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2005-10-12 23:49:51 - ju
WRC: Ein Korsika-Sieg fehlt in Loebs Sammlung

Würde natürlich gerne auch mal die Rallye de France gewinnen: Sebastien Loeb
Nachdem sich Sebastien Loeb bereits beim letzten Lauf in Japan vorzeitig den Fahrer-Titel gesichert hatte, stehen bei der bevorstehenden Tour de Corse vor allem der Kampf in der Marken-WM und um den Gesamtsieg in Vordergrund. Und – man höre und staune – beim vermeintlichen Heimspiel hat Super-Seb noch nicht gewonnen!

„Ich würde natürlich gerne auch mal die Rallye de France gewinnen“, sagt der Citroen-Pilot. „Aber man darf keinen Fehler machen und die Konkurrenz ist sehr stark. Wir wollen zum dritten Mal in Folge die Marken-WM gewinnen, daher werde ich nicht mit zu viel Risiko an den Start gehen. 22 Punkte Vorsprung können schnell schmelzen.“ Aber: Glaubt denn noch irgendjemand ernsthaft, daß Peugeot die Konzernschwester in der Marken-WM abfangen kann?

Nach dem Ausstieg von Grönholm bei der RAC Rallye, nachdem Teamkollege Markko Märtin den fatalen Unfall hatte, verfügt Citroen über ein großes Polster. Und von den drei noch ausstehenden WRC-Läufen des Jahres stehen mit Korsika und Catalunya zweimal Asphalt aus dem Programm. Ohnehin eher etwas für Citroen-Michelin als Peugeot-Pirelli …

Nachdem der im Vorjahr auf Korsika siegreiche Markko Märtin für den Rest der Saison seinen Ausstieg bekannt gab, verpflichtete Peugeot den Franzosen Nicolas Bernardi für das zweite Auto neben Marcus Grönholm. Der finnische Teamleader hofft vor allem auf Regen. „Es muss auf Korsika regnen sonst haben wir nur geringe Chancen“, ist Grönholm überzeugt. „Vor zwei Jahren hat Petter Solberg auch mit Pirellis bei der Tour de Corse gewonnen – aber im Regen!“ Übrigens gab Grönholm bekannt, daß er bei Ford einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat und somit nach sieben Jahren – und zwei Fahrer-WM-Titeln – ab 2006 für das Blue Oval startet.

Apropos Ford: Zu Beginn der Saison war die Truppe von Malcolm Wilson schnell auf Asphalt. Toni Gardemeisters zweiter Platz in Monte Carlo belegt dieses. In Deutschland waren die Michelin-Focus` dann nicht siegfähig und Teamkollege Roman Kresta gleich mehrfach neben der Strecke. Mal sehen, ob Gardemeister dieses Mal besser zu Recht kommt. Zumal der Finne sicherlich im kommenden Jahr gerne mit seinem Landsmann Grönholm das Ford-Doppel bilden möchte.

Auch der sechsfache Korsika-Sieger Didier Auriol wird über die Startrampe in Ajaccio rollen, der exzentrische Franzose lenkt einen Peugeot 307 von Bozian Racing.

Die wichtigsten Starter im Überblick:
1 Sébastien Loeb, 2 Francois Duval (beide Citroën Xsara), 3 Toni Gardemeister (Ford Focus), 5 Petter Solberg, 6 Stephane Sarrazin (beide Subaru Impreza), 7 Marcus Grönholm, 8 Nicolas Bernardi (beide Peugeot 307), 9 Harri Rovanperä, 10 Gilles Panizzi (beide Mitsubishi Lancer), 11 Armin Schwarz, 12 Alexandre Bengue (beide Skoda Fabia), 14 Antony Warmbold (Ford Focus), 15 Roman Kresta (Ford Focus), 16 Daniel Sola (Ford Focus), 17 Chris Atkinson (Subaru Impreza), 18 Gianluigi Galli (Mitsubishi Lancer), 19 Jan Kopecky (Skoda Fabia), 20 Didier Auriol (Peugeot 307), 22 Nicolas Vouilloz (Skoda Fabia), 23 Xavier Pons (Citroen Xsara).

Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb 107; 2. Grönholm 71; 3. Solberg 65; 4. Märtin 53; 5. Gardemeister 50; 6. Rovanperä 31; 7. Duval 29; 8. Kresta 18; 9. Stohl 16; 10. Sainz 11; 11. Galli 10; 12. H. Solberg 9; 13. Hirvonen und Atkinson je 8; 15. Panizzi 7; 16. Carlsson 5; 17. Warmbold 4; 18. McRae 2; 19. Sarrazin, Pykälistö und Higgins je 1.

Stand in der Marken-WM:
1. Citroën 150; 2. Peugeot 128; 3. Ford 81; 4. Subaru 78; 5. Mitsubishi 57; 6. Skoda 12.

Stand in der JWRC:
1. Wilks und Sordo je 35; 3. Andersson 30, 4. Meeke 29; 5. Aava 22; 6. 6. Betti und Katajamäki je 17; 8. Baldacci 10; 9. Valousek 8; 10. Prokop je 7; 11. Cecchettini und Scorcioni je 6; 13. Rautenbach 2.
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