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2005-11-12 16:25:29 - ju
WRC: Duval steuert erstem WM-Sieg entgegen

Ausfall nach Kollision mit einem Känguru: Petter Solberg
Nach dem Ende der zweiten Etappe zur Rallye Australien führt Francois Duval das Gesamklassement an. Der Citroen-Pilot hat 27,1 Sekunden Vorsprung auf Colin McRae im Skoda Fabia. Sechs Prüfungen vor Schluß steuert der Belgier somit seinem ersten WRC-Sieg entgegen. Auch McRaes zweiter Rang wäre für Skoda das beste Ergebnis aller Zeiten.

Des einen Glück ist des anderen Pech: Petter Solberg führte nach dem ersten Tag souverän und startete auch heute Morgen mit einer Bestzeit (WP 12). Doch nur eine Prüfung später kollidierte der Norweger mit einem Känguru und musste aufgeben. „Erst der Stein in Japan, jetzt das Känguru. Wie viel Pech kann ein Rallyefahrer denn noch haben?“, fragte der Norweger. Die Beschädigungen am Kühler waren zu stark, auf dem Weg zur nächsten WP musste der Impreza abgestellt werden.

Mit drei Bestzeiten und der Übernahme der Spitze war Francois Duval der Mann des zweiten Tages. Harri Rovanperä erzielte im Mitsubishi-Cockpit ebenfalls drei Bestzeiten, Chris Atkinson war zweimal der schnellste Mann. Rovanperä hatte sogar kurzfristig Colin McRae vom zweiten Gesamtrang verdrängt, büßte bei einem Dreher aber zehn Sekunden ein und liegt vor dem letzten Tag 5,2 Sekunden hinter dem Schotten.

Um Rang vier lieferten sich Manfred Stohl im Kronos-Citroen und Gianluigi Galli einen packenden Kampf. In WP 16 zog der Italiener am Österreicher vorbei, doch auf der folgenden Prüfung verpasste Galli einen Abzweig und verlor über 30 Sekunden auf den OMV-Piloten. „Wenn ich mir das Ergebnis anschaue, bin ich doch ziemlich verwundert. Damit konnte man nicht rechnen. Doch jetzt ist auf den letzten 100 Wertungsprüfungskilometern noch alles drin. Von Platz eins bis acht. Ein Podestplatz ist jedenfalls mein erklärtes Ziel“, erklärte Stohl im Etappenziel.

Die beiden neuen Ford Focus WRC 2006 beschließen derzeit die WM-Punkteränge. Toni Gardemeister rutschte hierbei hinter seinen Teamkollegen aufgrund von Motoraussetzern zurück.

Gesamtklassement nach 20 von 26 Wertungsprüfungen:
1. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) 2:21.12,6 Stunden
2. McRae/Grist (Skoda Fabia/M) + 27,1 Sekunden
3. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 32,2 Sek.
4. Stohl/Minor (Citroën Xsara/M) + 1.11,3 Minuten
5. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 1.47,1 Min.
6. Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) + 1.54,3 Min.
7. Kresta/Tomanek (Ford Focus/M) + 1.58,7 Min.
8. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 2.06,7 Min.
9. Sola/Amigo (Ford Focus/M) + 3.26,3 Min.
10. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 4.53,9 Min.
11. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 11.09,9 Min. (1. Gruppe N)
M= Michelin, P=Pirelli

wichtige Ausfälle:
nach WP 13: Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) Folgen nach Kollision mit Känguru
WP 9: Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) Unfall
nach WP 7:Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) Unfallfolgen
WP 6: Warmbold/Orr (Ford Focus/M) Unfall
WP 5: Pons/Julia (Citroën Xsara/M) Unfall
WP 3: Carlsson/Andersson (Peugeot 307/P) Unfall


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