„Volles Haus“ meldet der Motorsportclub Bork e. V. im ADAC für den kommenden Samstag. Für den sechsten von acht Läufen zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ waren schon rund zwei Wochen vor dem Nennungsschluß alle 72 Startplätze vergeben. „Das ging verdammt zügig, aber nach den Starterzahlen der letzten CHC-Läufen nicht unbedingt überraschend“, freute sich Thorsten Drichel (Selm) vom Veranstalter. „Wir werden die light-Klassen auf die beiden CHC-Läufe aufteilen, so konnten wir wenigstens ein paar Nennungen mehr annehmen.“
Einmal im Jahr gibt der CHC ein Gastspiel auf dem Nürburgring-Grand-Prix-Kurs, der aktuellen Formel 1-Piste. Auf dieser hochmodernen, den aktuellen F1-Boliden angepassten Retortenstrecke, lebt der Mythos der höchsten Motorsportklasse weiter. Bei der Rundstrecken-Challenge „Um die Westfalen-Trophy“ des MSC Bork stehen insgesamt 52 Runden auf der 5,141 Kilometer langen Strecke auf dem Programm. Dieses entspricht 267,332 Kilometern.
„Für die CHC-Teams bedeutet dieses fast eine komplette Formel 1-Distanz, da werden die Jungs und Mädels ganz schön ins Schwitzen kommen“, weiß Organisationsleiter Thorsten Drichel aus Selm. „Aufgrund der kurzen Streckenlänge sind halt nur 72 Fahrzeuge startberechtigt, da wird es voll und eng. Und spannend.“
In den bisherigen vier durchgeführten Saisonläufen – der Auftakt fiel wegen Nebels buchstäblich ins Wasser – gab es vier verschiedene Gesamtsieger. Einer von vielen Indikatoren für das nicht nur große, sondern auch homogene Starterfeld des CHC. Vielleicht gibt es am kommenden Samstag bei den 52 Runden auf dem Nürburgring GP-Kurs (= 267,332 Kilometer) wieder einen anderen Gesamtsieger, denn Boris Brunnacker und Clemens Pietzkowski kehren nach längerer Pause zurück. Mit ihrem Porsche Carrera aus dem Hause Edgar Dören Motorsport zählen die beiden Wuppertaler zu den großen Favoriten.
Peter und Michael Bonk (Senden/Greven) hatten den vierten CHC-Lauf lange Zeit dominiert, ehe die Defekthexe am 24h-Specials-BMW M3 zuschlug. Die Brüder wollen jetzt natürlich die Revanche mit dem Fahrzeug, mit welchem sie auch viele Stunden lang ihre Klasse bei den ADAC-24 Stunden anführten. Ebenfalls mit einem BMW M3 – allerdings in seriennaher Gruppe F-Spezifikation – hofft Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod an frühere Erfolge anzuknüpfen. Zwar hielt der Motor beim letzten CHC-Lauf, doch ließ die Leistung zu wünschen übrig und der Harosa-Pilot büßte pro Umlauf rund zehn Sekunden ein. Erstmals auf dem GP-Kurs geht der Hückeswagener Peter Festl, Sieger vom letzten Lauf, mit seinem Porsche GT3 an den Start.
Als Tabellenführer reisen Ludger Henrich und Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) zum ADAC-Event. Das Duo ist bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm heuer unbesiegt und übernahm nach dem letzten Lauf am 3. September auf der Nordschleife die Spitze, nachdem die Halbzeitmeister Udo Wachsmuth/Bastian Krause (Nachrodt/Dortmund) ihren VW Golf mit einer gebrochenen Antriebswelle abstellen mussten.
Vorläufiger Zeitplan:
Freitag, 16.09.2005
13:30 Uhr: Test- und Einstellfahrten Für Tourenwagen (Dauer 25 Minuten)
15:15 Uhr: Test- und Einstellfahrten Für Tourenwagen (Dauer 25 Minuten)
17:30 Uhr: Test- und Einstellfahrten Für Tourenwagen (Dauer 25 Minuten)