Sicherte sich den Sieg bei der Oval-Premiere: Jan Seyffarth
Das war der Hammer: ein Formel-3-Rennen gigantisch schnell, wahnsinnig packend und spannungsgeladen bis wirklich zum letzten Zentimeter. Die Piloten des RECARO Formel-3-Cup boten im Oval des EuroSpeedway eine Show, die diesen Sport in Deutschland ganz sicher vorantreiben wird. Die Belohnung, sich als erste Formel-Rennserie Europas ins Oval zu trauen, waren Zuschauer, die stehend auf der Haupttribüne unzählige Überholmanöver bejubelten. Und sie hatten Grund einen Champion zu feiern, denn Peter Elkmann sicherte sich den Titel.
Gewinnen konnte er das Rennen allerdings nicht. Denn dies gelang dem Formel-3-Rückkehrer Jan Seyffarth. Dass der 19-Jährige aus dem ostdeutschen Querfurt als Sieger abgewinkt wurde, war jedoch auch mit einem wenig Glück verbunden, denn an seiner Stelle hätten auch drei andere Namen stehen können. Nämlich Ferdinand Kool, Peter Elkmann oder Pascal Kochem. Diese Viererband ging die letzte Runde im Pulk an und wurde als Paket im Zentimeterabstand abgewinkt. Schon zuvor waren sie oft nebeneinander in die Turns eingebogen - jedoch immer auf der sicheren Linie bleibend. „Wir wollen ein sauberes sicheres Rennen bieten, eine Werbung für den RECARO Formel-3-Cup erreichen“, hatte man den Piloten noch unmittelbar vor dem Start eingebläut. Und daran hielten sich die Jungs.
Die Nervosität der Fahrer und Spotter vor dem ebenfalls ersten fliegenden Start war überall zu spüren. Als die Formel-3-Boliden nebeneinander auf die Start-und Zielgerade fuhren und die Ampel ausging, schoss Jan Seyffarth von Position drei los und konnte rechts und links an Ho-Pin Tung und Ferdinand Kool vorbeiziehen.
Doch diese Führung hatte der Querfurter nur einige hundert Meter inne, da war Kool schon wieder vorne. Doch in Turn drei konnte sich Seyffarth die Führung zurückerobern. Aber damit war noch nichts klar. Später schalteten sich noch weitere Fahrer in den Kampf ein. So entbrannte ein wahnsinns Kampf mit Überholmanövern im Sekundentakt. In fast allen Runden wechselte die Führung bis zu fünf Mal.
Plötzlich war Tung vorne und Seyffarth nur noch vierter. Doch schon eine halbe Runde später sah das Ganze schon wieder anders aus und Elkmann lag an der Spitze. Nach der Start- und Zielgeraden fuhren die Fahrer zu dritt/ zu viert in und durch Turn eins. Durch einen Dreher von Ho-Pin Tung wurde das Rennen für einige Minuten neutralisiert. Doch mit der grünen Flagge gingen die Überholmanöver wieder los. Auf den letzten Metern schossen Seyffarth und Kool nebeneinander auf die Ziellinie zu. Doch der Querfurter beschleunigte besser und gewann.