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WRC: Citroën Marken- und JWRC-Weltmeister

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Doppelsieg für Citroen in Spanien |
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| Am Ende war es für die Citroën-Piloten eine Spazierfahrt zum dritten Marken-WM-Titel in Folge: Sebastien Loeb und Francois Duval ließen auch am dritten und letzten Tag zur Rallye Catalunya-Costa Daurada der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und feierten nach Deutschland den zweiten Doppelsieg der Saison. Beinahe wäre es sogar ein Xsara-Dreifachsieg geworden, aber Kronos-Pilot Xavier Pons musste sich um 1,2 Sekunden geschlagen geben.
Trotz des großen Vorsprungs startete Super-Seb mit einer Bestzeit in den Tag. Roman Kresta gab ebenfalls mächtig Gas, wollte der Ford-Werkspilot doch die beiden Privatiers Pons im Vorjahres-Xsara und Mikko Hirvonen im zwei Jahre alten Viita-Focus noch einholen. Der Tscheche war zwar schneller als seine beiden Wettbewerber, aber der Abstand war zu groß. Um die sicheren sechs Marken-WM-Punkte nicht zu gefährden, ordnete Ford-Teamchef Malcolm Wilson an, die Attacken einzustellen. Zu sehr waren die Enttäuschungen vom zweiten Tag noch in der Erinnerung.
In allen drei Prüfungen des heutigen Tages war Mikko Hirvonen schneller als Pons. Aber erst auf der letzten Prüfung zog der Finne vorbei, der zum dritten Mal in diesem Jahr WM-Punkte sammelte. 20 Strafsekunden für einen zu langen Service gestern Abend (Ölpumpenwechsel) hatten beim 25jährigen für die richtige Motivation gesorgt. „Ich bin super zufrieden, mit diesem vermeintlich alten Fahrzeug aufs Podium zu fahren“, freute sich Hirvonen.
Aber auch mit dem vierten Rang war Xavier Pons bei seinem Heimspiel mehr als zufrieden, wobei erst nach einem kleinen Missgeschick die Entscheidung zu Gunsten von Hirvonen fiel: Dem OMV-Piloten starb am Start der letzten Wertungsprüfung der Motor ab. Damit hatte er sich schon bis zur ersten Zwischenzeit nach drei Kilometern rund acht Sekunden Rückstand eingefangen. Auf den restlichen 25 Kilometern hielt er den Zeitabstand konstant. Pons: „Wir haben alles gegeben und waren für den Podiumsplatz auch bereit, an die Grenzen zu gehen. Leider hat es nicht sein wollen. Doch wir sind natürlich mit dem vierten Platz sehr happy. Es ist ein tolles Gefühl vor eigenem Publikum das beste Resultat der Karriere zu erzielen.“
Roman Kresta wurde fünfter, sammelte aber sechs WM-Punkte für die Hersteller-Wertung, wo Ford jetzt neun Zähler Vorsprung hat auf Subaru. Nicolas Bernardi kam mit dem Peugeot 307 immer besser zu Recht und rollte schließlich als sechster über die Zielrampe. Zufriedene Miene auch bei Anthony Warmbold, der als siebter zum dritten Mal in dieser Saison zwei WM-Punkte ergatterte. Jan Kopecky im Skoda Fabia komplettierte die WM-Ränge. Harri Rovanperä (Mitsubishi 10.), Armin Schwarz (Skoda, 11.), Petter Solberg (Subaru, 13.) und Toni Gardemeister (Ford, 14.) waren ebenfalls zumindest für ihre Arbeitgeber erfolgreich.
Mit seinem vierten Saisonsieg in der Super 1600 ist der Spanier Daniel Sordo neuer Junior-World-Rally-Champion. Somit hatte Citroën doppelten Grund zu feiern, denn die vor Saisonbeginn als Favoriten gehandelten Suzukis hatten gegen Sordo keine Chance. Dem C2-Piloten hätte ein siebter Rang beim Heimspiel gereicht, doch er wollte auch hier gewinnen. Sein einziger WM-Rivale Guy WIlks schied am zweiten Tag mit seinem Suzuki Swift nach Unfall aus. Der Brite wurde dennoch Vize-Weltmeister vor Kris Meeke im zweiten Citroën C2, der übrigens als einziger Pilot in allen möglichen Läufen Punkte sammelte.
Es halten sich übrigens hartnäckig die Gerüchte, dass Daniel Sordo bereits beim nächsten WRC-Lauf in Australien neben Sebastien Loeb den zweiten Werks-Xsara lenken wird. Nachdem Citroën für 2006 seinen Aus- und für 2007 den Wiedereinstieg bereits angekündigt hat, gilt es als wahrscheinlich, dass Loeb/Sordo im nächsten Jahr das Pilotenduo beim privaten Oreca-Citroën-Team bilden werden.
Gesamtklassement nach 15 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 3:31.07,0 Stunden
2. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 1.21,9 Minuten
3. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus 03/M) + 2.46,7 Min.
4. Pons/Julia (Citroën Xsara/M) + 2.47,9 Min.
5. Kresta/Tomanek (Ford Focus/M) + 3.24,6 Min.
6. Bernardi/Fortin (Peugeot 307) + 4.09,4 Min.
7. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 5.00,3 Min.
8. Kopecky/Schovanek (Skoda Fabia) + 5.22,3 Min.
9. Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) + 5.40,2 Min.
10. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 7.39,3 Min.
11. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 8.56,6 Min.
12. Sordo/Marti (Citroën C2) + 16.20,7 Min. (1. JWRC)
13. Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 18.00,9 Min.
14. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 18.52,0 Min.
16. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 22.21,6 Min. (2. JWRC)
17. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto Abarth) + 22.43,4 Min. (3. JWRC)
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
nach WP 12: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) Motor
WP 10: Sola/Amigo (Ford Focus/M) Unfall
nach WP 8: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Unfall
WP 8: Bengue/Escudero (Skoda Fabia/M) Getriebe
WP 6: Sarrazin/Giraudet (Subaru Impreza/P) Unfall
WP 3: Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) Unfall
WP-Bestzeiten:
Loeb 9; Hirvonen 2; Sola, Galli und Solberg je 1.
Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb 127; 2. Grönholm und Solberg je 71; 4. Gardemeister 58; 5. Märtin 53; 6. Duval 37; 7. Rovanperä 31; 8. Kresta 26; 9. Stohl 16; 10. Hirvonen 14; 11. Sainz 11; 12. Galli 10; 13. H. Solberg 9; 14. Atkinson 8; 15. Panizzi und Pons je 7; 17. Sarrazin und Warmbold je 6; 19. Carlsson 5; 20. Bernardi 4; 21. Bengue 3; 22. McRae 2; 23. Kopecky, Pykälistö und Higgins je 1.
Stand in der Marken-WM:
1. Citroën 178; 2. Peugeot 135; 3. Ford 100; 4. Subaru 91; 5. Mitsubishi 63; 6. Skoda 18.
Endstand in der JWRC:
1. Sordo 53; 2. Wilks 35; 3. Meeke und Aava je 32; 5. Katajamäki 31; 6. Andersson 30; 7. Baldacci 26; 8. Betti 17; 9. Prokop 13; 10. Valousek 11; 11. Cecchettini 10; 12. Scorcioni und Rautenbach je 6.
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