Kool und Tung mussten sich ihren Doppelsieg hart erarbeiten
Standing ovations für die Fahrer aus dem RECARO Formel-3-Cup. Die mehr als 10.000 Zuschauer hielt es nicht auf ihren Plätzen als die Piloten im Kampf um die Plätze zum Teil zu dritt nebeneinander in die Turns bogen. Wieder lagen nur Zentimeter zwischen den Fahrzeugen. Doch Ferdinand Kool und Ho-Pin Tung ließen sich davon nicht beeindrucken. Durch eine gute Mannschaftsleistung konnten sie die Konkurrenten hinter sich halten und einen Doppelsieg einfahren.
Sicher war ihr Doppelsieg trotzdem nie. Immer wieder stachen andere Fahrer, wie der gestrige Sieger Jan Seyffarth oder sein Teamkollege Pascal Kochem zwischen die zwei gelben Blitze. Auch die beiden Fahrer von HS Technik Michael Devaney und Martin Hippe schoben sich in den Turns an den Führenden vorbei. Überhaupt konnten sich die Führenden nie wirklich vom Rest des Feldes absetzten. Zur Mitte des Rennens schoss fast das gesamte Feld die Start- und Zielgerade entlang. Auch Franz Schmöller gehörten zu den Piloten, die ihre Konkurrenten an der Spitze ärgern konnten.
Wie knapp es im Oval werden kann, sahen die Zuschauer in der dritten Runde, als eine Gruppe mit dem gestrigen Sieger Jan Seyffarth zu viert nebeneinander auf Turn zwei zufuhren. Plötzlich fuhr der Querfurther mit beiden Rädern durchs Gras, konnte aber seinen Dallara-Mercedes unter Kontrolle halten. Ich habe gesehen, dass es sehr knapp wird und um einen Crash zu vermeiden bin ich ausgewichen.“ Nach zwei Runden musste der Porsche Junior aufgeben, da das Gras seine Kühler verstopfte.
In Runde 23 entdeckten die Streckenmarshalls ein Teil eines Frontspoilers in Turn zwei. Als daraufhin das Safety Car auf die Strecke kam, lag Kool zwar in Führung, aber sein Teamkollege Tung fuhr nur auf Rang sechs. Doch schon eine Runde später wurde das Rennen wieder freigegeben und der Chinese nutzte den Windschatten seiner Vordermänner und eroberte sich innerhalb einer Runde den dritten Rang. Nur einen Turn später lag er schon wieder hinter seinem Teamkollegen. Doch zu ihrem Doppelsieg hat auch das Glück etwas beigetragen. Eine weitere Safety Car Phase musste eingeläutet werden, da Harald Schlegelmilch auf der Start- und Zielgerade ausrollte. Die bis zum Ende des Rennens andauernde Neutralisationsphase, verhinderte, dass sich sechs Konkurrenten über die Plätze auf dem Podium hermachen. So gewann Kool, vor Tung und Pascal Kochem.