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2005-09-01 10:55:16 - rs
Interserie: Milavec und Baierle souverän

Die Interserie präsentierte in der Lausitz das stärkste Teilnehmerfeld
Zum Saisonhöhepunkt der Interserie Sprint Challenge innerhalb des „Eastside 100“ auf dem EuroSpeedway Lausitz dominierten die Favoriten in beiden Sprintrennen über jeweils 13 Runden. Die Interserie präsentierte in der Lausitz mit über 20 Piloten das erwartet stärkste Teilnehmerfeld. Mit 9 Formelfreien Rennwagen war erstmalig die polnische Formula Super Sport dabei, die gleichzeitig zwei Läufe zur Polnischen Meisterschaft bestritt.

Im ersten Lauf am Samstagnachmittag beherrschte Peter Milavec (A) mit seinem Lola-Cosworth die Szenerie. Milavec gewann gegen Joachim Ryschka (M&M Exhaust Indy) das Startduell wobei Ryschka auf Milavec auffuhr und dabei die Wagenheberaufnahme am Lola abriss, die vier Runden später dem Recklinghausener bei einem Überholmanöver des Polen Gradowski (Estonia) zum Verhängnis wurde. Beide berührten sich und Ryschka flog kurz durch die Luft. Beim Aufprall auf den Asphalt beschädigte sich Ryschka ein Fahrwerksteil das vor Ort nicht zu reparieren war und die vorzeitige Heimreise zur Konsequenz hatte. Unberührt von diesem Vorfall zog Peter Milavec seine Kreise, gefolgt von Arnold Wagner (Lola Cosworth), Sabrina Hungerbühler (CH) im URD-BMW und Henry Büttner im Reynard-Cosworth).Doch auch Hungerbühler musste in der sechsten Runde durch einen Getriebeschaden die Segel vorzeitig streichen. Wie bei Joachim Ryschka gab es vor Ort keine Reparaturmöglichkeit. Die Mannen bei URD verließen am Samstagabend den EuroSpeedway. In der letzten Runde rollte Arnold Wagner mit einem leichten Feuerschaden am Heck seines Formel 3000 über die Ziellinie und blieb 30 Meter danach stehen. Arnold Wagner: „Als ich durchs Ziel fuhr sah ich im Rückspiegel Flammen. Gott sei Dank hat mir ein Mechaniker der italienischen Formel 3000 einen Feuerlöscher über die Boxenmauer gereicht, so dass ich selbst Hand anlegen konnte. Womöglich wäre noch schlimmeres passiert“, gab der Ex-Interserie-Champion zu Protokoll. Bei den formelfreien Rennwagen, die mit 12 Autos einen Teilnehmerrekord verzeichneten, entbrannte das Duell zwischen Marek Schramm und Marcel Baierle (beide Formel Renault) aufs Neue. Wieder führte der Thüringer vor dem Spitzenreiter der Division 4 und erneut machte er einen Fahrfehler, welchen Marcel Baierle eiskalt ausnutzte und gewann. Michal Gil (PL) im Reynard-VW hatte keine Chance in den Zweikampf einzugreifen. Der amtierende polnische Champion sicherte sich trotzdem Platz drei vor Manfred Kuhn (Reynard-BMW) und Lobumir Glogar (CZ) im Eufra-Opel. Die Sportwagen-Kategorie bis 2,0 Liter wurde quasi Familienintern entschieden. Hans-Peter Voigt (PRC-Opel) gewann hier vor Tochter Anja Voigt im Tiga-Ford.

Ohne Sabrina Hungerbühler und Joachim Ryschka startete die Interserie Sprint Challenge am Sonntagmittag zu ihrem zweiten Lauf. Arnold Wagner war nach einer 13stündigen Reparatur- und Reinigungsphase am seinem Lola-Cosworth wieder dabei. Seine Mechaniker hatten ganze Arbeit geleistet und vor allem die Ursache des Schadens gefunden. Wagner hatte sich eine Menge Gras aufgesammelt, das sich neben der Auspuffanlage entzündet hatte. Der Kruchtener übernahm vom Start weg die Führung vor Peter Milavec, die allerdings nicht lange anhielt. Milavec stellte in Runde vier die Rangordnung wieder her und fuhr zum zweiten Tagessieg. Henry Büttner kam aus der Boxengasse startend nur ganze 30 Meter weit. Danach machte die Kupplung schlapp. Wie Tags zuvor führte Marek Schramm die Formel 2000 an. Doch fünf Runden vor Schluss beschädigte sich der Ilmenauer beim Beschleunigen seinen Frontflügel und touchierte die Mauer. Marcel Baierle gewann erneut und sorgte für volle Punkte. Mit 1,5 Sekunden Rückstand verpasste Manfred Kuhn Platz zwei. Michal Gil konnte sich nur knapp vor dem Berliner durchsetzten, der wie entfesselt fuhr und alles aus seinem Reynard-BMW herausholte. Bei den Sportwagen drehte Anja Voigt im zweiten Rennen den Spieß um. Sie gewann vor ihrem Vater Hans-Peter, der zwischenzeitlich noch die Boxen aufsuchen musste.
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