CHC: Das große Interview mit Cup-Leiter Willi Hillebrand
Volle Starterfelder, großes Interesse: Der CHC ist auch in 2005 sehr erfolgreich
Der Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ bleibt auch im Jahr 2005 in der Erfolgsspur. Mit Starterfeldern von durchschnittlich einhundert Fahrzeugen konnten die Zahlen des Rekord-Vorjahres gehalten werden. Die gelungenen Auftritte des CHC im Rahmen der ADAC 24 Stunden sowie in Spa-Francorchamps haben sich ebenfalls positiv auf den bisherigen Saisonverlauf ausgewirkt. Wir sprachen mit CHC-Leiter Willi Hillebrand nach vier von acht Läufen.
? Mit dem bisherigen Saisonverlauf müssten Sie doch eigentlich zufrieden sein?
WH: „Das Positive überwiegt eindeutig. Die Starterzahlen stimmen, die Stimmung bei allen Beteiligten ist gut und es gab bislang kaum Blechschäden. Leider fiel der erste Lauf wegen Nebels aus. Und im Rahmen der 24 Stunden hatten wir nur 135 Starter. Obwohl das Wort „nur“ hier eigentlich falsch ist, denn es war das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten. Aber im Vorjahr waren es 153 und darauf hatten wir wieder gehofft.“
? Soll der ausgefallene erste Lauf nachgeholt werden?
WH: „Die Mehrzahl der Teilnehmer ist dafür, das wissen wir. Das Hauptproblem ist jedoch, einen passenden Ersatztermin zu finden, der sinnvoll ist. Mitte oder Ende November regieren oft Eis und Schnee in der Eifel.“
? In der Boxengasse vor der Tribüne 13 war es teilweise ganz schön eng.
WH: „Durch die bessere Verteilung der Tankrunden haben wir die Situation etwas entschärft. Dennoch müssen wir aufgrund der hohen Starterzahlen an jeden Einzelnen appellieren, entsprechend Rücksicht zu nehmen. Wir denken ebenfalls darüber nach, versuchsweise 3x3 Meter große Zelte pro Team zuzulassen.“
? Der Bekanntheitsgrad und auch die Seitenabrufe auf der CHC-Homepage werden immer mehr.
WH: „Das Medieninteresse an unserer Serie wächst stetig, damit natürlich auch der Bekanntheitsgrad. Ein großes Kompliment in diesem Zusammenhang an unser CHC-Team bei den eigentlichen 24 Stunden. Sowohl beim Corso vorher als auch im Rennen haben die Fahrer Christoph Czwielung, Alexander Roth, Markus Schumacher und Jörg Weber sowie Teamchef Robert Krengel, der sich um die Koordination und die Finanzen gekümmert hat, einen phantastischen Job geleistet. Leider ist die Mannschaft mit dem BMW 320iS kurz vor Schluss ausgefallen, somit blieb die super Leistung unbelohnt.“
? Ist auch in Zukunft wieder ein CHC-Team für die 24 Stunden geplant?
WH: „Absolut. Unsere Partner Castrol, Haugg und Hankook waren einmal mehr sehr zufrieden, warum soll es dann 2006 nicht weitergehen? In diesem Jahr war es sogar so, dass wir aus der Cup-Kasse nicht einen Cent besteuern mussten. Hierbei nochmals ein dickes Dankeschön an die Herren Rux, Haugg und Sandbichler. Wir werden in Kürze die Anforderungen für das CHC-Team 2006 veröffentlichen und dann hoffen wir auf zahlreiche Bewerbungen.“
? Im CHC gibt es auch mittlerweile auch regelmäßig Starter aus dem Ausland.
WH: „Ob die Schweizer Yves Bucher und André Kunz, der Österreicher Michael Zottl oder die Luxemburger Havermans-Brüder: Wir freuen uns, auch einen Teil zum vereinigten Europa besteuern zu können. Von Michael Zottls Teamchef Beck aus Wien weiß ich, dass er es bis zum nächsten CHC kaum erwarten kann. Die Nordschleife und das Preis-Leistungs-Verhältnis im CHC sind einfach einzigartig, außerdem ist es ein ideales Sprungbrett für den Schritt in die VLN.“
? Bei so vielen Teams ist es natürlich immer sehr eng im historischen Fahrerlager.
WH: „Zumeist haben wir bei unseren Nordschleifen-Veranstaltungen nur das alte Fahrerlager zur Verfügung, da parallel auf dem GP-Kurs ein anderer Event stattfindet. Die Streckenposten des GP-Kurses haben wiederum im Fahrerlager drei ihren Camping-Platz. Wir sind aber in Verhandlungen mit der Nürburging GmbH, um gemeinsam eine Lösung zu finden, wie wir bei unseren CHC-Läufen auch das Fahrerlager drei permanent nutzen könnten.“
? Wann ist die Jahressiegerehrung?
WH: „Wie gewohnt, findet die Jahressiegerehrung für die Saison 2005 am 26. November im Dorint-Hotel am Nürburgring statt. Die Pokalvergabe wird heuer etwas kompakter sein, dafür stehen Musik und Showeinlagen mehr im Vordergrund. Als kleines Dankeschön für die hervorragende Saison werden wir übrigens jedem eingeschriebenen Teilnehmer zwei und nicht nur eine Eintrittskarte schenken.“
? Gibt es wieder ein CHC-Jahrbuch?
WH: „Natürlich! Dieses Buch wurde uns förmlich aus den Händen gerissen! Unser Presseteam rund um Deborah und Jörg Ufer sowie Patrik Koziolek hat hier einen super Job gemacht und die drei haben jetzt schon mit dem Buch für dieses Jahr angefangen.“
? Wie sehen die Planungen für 2006 aus?
WH: „Am Reglement wird sich einiges ändern. Die Starterzahlen sind zwar gut, aber Stillstand heißt Rückstand. Es wurden Arbeitsgruppen unter Einbeziehung der Teilnehmer gebildet, die Entsprechendes eruieren sollen. Die technischen Eckdaten, dass heißt die ausgeschriebenen Klassen, werden identisch bleiben.“
? Wird denn auch das Nenngeld zum vierten Mal in Folge konstant bleiben?
WH: „Ich befürchte nein. Die allgemeinen Preiserhöhungen – allen voran Streckenmiete und Streckensicherung – können wir nicht mehr auffangen. Die Nenngelderhöhung wird aber moderat ausfallen, keine Sorge!“
? Stehen in 2006 auch wieder die ADAC 24 Stunden und Spa-Francorchamps auf dem Programm?
WH: „Die Wahrscheinlichkeit beider Events ist sehr groß, ich möchte mich nur nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber der Erfolg des CHC der letzten Jahre liegt sicherlich auch an diesen beiden Läufen, daher werden wir alles daran setzen, diese auch im kommenden Jahr zu verwirklichen. Auch das von Hans-Rolf Salzer und seinem Team ausgerichtete Sommerfest in Alpenrod wird im nächsten Jahr eine Neuauflage erleben. Hierfür vorab bereits ein dickes Dankeschön an Harosa-Motorsport!“