Interserie: Heiße Fights der Sport- und Formelwagen
Die seit 1970 bestehende Interserie kann wie keine andere Rennserie in Deutschland auf eine 35-jährige Tradition zurückblicken. Als „Rennen zwischen den Rennen“ vor allem für die europäische Sportwagenszene 1970 gegründet, etablierte sich die Interserie als Betätigungsfeld für die damaligen Sportwagen der Gruppe 5, Gruppe 6, CanAm und der später so erfolgreichen Gruppe C. Das Reglement gab nationalen und internationalen Spitzenteams aus dem Sportwagensektor die Möglichkeit, ihre Boliden nachhaltig bei Sprintrennen einzusetzen.
Die Sieger - und Starterliste der Interserie ist klanvoll und hat mit Stars wie Leo Kinnunen (FIN), Herbert Müller (CH), Emmerson Fittipaldi (BR), Jochen Mass (D), Klaus Ludwig (D), Hans Joachim Stuck (D) oder Bernd Schneider (D) viel erfahrene internationale Prominenz zu bieten. Von 1974-1985 wurden die Sieger der Interserie von der FIA als FIA Coupe- Sieger geehrt. Tolle Starterfelder mit internationaler Attraktivität prägten die Sprintserie über viele Jahre hinweg. Durch den Niedergang der Sportwagen-WM mit den bärenstarken Gruppe C-Sportwagen wurde die Interserie 1990 zur Neuorientierung gezwungen. Man öffnete sich für Formel Autos vom Formel-1-Boliden über IndyCars, Formel 3000 bis hin zum Formel 3-Monoposto.Dieses veränderte Reglement öffnete nun einem ganz anderen Teilnehmerfeld ein neues Betätigungsfeld auf internationaler Bühne, was sich bis heute bewährt hat.
Wie in den letzten Jahren sind auch 2005 vier Divisionen in der Interserie Sprint Challenge am Start. Die Division 1 gehört weiterhin den Sportwagen. Hier ist die Schweizerin Sabrina Hungerbühler mit ihrem über 400 PS starken URD-BMW das Maß aller Dinge. Für Podestränge kommt auch Ex-Interserie-Champion Arnold Wagner im Osella - BMW in Frage. Bei den kleinen Sportwagen (2,0 Liter) der Division 2 gibt bisher Lokalmatador Hans-Peter Voigt ( PRC-Opel) den Ton an. In der Division 3 tummeln sich die großen Formel Rennwagen mit nahezu 700 PS –Motoren. Joachim Ryschka aus Recklinghausen setzt hier einen G-Force Chevrolet IndyCar ein, welcher bereits 2000 bei den „Indy 500“ Geschichte geschrieben hat. In Lauerstellung liegen die Formel 3000-Boliden von Interserie-Champion Peter Milavec (A) im Lola-Cosworth und Henry Büttner (Reynard - Cosworth) aus Leipzig.
Größte Spannung herrscht vor den beiden Sprintrennen auf dem Grand Prix Kurs des EuroSpeedway Lausitz in der Division 4 bei den formelfreien Rennwagen bis 2,0 Liter. Hier wird Marcel Baierle im Formel Renault als Favorit gehandelt. Doch der Bürstädter hat einige Konkurrenten. Neueinsteiger Marek Schramm (Formel Renault) gehört ebenso dazu wie Manfred Kuhn (Reynard - BMW), Lobumir Glogar (Eufra Opel) und Helmut Rokitta (Formel Renault). Diese Division wird zudem einige Zuwächse in der Lausitz bekommen. Die polnische Formula Super Sports (Rennwagen bis 2,0 Liter) wird erstmalig auf dem EuroSpeedway im Feld der Interserie vertreten sein.
Wie wird sich Poznan-Doppelsieger Michal Gil (PL) im Reynard-Opel schlagen? Beide Serien kooperierten bereits Anfang Juli diesen Jahres zum Rennen in Poznan (PL). Nicht nur auf Grund dieser Zusammenarbeit mit der Formula Super Sports gilt das Wochenende in der Lausitz als Saisonhöhepunkt. Alle Piloten und Teams freuen sich auf den Start innerhalb des „Eastside 100“ mit einem attraktiven und spannenden Rennsportprogramm.