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WRC: Bleibt Loeb der König von Deutschland?

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Sebastien Loeb freundete sich bei Testfahrten mit dem deutschen Terrain an |
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| Wir sind zwar Papst, aber König von Deutschland ist ein ehemaliger Bodenturner aus dem Elsass: Sebastien Loeb. Seitdem die OMV ADAC-Rallye zum WM-Kalender zählt, ist der 31jährige ungeschlagen. Dreimal in Folge zeigte der Franzose der Konkurrenz den Auspuff und kaum einer zweifelt an der Fortsetzung rund um den Bostalsee anno 2005. Selbst Finnland-Sieger Marcus Grönholm spricht vorsichtig von einem Podiumsplatz, der angepeilt wird. „Einzig im Regen sind unsere Chancen vermutlich besser“, hofft der Finne.
Nachdem die Löwen in Finnland die Führung in der Marken-WM zurückerobert haben, blickt Teamchef Jean-Pierre Nicolas wieder optimistisch in die Zukunft. „Das war ein Ergebnis, worauf wir lange gewartet haben“, schwärmt der Löwen-Dompteur vom letzten Lauf. „Marcus war wieder der König von Finnland und Markko zeigte seine beste Saisonleistung.“
Das Peugeot-Team profitierte natürlich auch von der Schwäche Francois Duvals, der bei Citroen zu keiner Zeit die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen konnte. Ohne die beiden Gaststarts von Carlos Sainz, der 11 Punkte holte im Vergleich zu Duval acht (bei acht Starts), wären die Zitronen noch weiter hinter der PSA-Konzernschwester. In Deutschland hat der Belgier wohl seine letzte Chance zu beweisen, was er kann. In den letzten beiden Jahren gehörte Duval – in Ford-Diensten – allerdings zu den ganz schnellen Loeb-Jägern.
Bei Subaru ist Stephane Sarrazin möglicherweise höher einzuschätzen als Teamleader Petter Solberg. Der Franzose gilt als ausgesprochener Asphalt-Spezialist, aber auch als Heißsporn und anfällig für Fehler. Subaru Teamchef David Lapworth ist sehr gespannt: „Für Stephane ist diese Rallye die erste wahre Möglichkeit zu zeigen, welches Können in ihm steckt! Monte Carlo war eine schwere Rallye um einen guten Einstand zu feiern, sie stellt große Anforderungen und Stephane musste sich noch an das neue Fahrzeug gewöhnen, aber wo die Bedingungen es zu ließen setzte er schon einige gute WP-Zeiten. In den letzten Woche hatte er die Möglichkeit, dass neue Fahrzeug zu testen und gewann somit mehr vertrauen. Nach den Leistungen im letzten Jahr bin ich sehr zuversichtlich.“ Solberg wird die 19 Wertungsprüfungen sicherlich mit gehörigem Respekt angehen, denn in den beiden Vorjahren überstand der Weltmeister von 2003 jeweils einen Mega-Crash auf Baumholder wie durch ein Wunder unverletzt.
Nach der Finnland-Pause kehrt Roman Kresta ins Ford-Cockpit zurück. Ein Platz unter den ersten acht ist für den Tschechen mit Glück möglich. Daß Blue Oval-Speerspitze Toni Gardemeister auch auf Asphalt schnell ist, bewies der Finne mit Rang zwei beim Saisonauftakt in Monte Carlo. Nach zuletzt starken Leistungen erhielt Gianluigi Galli sogar gegenüber dem ehemaligen Asphalt-König Gilles Panizzi bei Mitsubishi den Vorzug. Der Finne Harri Rovanperä ist als Nummer Eins-Pilot ohnehin gesetzt. Zu den schnellen Außenseitern zählen Daniel Sola, der im Vorjahr bis zum Ausfall zweiter war, im Werks-Ford Focus, sowie Nicolas Bernardi im Peugeot 206.
Die 24. ADAC-Rallye Deutschland umfasst 19 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 355,40 Kilometern. Der Start erfolgt am Donnerstagabend um 20.00 Uhr an der Porta Nigra in Trier. 61 Teams haben genannt.
Die wichtigsten Starter im Überblick:
1 Sébastien Loeb, 2 Francois Duval (beide Citroën Xsara), 3 Toni Gardemeister, 4 Roman Kresta (beide Ford Focus), 5 Petter Solberg, 6 Stephane Sarrazin (beide Subaru Impreza), 7 Marcus Grönholm, 8 Markko Märtin (beide Peugeot 307), 9 Harri Rovanperä, 10 Gianluigi Galli (beide Mitsubishi Lancer), 11 Armin Schwarz, 12 Alex Bengue (beide Skoda Fabia), 14 Daniel Sola (Ford Focus), 15 Chris Atkinson (Subaru Impreza), 16 Jan Kopecky (Skoda Fabia), 17 Anthony Warmbold (Ford Focus), 18 Manfred Stohl (Citroen Xsara), 19 Xavier Pons (Citroen Xsara), 20 Nicolas Bernardi (Peugeot 206), 21 Stepan Vojtech (Peugeot 206).
Zugehörige Features: WRC-Tests vor der Rallye Deutschland |  |