Der erste Tag der OMV ADAC-Rallye Deutschland stand ganz im Zeichen von Citroen: Die Franzosen markieren alle sechs möglichen Bestzeiten und haben auf den drittplatztieren Marcus Grönholm (Peugeot) bereits 1.11,7 Minuten Rückstand. Petter Solberg liegt im Subaru als vierter 2.25,1 Minuten zurück. Armin Schwarz war gut unterwegs und ist neunter.
Sebastien Loeb, in den letzten drei Jahren immer siegreich, übernahm gleich mit zwei Bestzeiten die Führung, gab diese in WP drei an seinen Teamkollegen Francois Duval ab. Der Belgier würgte beim Start von WP vier den Motor ab und Loeb eroberte die Spitze zurück. Mit zwei weiteren Bestzeiten vergrößerte der Franzose den Vorsprung auf 11,7 Sekunden.
Die Michelin-bereiften Citroen waren zu stark für den Rest des Feldes: „Wir haben keine Chance, ich versuche jetzt, Rang drei zu sichern“, sagte dann Grönholm. Solberg war froh, als vierter den Tag zu beenden, nachdem der Norweger in WP eins den Motor in einer Spitzkehre abgewürgt hatte. Toni Gardemeister liegt nur fünf Sekunden hinter dem Subaru-Piloten zurück. Der Finne kam mit dem Ford Focus in WP eins von der Bahn ab und rutschte in einen Weinberg. Teamkollege Roman Kresta machte seinem Spitznamen „Crashta“ wieder einmal alle Ehre und krachte in WP vier mit hoher Geschwindigkeit in Strohballen und Unterholz.
Markko Märtin (Peugeot) und Harri Rovanperä (Mitsubishi) fuhren mit viel Einsatz, welches schöne Drifts und hohe Sprünge dokumentierten. Doch mit den Rängen sieben und elf konnten die beiden das Tempo der Spitze nicht ganz mitgehen. Gianluigi Galli war fast zwei Minuten schneller als sein finnischer Teamkollege.
Armin Schwarz klagte zunächst über Motorprobleme am Skoda, beendete die erste Etappe aber auf dem guten neunten Rang. Teamkollege Alex Bengue versenkte seinen Fabia kurz vor dem Ziel von WP drei. „Ich habe zu sehr gecuttet“, ärgerte sich der Franzose. In der gleichen Kurve flog Manfred Stohl mit dem Kronos-Citroen ebenfalls in den Weinberg. Der Österreicher gab Probleme mit dem elektronischen Gaspedal als Grund an. Sein Teamkollege Daniel Sola ist hinter Schwarz zehnter.
Bei den Super 1600-Fahrzeugen überraschte Markus Fahrner mit der ersten Bestzeit gegen die versammelte Weltelite. Ein Reifenschaden in WP drei kostete aber rund drei Minuten. Das Citroen-Duo Kris Meeke und Daniel Sordo dominierte den ersten Tag.
Pech hatten Lars Mysliwietz und Beifahrer Klaus Boullion, denen nach rund zehn Kilometern in der Auftaktprüfung das Differential am Honda Civic kollabierte. Dank SupeRally wird das Duo vom ADAC Saarland am Samstag aber wieder starten.
Gleich zwei der drei Teams aus dem deutschen Suzuki Ignis-Cup erwischte es ebenfalls in WP eins: Adam Bezlapowicz landete kurz auf der Seite. Noch ehe Fans den Suzuki wieder auf die Räder stellen konnten, krachte der nachfolgende Jürgen Hohlheimer im Fiat 500 aufs Heck. Der Pole konnte weiterfahren, für den Fiat-Piloten war der WM-Lauf zu Ende. Gianni Di Noto wechselte auf der ersten Prüfung eine Antriebswelle, vergas aber bei der neuen einen Bolzen zu fixieren. Deshalb brach auch die zweite Welle und der Limes-Sieger musste aufgeben.