Historik: Festival historischer Automobile am Nürburgring
Der Nürburgring steht am ersten Oktober-Wochenende ganz im Zeichen klassischer Automobile
Der Nürburgring steht am ersten Oktober-Wochenende ganz im Zeichen klassischer Automobile. Bei der ADAC Nürburgring Classic wird den Oldtimerfans auf dem Grand-Prix-Kurs und der legendären Nordschleife die gesamte Palette des historischen Motorsports geboten. In der Gleichmäßigkeitsprüfung, die der Veranstaltung den Namen verleiht, präsentieren sich legendäre Vorkriegsfahrzeuge von Alfa Romeo, Bugatti, Bentley oder Mercedes-Benz bis zu den Racern aus der Mitte der 70er Jahre.
Zudem treten Tourenwagen und GTs der fünfziger und sechziger Jahre im harten Wettbewerb über die 300-km-Distanz an. Gemächlicher geht es im Fahrerlager zu, wo vor allem die Markenclubs zum Treffpunkt der Oldtimer-Enthusiasten werden. Hier kann man sie aus der Nähe bewundern, die Fahrzeugraritäten von Austin Healey, Jaguar oder Porsche. Ein Nostalgie-Jahrmarkt mit zeitgenössischen Attraktionen und Preisen wie anno dazumal rundet die Reise in die Vergangenheit für große und kleine Besucher ab.
Am Nürburgring werden die Renn- und Sportwagen längst vergangener Tage genau dort präsentiert, wo ihr ureigenstes Revier ist – auf der Rennstrecke. Statt im Museum oder in Privatsammlungen zu verstauben, stellen sich selbst die Vorkriegsfahrzeuge den Herausforderungen der Nordschleife. Auch wenn es im „Regularity Run“ nicht um die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten geht, haben die Piloten doch mit allerlei Strapazen auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt zu kämpfen.
Vor allem der Sonntagnachmittag steht im Zeichen der Grünen Hölle, denn nacheinander nehmen die Fahrzeuge aus der Gründerzeit des Automobilbaus, die Renn- und Sportwagenlegenden und schließlich die Tourenwagen und GT-Fahrzeuge der fünfziger und sechziger Jahre das 25,877 km lange Asphaltband unter die Räder. Dabei werden die Fans an legendären Streckenpunkten wie Karussell, Brünnchen oder Pflanzgarten die technische Entwicklung der Rennfahrzeuge förmlich miterleben können. Ausschließlich auf dem Grand-Prix-Kurs starten die Renn- und Sportwagen im Graf-Berghe-von-Trips-Pokal. Der Adelige aus dem weniger als 50 km vom Ring entfernten Kerpen war vor Michael Schumacher der wohl erfolgreichste deutsche Formel-1-Pilot und ist der perfekte Namensgeber für dieses Rennen exklusiver Rennfahrzeuge.