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2005-10-27 23:01:17 - ks
WRC: Freies Blasen an der Costa Daurada

Schnellster im Shakedown: Francois Duval
Nur eine Woche nach der Tour de Corse steht für die WRC-Teams in Spanien mit der Rally Catalunya-Costa Daurada der nächste Lauf auf dem Programm. 15 Wertungsprüfungen über 359 Kilometer müssen die 63 genannten Teams absolvieren. Da mit Sebastien Loeb der Fahrer-Weltmeister schon lange feststeht und die Marken-WM nahezu für Citroen entschieden sein dürfte, ist an der Costa Daurada eigentlich „freies Blasen“ angesagt.

Denn durch den Ausstieg von Citroen – die allerdings 2007 wiederkommen – und Peugeot gibt es vermeintlich weniger Cockpits als Top-Piloten für das kommende Jahr. Eine gute Leistung in Spanien könnte hierbei für etwaige Vertragsverhandlungen sicherlich nicht schlecht sein.

An dem erneuten Triumph von CALM – Citroen, Asphalt, Loeb, Michelin – zweifelt eigentlich niemand. Die Frage dürfte nur sein, ob es Super-Seb wie auf Korsika gelingt, alle Bestzeiten zu markieren. Und wie gross sein Vorsprung sein wird.

Im heutigen Shakedown war Teamkollege Francois Duval der Schnellste. Der Belgier, der mit seiner Korsika-Rolle an „alte Zeiten“ anknüpfte, steht unter mächtigem Druck. Nicht nur Teamchef Guy Frequelin hofft an der Costa Daurada auf eine fehlerfreie Leistung des Wallonen. Die Top-Zeit aus dem Shakedown zeigt, daß Duval zumindest schnell genug ist.

Spannung verspricht das Duell Grönholm gegen Solberg. Oder Peugeot gegen Subaru. Aber Pirelli gegen Pirelli, denn beide Teams vertrauen auf den italienischen Gummi. In der Fahrer-WM liegen beide mit 71 Punkten auf Rang zwei. Fords Toni Gardemeister hat erst 58, kommt daher für den Vize-WM-Titel eigentlich nicht mehr in Frage. Der Blue Oval Leader war aber auf Korsika locker zweiter, ein Ergebnis, welches der Finne in Spanien natürlich gerne bestätigen möchte.

Für Skoda startet wieder Alexandre Bengue, der mit dem sechsten Platz am letzten Wochenende für das beste Skoda-Ergebnis des Jahres sorgte. Einen zweiten schnellen Piloten durften die Tschechen nicht nominieren, da laut WRC-Reglement der so genannte erste Fahrer eines Teams – in diesem Fall Armin Schwarz - nicht ausgetauscht werden darf. Am Rande der Rally Catalunya wurde übrigens bekannt, daß Colin McRae auch – wie bei der Rally GB - beim WRC-Saisonfinale in Australien einen Skoda Fabia lenken wird.

Die wichtigsten Starter im Überblick:
1 Sébastien Loeb, 2 Francois Duval (beide Citroën Xsara), 3 Toni Gardemeister, 4 Roman Kresta (beide Ford Focus), 5 Petter Solberg, 6 Stephane Sarrazin (beide Subaru Impreza), 7 Marcus Grönholm, 8 Nicolas Bernardi (beide Peugeot 307), 9 Harri Rovanperä, 10 Gilles Panizzi (beide Mitsubishi Lancer), 11 Armin Schwarz, 12 Alexandre Bengue (beide Skoda Fabia), 14 Daniel Sola (Ford Focus), 15 Anthony Warmbold (Ford Focus), 16 Chris Atkinson (Subaru Impreza), 17 Jan Kopecky (Skoda Fabia), 18 Mikko Hirvonen (Ford Focus), 19 Xavier Pons (Citroen Xsara), 20 Nicolas Vouilloz (Skoda Fabia).

Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb 117; 2. Grönholm und Solberg je 71; 4. Gardemeister 58; 5. Märtin 53; 6. Rovanperä 31; 7. Duval 29; 8. Kresta 22; 9. Stohl 16; 10. Sainz 11; 11. Galli 10; 12. H. Solberg 9; 13. Hirvonen und Atkinson je 8; 15. Panizzi 7; 16. Sarrazin 6; 17. Carlsson 5; 18. Warmbold 4; 19. Bengue 3; 20. Pons und McRae je 2; 22. Bernardi, Pykälistö und Higgins je 1.

Stand in der Marken-WM:
1. Citroën 160; 2. Peugeot 130; 3. Ford 93; 4. Subaru 89; 5. Mitsubishi 59; 6. Skoda 15.

Stand in der JWRC:
1. Sordo 43; 2. Wilks 35; 3. Andersson und Meeke je 30; 5. Aava 27; 6. 6. Katajamäki 23; 7. Baldacci 20; 8. Betti 17; 9. Prokop und Cecchettini je 6; 11. Valousek 8; 12. Scorcioni und Rautenbach je 6.
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