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WRC: Grönholm attackiert, Loeb auf WM-Kurs

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Der König der Löwen zeigte sich heute bissig: Marcus Grönholm |
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| 12 Wertungsprüfungen mussten die Piloten auf der zweiten Etappe der Rallye Japan bewältigen. 12 Mal Spannung und Abwechslung pur, denn statt der Dominanz eines Fahrers gab es ein munteres Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. Am Ende des Tages lag immer noch Petter Solberg in Führung, trotz massiver Attacken von Marcus Grönholm. Sebastien Loeb fiel auf Rang drei zurück. Eine Position, die dem Franzosen reichen würde, morgen seinen zweiten WM-Titel zu sichern.
Der zweite Tag begann mit einer Bestzeit (WP 10) von Harri Rovanperä. „Dirty Harri“ untermauerte nachhaltig seine Stärken auf Schotter und die immer bessere Performance des Mitsubishi Lancer. Der Finne war auch auf der letzten Prüfung des Tages (WP 21) der Schnellste und vergrößerte seinen Vorsprung auf Chris Atkinson, der mit dem Subaru Impreza nach zunächst starken Zeiten auf der ersten Etappe immer weiter zurückfällt.
Gianluigi Galli im zweiten Mitsubishi markierte zwar keine Bestzeit, war aber viermal Zweitbester und zog in der Gesamtwertung sogar an Rovanperä vorbei auf Rang vier. Die beiden sind aber gerade einmal 1,1 Sekunden voneinander getrennt. Welch ein Jammer für Mitsubishi, daß Galli nicht für Marken-WM-Punkte nominiert wurde …
Die Prüfungen 11, 12 und 14 wurden allesamt eine Beute von Marcus Grönholm, der nach WP 12 auch an Loeb vorbeizog und Platz zwei übernahm. Der Rückstand auf Petter Solberg schmolz beträchtlich, der Norweger musste zum Gegenangriff übergehen. Denn im Subarus Heimat wollte „Hollywood“ wieder als Sieger auf der Zielrampe gefilmt werden. Und der Norweger schlug zurück, zeigte dem König der Löwen die Wikinger-Zähne und war in den Prüfungen 13, 16 sowie 18 bis 20 nicht zu bremsen. Einzig in WP 17 konterte Grönholm, der Abstand pendelte sich zum Ende des Tages wieder auf knapp über 30 Sekunden ein.
Sebastien Loeb liegt über eine Minute hinter Solberg und – und das ist eigentlich das Entscheidende – über eine Minute vor dem Mitsubishi-Doppel Galli-Rovanperä. Damit ist der Franzose derzeit locker Dritter, eine Position, die auf jeden Fall zum erneuten WM-Titel reichen würde. Egal was Solberg und Grönholm erreichen.
Apropos erreichen: Galli hat gerade einmal 13 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Citroen-Mann Francois Duval, der derzeit siebter ist. Zwei Sekunden davor ist Atkinson was bedeutet, daß vier Piloten innerhalb von 13 Sekunden liegen und der Kampf um Rang vier sicherlich das Salz im Sushi des letzten Rallyetages sein wird.
Innerhalb der Ford-Fraktion hat Toni Gardemeister die Hackordnung wieder hergestellt. Der Finne ist jetzt achter, nachdem er heute mit seinem Aufschrieb besser zu Recht kam. Gegenüber Duval hat Gardemeister aber schon 1.10 Minuten Rückstand. Zu viel, um auf der letzten Etappe noch weiter nach vorne zu kommen.
Gesamtklassement nach 21 von 26 Wertungsprüfungen:
1. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) 2:34.23,6 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) + 32,3 Sekunden
3. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) + 1.11,1 Minuten
4. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 2.42,7 Minuten
5. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 2.43,8 Min.
6. Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) + 2.53,7 Min.
7. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 2.55,6 Min.
8. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 4.05,2 Min.
9. Kresta/Mozny (Ford Focus/M) + 4.21,9 Min.
10. Carlsson/Andersson (Peugeot 307/P) + 5.36,2 Min.
11. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 7.02,2 Min.
12. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 9.22,8 Min.
13. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer/P) + 12.28,3 Min.
14. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 16.39,3 Min. (1. PCWRC)
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 20: Sola/Amigo (Ford Focus/M) Unfall
vor WP 9: Sola/Amigo (Ford Focus) Felgen, Weiterfahrt am 2. Tag
WP 7: Hirvonen/Lehtinen (Skoda Fabia/M) Überschlag
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