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2005-10-23 16:00:26 - ju
WRC: 12:0 für Loeb

Super Seb markierte als erster Pilot alle Bestzeiten bei einem WRC-Lauf
Überlegener kann ein Sieg nicht ausfallen: Sebastien Loeb markierte auf allen 12 Wertungsprüfungen der Tour de Corse – Rallye France die Bestzeit. Am Ende hatte der als Weltmeister feststehende Citroën-Pilot dann fast zwei Minuten Vorsprung auf Toni Gardemeister im Ford Focus, der als zweiter eine starke Leistung zeigte. Petter Solberg wurde im Subaru dritter vor seinem Teamkollegen Stephane Sarrazin.

„Wir hatten keine Probleme, alles lief prima“, freute sich Loeb im Ziel und watschte dann seine Konkurrenten so richtig ab. „Zum Schluss haben wir ein paar Fahrwerkseinstellungen für den nächsten Lauf in Spanien getestet.“ Wie müssen sich nach solchen Aussagen die Konkurrenten fühlen, die auf der letzten Rille um Punkte und Positionen kämpfen? „Super Seb“ fährt einfach in einer anderen Welt.

Am meisten frustriert ist wohl sein Teamkollege Francois Duval, der es mit den gleichen Eckdaten Citroën und Michelin nicht annähernd schafft, das Tempo des Weltmeisters mitzugehen. Der Belgier beansprucht wesentlich stärker das Material, welches sich in Bremsproblemen am zweiten Tag widerspiegelte. Und heute rollte Duval den Xsara in der Auftaktprüfung. Die Beschädigungen waren zu stark, um weiterzufahren. Da auch Peugeot bereits am ersten Tag einen Ausfall für Grönholm hatte, konnte sich Citroën trotz Duvals Missgeschick in der Hersteller-WM weiter absetzen und hat jetzt zwei Läufe vor Schluss 30 Punkte Vorsprung auf die Konzernschwester.

Fords 100. WRC-Einsatz für den Focus wurde mit dem tollen zweiten Rang für Gardemeister belohnt. Der Finne war zuvor bereits in Monte Carlo und Griechenland zweiter geworden. Teamkollege Roman Kresta freute sich ebenfalls mächtig über den fünften Platz und sein bestes Saisonergebnis. In der Herstellerwertung bleiben Subaru und Ford dicht beieinander, derzeit hat das Blue Oval vier Zähler mehr auf dem Konto.

Als sechster sorgte Alexandre Bengue für das beste Saisonergebnis eines Skoda. Der Franzose zeigte wie schon Colin McRae in Großbritannien, dass der kleine Tscheche besser als sein Ruf ist. Bengue kämpfte bis zum Schluss um Rang fünf und musste sich nur um 6,3 Sekunden geschlagen geben. Xavier Pons sammelte im privaten Kronos-Citroën Xsara ebenfalls seine ersten WM-Punkte der Saison.

Im Kampf um den letzten Fahrer-WM-Punkt behielt Nicolas Bernardi im verbliebenen Peugeot 307 knapp die Oberhand gegenüber Gianluigi Galli im Mitsubishi Lancer. Teamkollege Harri Rovanperä komplettierte die Top Ten.

In der Junior-World-Rally-Championship für Super 1600 Fahrzeuge sorgte Mirco Baldacci für den ersten Fiat-Saisonsieg. Der Sanmarinese siegte vor Tabellenführer Daniel Sordo (Citroën C2) sowie Kosti Katajamäki im Suzuki Ignis.

Mit sieben Bestzeiten war Sordo der schnellste Mann der Rallye, blieb aber aufgrund von Elektrikproblemen in der achten Prüfung stehen und kassierte hierfür fünf Strafminuten. Dank SupeRally konnte der Spanier am letzten Tag wieder starten und sammelte als zweiter wichtige Punkte im Kampf um den WM-Titel. Kris Meeke büßte alle Siegeschancen aufgrund von zwei Reifenschäden ein.

Sordo führt jetzt mit acht Punkten Vorsprung die JWRC-Tabelle vor Suzuki-Pilot Guy Wilks an, welches bedeutet, dass im beim Saisonfinale in Spanien ein siebter Platz dem Titelgewinn reichen würde.

Gesamtklassement nach 12 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 3:35.46,7 Stunden
2. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 1.51,7 Minuten
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 2.44,7 Min.
4. Sarrazin/Giraudet (Subaru Impreza/P) + 3.34,2 Min.
5. Kresta/Tomanek (Ford Focus/M) + 5.21,5 Min.
6. Bengue/Escudero (Skoda Fabia/M) + 5.27,8 Min.
7. Pons/del Barrio (Citroën Xsara/M) + 5.41,8 Min.
8. Bernardi/Fortin (Peugeot 307) + 6.32,1 Min.
9. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 6.37,8 Min.
10. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 9.22,5 Min
11. Vouilloz/Pivato (Skoda Fabia) + 10.09,5 Min.
12. Kopecky/Schovanek (Skoda Fabia) + 10.49,3 Min.
13. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 11.47,1 Min.
14. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 20.42,9 Min. (1. JWRC)
15. Sordo/Marti (Citroën C2) + 23.11,5 Min.
16. Latvala/Anttila (Subaru Impreza) + 24.07,1 Min. (1. Gruppe N)
17. Katajamäki/Allane (Suzuki Ignis) + 24.51,1 Min.
19. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 29.01,8 Min.
M= Michelin, P=Pirelli

wichtige Ausfälle:
WP 9: Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) Überschlag
WP 6: Sola/Amigo (Ford Focus/M) Unfall
nach WP 5: Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) Reifen
nach WP 4: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) Getriebe
WP 2: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Getriebe

WP-Bestzeiten:
Loeb 12; JWRC: Sordo 7, Meeke 4, Baldacci 1.

Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb 117; 2. Grönholm und Solberg je 71; 4. Gardemeister 58; 5. Märtin 53; 6. Rovanperä 31; 7. Duval 29; 8. Kresta 22; 9. Stohl 16; 10. Sainz 11; 11. Galli 10; 12. H. Solberg 9; 13. Hirvonen und Atkinson je 8; 15. Panizzi 7; 16. Sarrazin 6; 17. Carlsson 5; 18. Warmbold 4; 19. Bengue 3; 20. Pons und McRae je 2; 22. Bernardi, Pykälistö und Higgins je 1.

Stand in der Marken-WM:
1. Citroën 160; 2. Peugeot 130; 3. Ford 93; 4. Subaru 89; 5. Mitsubishi 59; 6. Skoda 15.

Stand in der JWRC:
1. Sordo 43; 2. Wilks 35; 3. Andersson und Meeke je 30; 5. Aava 27; 6. 6. Katajamäki 23; 7. Baldacci 20; 8. Betti 17; 9. Prokop und Cecchettini je 6; 11. Valousek 8; 12. Scorcioni und Rautenbach je 6.


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