Rallye nat.: Luxemburg lockt mit erstklassigen WPs
In Luxemburg startet der Winterpokal 2005
„Die Wertungsprüfungen sind eine Mixtur aus Korsika und Spanien!“ Wer das sagt, sind die WM-erfahrenen Toshihiro Arai aus Japan sowie der Portugiese Rui Madeira. Beide brachten vor einigen Jahren mit ihren Starts WM-Flair ins Großherzogtum. Mit Francois Duval, Neil McShea, Marc Duez und vielen anderen Top-Stars kommen regelmäßig viele internationale Asse in den Norden Luxemburgs und erleben auf den extrem anspruchsvollen und kurvenreichen Strecken Fahrspaß pur.
Am 19.November wird ab 9.00 Uhr die Mixtur aus welligen Feldwegen, engen Ortsdurchfahrten und mittelschnellen Waldpassagen jahreszeitbedingt noch durch viel Laub gewürzt werden.
Obwohl noch etwas Zeit bis zum Nennschluss ist, zeichnet sich auch 2005 wieder ein starkes internationales Feld ab. Für die rund einhundert WP-Kilometer hat der aktuelle belgischen Meister Xavier Bouche mit seinem Ford Focus WRC bereits genannt. Weitere WRC-Piloten haben ihr Interesse bekundet.
Als Finallauf zur Euro Rallye Trophéé (ERT) fällt rund um das Rallyezentrum in Mertzig - nicht zu verwechseln mit dem saarländischen Merzig - die Gesamtsiegentscheidung zwischen dem Luxemburger Simon Bob und dem Deutschen Lars Mysliwietz.
Die neue Kooperation zwischen dem Luxemburger Automobilklub und dem ADAC Saarland bringt mit den beiden Ausrichtern Rallye Supporter Club (L) und ATC Merzig (D) eine Premiere. Erstmals wird im Rahmen der internationalen Rallye de Luxembourg eine Rallye 200 nach deutschen Regularien durchgeführt. Lediglich in Bezug auf die Sicherheit sind die luxemburgischen Verantwortlichen etwas strenger und verlangen von allen Teilnehmern einen Fahreranzug.
Ansonsten gelten auch in Luxemburg bei der Rallye 200 die deutschen Regularien. Wegen des hohen Anspruches der Wertungsprüfungen, erhalten die Teilnehmer im Rahmen der Besichtigungsrunde zweimal die Gelegenheit, die Prüfungen abzufahren. Vier WPs über 35 Kilometer sind dann am Nachmittag zu absolvieren.
Da die Rallye de Luxembourg Auftakt des neuen Winterpokals ist, werden natürlich im Feld der 200er Veranstaltung viele deutsche Teams erwartet. Die ersten Anfragen lassen auch so einige DRM Top-Fahrer erwarten!
Eine Reise nach Luxemburg lohnt allemal. Nicht nur, dass diese Rallye mit genialen Wertungsprüfungen lockt, die geringen Benzinpreise relativieren auch eine etwas längere Anfahrt. So ist beispielsweise der Weg vom deutschen Bitburg nach Mertzig gerade einmal 55 Km. Am Freitag besteht für die 200er Teams bereits die Möglichkeit einer freiwilligen Dokumenten und Technischen Abnahme.
Gelegenheit sich an die besondere luxemburgische Streckencharakteristik zu gewönnen, haben alle Teilnehmer – egal ob international oder Rallye 200 - schon am Freitagabend im Rahmen von Test- und Einstellfahrten. Diejenigen, die sich heuer in der Saarländischen Rallyemeisterschaft (SRM) eingeschrieben hatten, erhalten diese zusätzliche Testmöglichkeit vom ADAC Saarland sogar bezahlt.
Und da die Rallye de Luxembourg im nächsten Jahr zur Saarländischen Rallyemeisterschaft zählen wird, macht ein Kennenlernen der WPs in diesem Jahr doppelt Sinn!