Zeigen Henrich/Schulten auch am Samstag der Konkurrenz das Heck?
Routine oder Newcomer, Opel oder Ford, Serienwagen oder DTC-Bolide, Hessen-Niederrhein oder Schwaben? Die Ausgangslage vor dem achten und letzten Lauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ verspricht absolute Hochspannung. „Ich freue mich, gleich mit einer solchen Ausgangslage im CHC zu debütieren. Das wird ein großartiger Renn-Samstag – garantiert“, verspricht Organisationsleiter Werner Klasen vom veranstaltenden AC Oberhausen.
Klasen und seine Mannschaft haben zwar schon viele Motorsportveranstaltungen durchgeführt, aber im CHC und auch auf dem Nürburgring ist es für den ADAC-Club aus dem Ruhrgebiet eine Premiere. „Wir haben eine hervorragende Unterstützung vom ganzen Cup, speziell aber vom Brühler Club und dessen Chef Hans-Werner Hilger. Mit ihm haben wir sicherlich einen der besten Rennleiter überhaupt!“ ist Klasen überzeugt.
Die Ausgangslage der beiden möglichen Titel-Protagonisten ist relativ klar: Ludger Henrich aus Schmitten am Feldberg und sein Teamkollege Jürgen Schulten aus dem niederrheinischen Hamminkeln führen vor dem Finale die Tabelle an. Mit ihrem Pink Power Performance Center-Opel Corsa GSi haben die beiden alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen sie ihre mit mindestens drei Startern besetzte Klasse, die VLN-Serienwagen bis 1850 ccm (V2), ist die Meisterschaft unter Dach und Fach. Beim ersten Nennschluss lagen sogar fünf Nennungen vor.
Ein zweiter Rang bei fünf Startern würde den vielfachen Opel-Sportpokal-Gewinnern – und Schulten war bereits 2000 CHC-Champion – allerdings nicht reichen. Konkurrent Bastian Hüttinger, der 25jährige CHC-Shootingstar des Jahres aus Neuenstein, geht in der mit 16 Fahrzeugen (Stand 1. Nennschluss) proppevollen Gruppe H bis 2000 ccm an den Start. Ein Sieg vom Ford Escort-Piloten und gleichzeitig kein Erfolg der PPPC-Truppe und der begehrte Titel ging ins Ländle. Bei sechs Startern in der V2 würde Schulten/Henrich aufgrund des starterzahlenabhängigen Punktesystems jedoch bereits ein zweiter Rang reichen.
Der Start zur ADAC-Rundstrecken-Challenge „Rhein-Ruhr“ erfolgt am kommenden Samstag um 13.00 Uhr. Spätestens dann heißt es „when the flag drops, the bullshit stops“ und 15 Runden oder 312,45 Kilometer später wissen wir, wer Nachfolger von Jörg Weber (Kehrig) ist.