"Das Rennen war eine totale Herausforderung", freute sich Josten
Beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Zolder sicherte sich Mario Josten einen wichtigen Sieg in seiner Starterklasse. Trotz 36 Stunden ohne Schlaf und voller Anspannung jubelte der 18 Jahre alte Belcar-Pilot zusammen mit seinen belgischen Teamkollegen Olivier Muytjens und Philip Cracco vom Aachener Team GS Motorsport auf dem Siegerpodest. „Ich bin noch immer voller Adrenalin. So ein Erfolg ist einfach das Tollste“, sagte Josten und strahlte über das ganze Gesicht. Der Hückelhovener gewann am Wochenende sowohl die Tourenwagen-Wertung als auch die Wertung in der Klasse bis 3,2 Liter.
„Das Rennen war eine totale Herausforderung. Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass es so schwierig werden würde“, berichtete Josten nach dem Zieleinlauf. Der Nachwuchspilot brachte sein Team gleich zu Beginn des Rennens in Führung. Im Rhythmus von knapp zwei Stunden fand ein Fahrerwechsel statt. Alles lief glatt bis es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem dramatischen Zwischenfall kam. Bei einem Überholmanöver verschätzte sich der Pilot einer Chrysler Viper und streifte den BMW M3 von GS Motorsport. Die Viper schlug in eine Begrenzungsmauer ein und musste das Rennen beenden, der Wagen von Josten verlor bei dem Zwischenfall den Frontspoiler.
Nach einem kurzen Kontrollcheck an der Box ging das lädierte Fahrzeug wieder auf die Strecke. „In der Dunkelheit brauchte ich als Fahrer die volle Konzentration. Viele Autos fuhren mit Fernlicht. Das blendete unglaublich und man konnte den anderen nur schemenhaft erkennen“, berichtete Josten nach seinem ersten 24-Stunden-Einsatz. Wenn der Youngster nicht selbst am Steuer saß, verfolgte er das Renngeschehen in der Box. Von insgesamt 49 gestarteten Fahrzeugen kamen am Ende 39 Autos ins Ziel. Hinter Josten platzierten sich unter anderem die Motorsportspezialistin Ellen Lohr und Vanina Ickx, die Tochter des ehemaligen Formel-1-Piloten und achtfachen Grand Prix-Siegers Jacky Ickx.