CHC: Volles Feld beim Auftakt der zweiten Saisonhälfte
Auf der Nordschleife geht es am Samstag wieder rund
Die Sommerpause ist vorbei, die Teilnehmer können es kaum mehr erwarten: Am kommenden Samstag geht der Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ in seine zweite Saisonhälfte. Der „Nordeifelpokal“ des Motor Club Roetgen ist der fünfte von acht Saisonläufen zur ältesten Nürburgring-Serie. „Wir sind mit dem Nennungsergebnis zufrieden, rund einhundert Fahrzeuge aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland werden bei uns an den Start gehen“, freut sich MCR-Chef und Rennleiter Karl-Heinz Breidbach. „Die Wettervorhersage ist auch gut, so dass erstklassigem Motorsport nichts mehr im Wege steht.“
15 Runden auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke stehen auf dem Programm – der Nürburgring-Nordschleife - welches einer Distanz von 312,45 Kilometern entspricht. Neun Umläufe der gerne als „grüne Hölle“ titulierten Piste sind so genannte Bestzeitrunden, in drei Runden müssen vorgegebene Sollzeiten eingehalten werden, weitere drei Runden sind für Boxen- und Tankstopps sowie zur Beendigung der Veranstaltung vorgesehen. „Im CHC zählt nicht nur der Bleifuss“, weiß Breidbach, der auch CHC-Sportleiter ist. „Denken und Lenken sind in unserer Serie angesagt.“
Nicht nur für den CHC, auch für die Michaela-Lochmann-Trophy – kurz CHC light genannt – geht beim Nordeifelpokal die zweite Saisonhälfte los. Christof Degener und Dirk Kehrberg (Bochum/Hattingen) dominierten den bisherigen Saisonverlauf und führen mit ihrem Benninghofen-VW Golf GTi mit 36,27 Punkten souverän die Tabelle an.
Beim letzten CHC-Lauf sorgten drei Teams für besonderes Aufsehen: Der Hückeswagener Peter Festl drehte im Porsche GT3-RS nicht nur in 7.54 Minuten einen neuen Rundenrekord für Gruppe F-Fahrzeuge, sondern feierte auch einen hervorragenden zweiten Gesamtrang. Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) im BMW M3 und der Hamburger Christian Rumland in einem weiteren Porsche gelten als die größten Wettbewerber dieses Mal beim Kampf um den Gesamtsieg, die zuletzt erfolgreichen Stefan Aust/Guido Majewski (beide Münster) haben dieses Mal nicht genannt.
Ebenfalls zu einem Rundenrekord bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm „hetzten sich“ Ludger Henrich (Schmitten) im PPPC-Opel Corsa sowie der Mönchengladbach Torsten Kratz mit dem Grass Racing-BMW 318iS. Der BMW-Pilot erzielte dann in 8.43 Minuten den neuen Rundenrekord, den Klassensieg feierte aber die Pink Power-Mannschaft.
Nach mehrjähriger Pause gibt Hartmut Röver ein Comeback im CHC. Der Wuppertaler erreichte mit seinem BMW 635 CSi – dem Münchner Spitzensportler zu Beginn der 80er Jahre – von 1992 bis 1994 fünf Gesamtsiege. Unvergessen seine phantastischen Kämpfe mit Wilfried Selbach, Hans-Ingo Jeleniowski (beide im Ford Escort RS 2000) sowie Stefan Moses im Opel Kadett C 2,4-16V.
Vorläufiger Zeitplan:
ab 09.30 Uhr: technische Abnahme und Papierabnahme im historischen Fahrerlager
ca. 12.30 Uhr: Fahrerbesprechung im historischen Fahrerlager
ca. 13.00 Uhr: Start des ersten Fahrzeuges (15 Runden Nürburgring-Nordschleife = Distanz 312,45 Kilometer)
ca. 16.30 Uhr: Ziel des ersten Fahrzeuges
ca. 17.00 Uhr: Aushang der Ergebnisse
ca. 18.00 Uhr: Siegerehrung im Bistro-Zelt (Hazet-Fahrerlager)