 |
WRC: Duvals Bremsprobleme sorgen für Spannung

|
 |
Petter Solberg will Platz drei verteidigen |
 |
 |
 |
 |
| Sebastien Loebs überlegene Vorstellung fand auch am zweiten Tag der Tour de Corse ihre Fortsetzung. Der Citroën-Pilot markierte erneut alle vier möglichen Bestzeiten und führt jetzt das Klassement mit eineinhalb Minuten Vorsprung an. Am letzten Rallyetag, wo nochmals vier WPs auf dem Programm stehen, ist eigentlich nicht die Frage, ob Loeb gewinnt, sondern mit welchem Vorsprung und ob der Franzose bei seinem Heimspiel wirklich alle Bestzeiten markieren kann. „Aber das ist für mich nicht wichtig“, dämpfte Loeb. „Ich möchte, mehr nicht.“
Für Spannung sorgten auf der zweiten Etappe Bremsprobleme beim Teamkollegen Francois Duval. Der Belgier büßte auf den ersten WPs des Tages über eine Minute ein und rutschte auf den fünften Rang zurück. Toni Gardemeister im besten Ford und mit Michelin-Reifen unterwegs sowie das Pirelli-Subaru-Doppel Petter Solberg und Stephane Sarrazin zogen vorbei. Am Nachmittag war Duval dann jeweils zweitschnellster hinter Loeb und zog zumindest wieder an Sarrazin vorbei.
„Ich kann nicht schneller, das war volles Rohr“, meinte ein enttäuschter ehemaliger Formel 1-Pilot. Und auch Petter Solberg fürchtet um seinen dritten Platz. „Heute auf der letzten Prüfung haben wir zuviel Zeit liegengelassen. Das wird morgen noch mal richtig eng“, ist der norwegische Weltmeister von 2003 überzeugt.
25 Sekunden vor Solberg liegt Toni Gardemeister auf Rang zwei. Eine saubere Vorstellung des Finnen bislang, die sicherlich auch für ein mögliches Engagement in 2006 förderlich ist. „Wir sind zufrieden, wir hoffen natürlich, den zweiten Platz zu halten.“
Auf den sechsten Rang ist Gardemeisters Teamkollege Roman Kresta vorgerückt, nachdem Ford-Privatier Daniel Sola seinen Focus in WP sechs zehn Meter unterhalb der Strecke versenkte. Alex Bengue schlägt sich weiter wacker mit dem Skoda Fabia und liegt als siebter auf Fahrer- und Marken-WM-Punkte-Kurs.
Zufrieden war auch Xavier Pons mit dem zweiten Tag am Steuer des Kronos-Citroën Xsara. „Ich fühle mich hier so richtig wohl. Und dann passt auch noch das Umfeld. Das Auto läuft sensationell, der Asphalt von Korsika liegt mir – und es hat vor allem nicht geregnet. Doch wir dürfen nicht übermütig werden, denn morgen stehen noch vier harte Prüfungen bevor“, meinte Pons und ergänzte: „Ich habe nur 2,7 Sekunden Rückstand auf Bengue und ich werde alles versuchen, ihn zu überholen. Doch das wird noch ein harter Kampf werden, bei dem man sich nicht den geringsten Schnitzer erlauben darf.“
Peugeot-Werkspilot Nicolas Bernardi kommt mit dem 307 immer besser zurecht und verbesserte sich auf den zehnten Gesamtrang knapp hinter Mitsubishi-Pilot Gianluigi Galli. Anthony Warmbold rutschte nach Hydraulikproblemen auf den Platz 14 zurück, Armin Schwarz gab nach einem Reifenschaden vorzeitig auf. In der JWRC bekamen beide Citroën C2 Probleme, so dass überraschend Mirco Baldacci im Fiat Punto Abarth die Spitze übernommen hat. Kosti Katajamäki liegt im Suzuki Ignis auf Rang zwei, dritter ist Renault Clio-Pilot Luca Betti.
Gesamtklassement nach 8 von 12 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 2:38.10,7 Stunden
2. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 1.30,5 Minuten
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 1.55,1 Min.
4. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 2.19,7 Min.
5. Sarrazin/Giraudet (Subaru Impreza/P) + 2.27,7 Min.
6. Kresta/Tomanek (Ford Focus/M) + 3.56,1 Min.
7. Bengue/Escudero (Skoda Fabia/M) + 4.41,9 Min.
8. Pons/del Barrio (Citroën Xsara/M) + 4.44,6 Min.
9. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 5.26,8 Min.
10. Bernardi/Fortin (Peugeot 307) + 5.53,8 Min.
11. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 7.02,5 Min.
12. Kopecky/Schovanek (Skoda Fabia) + 8.44,4 Min.
13. Vouilloz/Pivato (Skoda Fabia) + 9.17,7 Min.
14. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 10.15,2 Min.
15. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer/P) + 14.51,6 Min.
16. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 15.00,3 Min. (1. JWRC)
17. Katajamäki/Allane (Suzuki Ignis) + 18.10,2 Min.
18. Latvala/Anttila (Subaru Impreza) + 18.20,3 Min. (1. Gruppe N)
19. Betti/Agnese (Renault Clio) + 18.24,3 Min.
20. Sordo/Marti (Citroën C2) + 18.46,9 Min.
20. Meeke/Patterson (Citroën C2) + 6.09,5 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 6: Sola/Amigo (Ford Focus/M) Unfall
nach WP 5: Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) Reifen
nach WP 4: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) Getriebe
WP 2: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Getriebe
Verwandte News: Tag 1 wie immer „calm“ Ein Korsika-Sieg fehlt in Loebs Sammlung |  |