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2005-09-19 21:23:12 - ks
CHC: Wieder Wechsel, jetzt Hüttinger Tabellenführer

Aust/Majewski feierten den zweiten Saisonsieg
Beim sechsten Lauf zum Castrol-HAUGG-Cup „um die Willi Hieke Pokale“ feierten Stefan Aust und Guido Majewski aus Münster ihren zweiten Gesamtsieg der laufenden Saison. Nach zweimal 26 Runden auf dem Nürburgring-Grang-Prix-Kurs siegte das Duo am Steuer des Bonk-BMW M3 mit 33 Sekunden Vorsprung auf Markenkollege Hans-Rolf Salzer (Alpenrod). Mit weiteren 38 Sekunden Rückstand folgte Johannes Trimborn (Swisttal) im Audi S2, der zum zweiten Mal in diesem Jahr aufs Treppchen fuhr. Bei optimalen äußeren Bedingungen freute sich der veranstaltende MSC Bork e. V. im ADAC, daß mit 75 Startern das maximal Erlaubte erreicht wurde.

An der Tabellenspitze gab es einen erneuten Wechsel: Dank seinem Sieg bei den 24h-Specials bis 2000 ccm ist jetzt Bastian Hüttinger vorne. Der 25jährige Ford Escort-Pilot profitierte allerdings vom Pech des lange Zeit führenden Matthias Holle, der zu Beginn der zweiten Rennhälfte seinen Honda S2000 mit einem technischem Defekt abstellen musste. Zweiter wurde Markus Schumacher aus Bonn mit dem sms-BMW 320iS. Und als dritte freuten sich der amtierende Meister Jörg Weber aus Kehrig sowie Tomislav Vladovic (Ettlingen) endlich über ein zählbares Resultat, nachdem die Defekthexe heuer den JÖWE-Ford Escort gleich mehrfach befallen hatte.

Den bisherigen Tabellenführern Jürgen Schulten (Hamminkeln) und Ludger Henrich (Schmitten) wurden die Sollzeitrunden zum Verhängnis. In fünf der sechs Sollzeitabschnitte sammelten die beiden Strafpunkte. Ralf Grass/Torsten Grass (Uedem/Mönchengladbach) fuhren im Grass Racing-BMW 318iS somit zum ersten Saisonsieg und rückten in der Meisterschaft hinter Hüttinger, Schulten und Henrich auf Rang vier vor.

Nach Wochen harter Arbeit kehrte André Krumbach aus Eschweiler wieder in die Erfolgsspur zurück. Gleich zweimal – das erste Mal bei den ADAC 24 Stunden – war der KRS-Honda Civic bei Unfällen schwer beschädigt worden. Außerdem gab es reichlich Probleme mit dem Getriebe. Hielt die Technik, war der Pilot aus Eschweiler immer ganz weit vorne, feierte beim CHC-Lauf vor den 24 Stunden sogar einen Gesamtsieg! Auch dieses Mal sahen die Wettbewerber in der Gruppe N/F bis 2000 ccm nur den Auspuff vom schwarzen Civic, Krumbach siegte mit achteinhalb (!) Minuten Vorsprung vor Peter Maurer/Heinz Kilp (Bad Soden/Kelkheim), für die es im Opel Vectra das beste Saisonergebnis bedeutete.

Pech hatte Mitfavorit Thomas Asmuth aus Wuppertal, der gleich zu Beginn einen Reifenschaden hatte und rund sieben Minuten verlor. Zur Halbzeit verzählte sich der BMW-Pilot und drehte eine Runde zuviel. Als zweiter vom zweiten Teil mit nur 1.49 Minuten Rückstand auf Krumbach sammelte Asmuth noch wichtige Zähler für die Meisterschaft, wo der Pilot der MSF Solingen weiterhin intakte Chancen hat.

In der Gruppe H bis 1600 ccm dominierten Peter Herberg/Wilhelm Dohmen (Weilerswist/Aachen) im KRS-VW Polo sowie Thomas Krüger aus Stolberg im TK-Honda Civic jeweils einen der beiden Läufe souverän, schieden im anderen mit technischen Problemen aus. In der Addition hatten somit Jörg Kosmalla (Köln) und Benno Cormann (Neuenrade) im Otto-Opel Corsa die Nase vorn, obwohl Cormann eine kleine Kollision mit dem Bonk-BMW hatte.

Für die meiste Abwechslung des Tages sorgten die Teams der Gruppe H bis 2000 ccm. Am Ende feierte Gerald Schalk aus Wetter mit dem bildschönen Italo-BMW M3 seinen ersten CHC-Sieg überhaupt vor Udo Wachsmuth/Bastian Krause (Nachrodt/Dortmund) im Escher-VW Golf GTi. Letztgenannte legten im ersten Durchgang einen High-Speed-Dreher im Haug-Haken hin, der rund 20 Sekunden kostete. Im zweiten Teil kostete ein unplanmäßiger Boxenstopp rund drei Minuten.

Trotz technischer Probleme und einem Bremsplatten erreichte Mathias Bungard aus Eitorf mit dem ETH-Citroen ZX im ersten Teil noch das Ziel und sammelte wenigstens ein paar Pünktchen für die Meisterschaft. Teamkollege Dr. Gunther David aus Mönchengladbach musste dann in Runde 15 vom zweiten Teil das Fahrzeug endgültig mit technischen Problemen in der Mercedes-Arena parken. Christian Rziczny (Vörden), zuletzt guter zweiter, strandete im ersten Teil mit Problemen an der Kraftübertragung am Audi Coupé.

Nach längerer Pause kehrten die beiden Wuppertaler Clemens Pietzkowski und Boris Brunnacker in den CHC zurück und siegten am Volant des Edgar Dören Motorsport-Porsche prompt in der Gruppe H über 2000 ccm vor den Markenkollegen Dr. Jan Wienands/Dr. Ursula Teichmann (beide Köln) sowie der Chevrolet Corvette von Nicolas Drakos/Bukrhard Metzger (Hünxe/Wesel).

In der Michaela-Lochmann-Trophy – dem sogenannten CHC-light – enteilen die beiden Benninghoven-Golf-Teams weiter der Konkurrenz. Meister Holger Träger (Bochum) sowie Karl-Heinz Zammert (Düsseldorf) siegten in der Gruppe F bis 2000 ccm, Christof Degener/Dirk Kehrberg (Hattingen/Bochum) bei den Specials bis 2000 ccm. Beide Teams blieben auch als einzige Teams strafpunktfrei. Degener/Kehrberg könnten bereits beim nächsten Lauf vorzeitig Meister werden.

Bei den Specials über 2000 ccm siegten Michael Daum/Timo Malburg (Dreisbach/Grimburg) im VW Golf GTi, über ihren ersten CHC-Klassensieg bei den Specials bis 1600 ccm freute sich das luxemburger Vater und Sohn-Team Daniel und Patrick Havermans im VW Golf GTi. Die Gruppe F bis 1600 ccm gewannen die Brüder Peter und Gerd Hoven (Aldenhoven/Jüchen) im Opel Astra 1,6.


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