gesamtwertung. Nach vier Etappen, rund 900 Prüfungskilometern und fast neuneinhalb Stunden Fahrzeit liegt der ehemalige Ski-Weltmeister im Pajero Evolution nur 6.39 Minuten hinter dem neuen Spitzenreiter Carlos Sainz (Volkswagen) und ist damit der beste Mitsubishi Pilot. "Wie gestern ging es heute darum, nicht im Staub der Gegner fest zu hängen. Die ersten 100 Kilometer ist uns das gelungen. Dann sind wir auf andere Autos aufgelaufen", berichtete Alphand.
Nani Roma, der auf der dritten Etappe zusammen mit seinem Teamkollegen Hiroshi Masuoka für eine Doppelführung von Mitsubishi gesorgt hatte, fiel hingegen zurück. Roma büßte als Elfter der 386 Kilometer langen Prüfung von Er Rachidia nach Ouarzazate in Marokko 11.20 Minuten ein und belegt im Gesamtklassement Platz neun. Der Spanier resümierte: "Bis nach den ersten Dünen lief alles gut, dann haben wir uns für den falschen Weg entschieden. Damit begannen die Probleme. Wir mussten einen Reifen wechseln. Leider war der Wagenheber danach nicht richtig fixiert, wir mussten erneut anhalten. Schließlich hingen wir in der Staubwolke anderer Autos."
Ausgezeichneter Dakar-Tag für Ellen Lohr im M-Klasse-Prototypen
Die vierte Etappe der Rallye Dakar lief für Kwikpower Mercedes-Benz und Rallyefahrerin Ellen Lohr ausgezeichnet. Auf der mit 387 Kilometer bislang längsten Sonderprüfung der diesjährigen Wüstenrallye machte Lohr im Gesamtklassement fast 30 Plätze gut – von Rang 67 auf Rang 39. Dies war auch das Ergebnis ausgezeichneter Teamwork zwischen der 40-jährigen Deutschen und ihrem 35-jährigen Beifahrer Detlef Ruf. Die beiden beendeten die Prüfung im Rallye-Prototypen auf Basis der neuen Mercedes-Benz M-Klasse auf dem 30. Platz. Ein Reifenschaden etwa 30 Kilometer vor Ende der Prüfung verhinderte eine noch bessere Platzierung.
Ellen Lohr: „Heute haben wir endlich mal zeigen können, was in unserem Auto steckt. Die 387 Sonderprüfungskilometer waren mit Schotterpisten, Dünen und kurvenreichen Passagen abwechslungsreich und anspruchsvoll. Mein Beifahrer Detlef hat uns fehlerlos über die Route navigiert, trotz einiger Tücken. Nach dem Frust gestern, als wir in der Staubwolke von Vorausfahrenden nicht den Hauch einer Chance auf eine bessere Platzierung hatten, bestätigt das heutige Ergebnis, dass wir auf dem richtigen Weg sind – auch mit unserer Strategie, es vorsichtig anzugehen. Das tut gut. Ich freue mich vor allem auch für unsere Mannschaft, die den Prototypen für die insgesamt wieder fast 700 Etappenkilometer professionell vorbereitet hat.“