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2005-08-21 11:56:32 - ju
Rallye nat.: Gegen Alexy war kein Kraut gewachsen

Pech für Stefan Moses: In der letzten Prüfung brach eine Antriebswelle
An diesem Tag war gegen Carsten Alexy kein Kraut gewachsen: Mit vier von sechs möglichen Bestzeiten und 15 Sekunden Vorsprung siegte der Pilot vom MSC Braach zusammen mit Beifahrerin Anke Rezak am Steuer des Audi S2 Coupe bei der 15. ADAC-Limes Uhren-Rallye. Das Ehepaar Marc und Alexandra Färber lenkte den Mitsubishi Lancer Evo IV auf den zweiten Rang knapp vor dem fünffachen Limes-Gewinner Markus Moufang, der sich das Cockpit im Opel Kadett C Coupé mit Alexy-Freundin Michaela Frenzel teilte.

Im Suzuki Ignis-Cup wurde Gianni Di Noto erneut seiner Favoritenrolle gerecht und ließ den Wettbewerbern keine Chance. Mit 140 Startern - davon 108 bei der „modernen“ Limes und 32 im Historic-Cup – konnte der veranstaltende AMC Hungen den bisherigen Bestwert aus dem Vorjahr sogar noch einmal um acht Fahrzeuge steigern. Bei idealem Sonnenwetter und nahezu ausnahmslos trockenen Streckenbedingungen säumten mehrere tausend Fans die drei verschiedenen Wertungsprüfungen, die jeweils doppelt gefahren wurden.

Gleich in der ersten Kurve der ersten Prüfung verlor Marc Färber vielleicht schon den Sieg. Mit viel zu hoher Geschwindigkeit kam der Neuwieder von der Strecke ab und pflügte ein Kornfeld um. Sechs Sekunden büßte der Mitsubishi-Pilot auf Alexys Bestzeit ein, ein Rückstand, dem er in der Folgezeit vergeblich hinterher rannte. Norbert Moufang freute sich, daß die Strecken im Gegensatz zur Einführungsrunde (fast) trocken waren und war mit nur zwei Sekunden Rückstand zweitschnellster.

„Saarland-Express“ Frank Reiter ging es bei seinem ersten Limes-Start ruhig an und verlor sieben Sekunden auf die Spitze. Probleme mit der Benzinzufuhr sorgten allerdings für Aussetzer im M3-Triebwerk, ein Zustand, der sich von WP zu WP verschlimmern sollte. Alleine in WP 4 parkte Reiter für 15 Sekunden, um den Motor doch wieder zum Leben zu erwecken. Zusätzlich musste der Saarländer in WP zwei in einer Spitzkehre zurücksetzen. Im Ziel war somit nicht mehr als der achte Gesamtrang möglich.

Mit zwei weiteren Bestzeiten hatte Alexy bis zur Halbzeit lockere 16 Sekunden Vorsprung auf Färber und 17 auf Moufang herausgefahren. Der Audi-Pilot konnte das Geschehen somit in der zweiten Rallye-Hälfte kontrollieren und gab nicht mehr Gas als nötig. In WP fünf war er trotzdem Schnellster, die andern beiden Bestzeiten ließen sich Färber und Udo Schiffmann im BMW M3 gutschrieben.

Trotz vier gebrochener Rippen, die er sich bei einem Quad-Unfall zugezogen hatte, fuhr Marco Koch (Opel Kadett C Coupé) auf den fünften Gesamtrang und ließ sogar Michael „Jeanny“ Rausch im leistungsstärkeren Opel Ascona hinter sich. Auf Platz sieben dann bereits das beste Gruppe G-Auto, der Subaru Impreza WRX von Eric Göppner. Für ein Spitzenergebnis sorgte Lars Garten mit dem schnellsten 1600er-Fahrzeug. Der Pohlheimer begeisterte die mehreren tausend Fans mit spektakulärer Fahrweise und hatte im Ziel 59 Sekunden (!) Vorsprung auf Alex Grolig im VW Golf GTi.

Gleich drei Publikumslieblinge der Heckantriebsfraktion mussten vorzeitig die Segel streichen. Zunächst erwischte es in der dritten Prüfung Uwe Kiehm, an dessen Opel Kadett C die Benzinpumpe den Dienst quittierte. Auf der letzten Prüfung strandeten dann beide sogenannten Italo-M3s, kurioserweise mit dem gleichen Defekt: Markus Schmidtmeister (am Start) und Stefan Moses (500 Meter vor dem Ziel) beklagten eine defekte Antriebswelle.

Moses´ Neffe Patrick Pietzonka sorgte dennoch für Jubel im E+S-Team, denn mit Freundin Tanja Zynda auf dem heißen Sitz erzielte der Opel Astra-Pilot seinen ersten Klassensieg. „Pat“ profitierte allerdings von der gebrochenen Antriebswelle beim Markenkollegen und lange Zeit Führenden Jörg Schuhey. Schnellster 1300er war einmal mehr Daihatsu-Händler Kai Schönborn im Charade.

Gesamtklassement 15. ADAC Limes Uhren-Rallye nach 6 Wertungsprüfungen:
gestartet: 108 gewertet: 82 nicht gewertet: 26
1. Alexy/Rezak (Audi S2 Coupé) 24.49 Minuten (1. H über 3000 ccm)
2. M.Färber/A.Färber (Mitsubishi Lancer Evo IV) + 15 Sekunden (1. F/N über 3000 ccm)
3. N.Moufang/Frenzel (Opel Kadett C Coupé) + 19 Sek. (1. H bis 2000 ccm)
4. Schiffmann/Matejka (BMW M3) + 23 Sek. (1. H bis 3000 ccm)
5. Koch/Assmann (Opel Kadett C Coupé) + 27 Sek.
6. Rausch/Steinacker (Opel Ascona) + 48 Sek.
7. Göppner/Hechler (Subaru Impreza) + 1.03 Minuten (1. G1)
8. Reiter/Ehl (BMW M3) + 1.06 Min.
9. Tisberger/Karl (Opel Kadett C Coupé) + 1.26 Min.
10. Garten/Dölle (Honda Civic) + 1.31 Min. (1. H bis 1600 ccm)
14. Keil/Luther (VW Polo GTi) + 2.19 Min. (1. N/F bis 1600 ccm)
15. Di Noto/Glatzel (Suzuki Ignis) + 2.23 Min. (1. Suzuki Ignis-Cup)
35. Schönborn/Henrich (Daihatsu Charade) + 3.19 Min. (1. H bis 1300 ccm)
36. Pietzonka/Zynda (Opel Astra GSi) + 3.21 Min. (1. N/F bis 2000 ccm)
46. Möller/Bückenschütz (Audi 80 GT/E) + 3.52 Min. (1. G3)

WP-Bestzeiten:
Alexy 4; N.Moufang und Schiffmann je 1.

wichtige Ausfälle:
nach WP 6: Moses/Lauth (BMW 320iS) Hinterachse
WP 6: Schmidtmeister/Schmidtmeister (BMW 320iS) Hinterachse
WP 6: Seehafer/Nebel (VW Golf GTi) Überschlag
nach WP 3: Schuhey/Reith (Opel Astra) Antriebswelle
WP 3: Kiehm/Riepl (Opel Kadett C Coupé) Benzinpumpe
WP 3: Koblizek/Schneller (Opel Ascona) Unfall
WP 2: Ruck/Ossenberg (VW Golf GTi) Antriebswelle
WP 1: Schmid/Petersen (Subaru Impreza) Überschlag

Gesamtklassement Historic Rallye Cup nach 6 Wertungsprüfungen:
gestartet: 32 gewertet: 29 nicht gewertet: 3
1. Pönisch/Pönisch (Fiat X 1/9) 0,6 Strafpunkte
2. Blaschke/Pauquet (VW Käfer) 1,9
3. Schwalbe/Schwalbe (NSU TTS) 1,9

wichtige Ausfälle:
WP 6: Passing/Krause (VW Golf GTi) Überschlag



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