Hatten am Ende die Nase vorne: Chilton / Shimoda im Zytek 04S
Das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring entschied sich erst in den letzten Minuten: Tom Chilton und Hayanari Shimoda gewannen mit ihrem Zytek 04S nach sechs Stunden und 193 gefahrenen Runden mit einem Vorsprung von 10.767 Sekunden auf Allan McNish und Stephane Ortelli im favorisierten Audi R8. Dritte wurden die Polesitter Nicolas Minassian und Jamie Campbell Walter im Judd DBA 03S des Team Creation Autpsportif.
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 25 °C verfehlten die Sieger die magische 1000-Kilometer-Marke nur knapp. Die gefahrene Distanz auf dem 5,137 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs betrug 991,441 Kilometer. Von 44 gestarteten Fahrzeugen kamen vor einer enttäuschenden Zuschauerkulisse in der Eifel 33 Fahrzeuge ins Ziel.
In der LMP2-Kategorie sicherten sich Didier Theys und Eric van de Poele den Sieg im Judd Lola B05/40. Das deutsche Team Kruse Motorsport musste bereits nach rund 90 Minuten die Segel streichen. Technische Probleme am Courage C65 Judd bedeuteten für Phil Bennett aus Großbritannien Juan Barazi aus Dänemark das Aus nach nur 47 gefahrenen Runden.
Den Klassensieg bei den GT1-Fahrzeugen errangen Turner/Dor/Bell im Aston Martin. Auch in dieser Klasse hatte die deutsche Beteiligung das Nachsehen: Marcel Tiemann und Wolfgang Kaufmann kamen im Porsche 996 Bi-Turbo lediglich auf 30 Runden.
Besser lief es für Marc Lieb Aus Ludwigsburg. Der Porsche-Werksfahrer fuhr zusammen mit seinem Teampartner Xavier Pompidou den Sieg bei den GT2-Fahrzeugen ein. Das Duo hatte im Porsche 996 GT3 R des Team Sebah Automotive am Ende mit eine Runde Vorsprung auf die Zweitplatzierten Donny Crevels und Jerome Blekemolen im Spyker C8 Spider GT2R. Der spektakuläre Sportwagen ist mit einem Audi-Motor ausgestattet und trug so zur teilweisen Ehrenrettung der Ingolstädter bei.