Bevor die diesjährige ADAC-Limes Uhren-Rallye gestartet werden konnten, mussten die Organisationsmitglieder und Helfer um Rallyeleiter Gerhard Krause und den ersten Vorsitzenden Karlheinz Raab monatelang intensiv planen und vorbereiten. Die Veranstaltungen des AMC überzeugten stets, so das in diesem Jahr über 150 Teams ihre Nennung abgegeben haben – von denen letztlich 148 auf die Strecke gingen. „Wir waren von der Zahl der Nennungen begeistert, ist es doch zugleich der ideale Lohn für die ehrenamtliche Arbeit der letzten Jahre. Zugleich tat es uns leid, das wir einigen in den letzten Tagen absagen mussten, da der Zeitplan der Rallye nicht mehr einzuhalten gewesen wäre”, so Krause vor dem Start der Rallye.
Bevor Norbert Moufang/Michaela Frenzel, die fünffachen Gesamtsieger der Limes-Rallye, mit der Startnummer eins als erste auf die Wertungsprüfungen fuhren, begeisterten zwei erfahrene deutsche Rallye-Asse die mehreren tausend Fans, die gerne nach Mitttelhessen gekommen waren. Zum einen waren dies Sandro Wallenein, der mit seinem Gruppe A-Mitsubishi Lancer in der Deutschen Rallye-Meisterschaft für positive Schlagzeilen sorgt, sowie der bekannte Rallyepilot und Deutsche Vizemeister Michael Gerber, der einen Ex-Werks Opel Manta 400 zur Freude der Rallyebegeisterten trotz Motorproblemen richtig über die Wertungsprüfungen fliegen liess.
Vom ersten Meter an entbrannte dann das Duell um den Gesamtsieg zwischen dem Limes-Königsteam Moufang/Frenzel und den Herausforderern Marc Färber/Alexandra Färber mit dem Mitsubishi Lancer Evo4 und Carsten Alexy/Anke Rezak im Audi Quattro S2. Alexy/Rezak setzten sich mit den ersten vier Gesamtbestzeiten an die Spitze und verwiesen damit Färber/Färber und Moufang/Frenzel auf die weiteren Plätze. „Bei diesen Witterungs- und Streckenverhältnissen konnten wir mit unserem konventionell angetriebenen Opel Kadett den Vorteil der Allradler nicht wettmachen”, so Moufang im Ziel.
Eine besondere Auszeichnung für den AMC Hungen war in diesem Jahr, dass der japanische Automobilhersteller Suzuki – der mit dem Suzuki Ignis Rallye Cup einen vielbeachteten Nachwuchspokal aus der Taufe gehoben hat – hier die Limes-Rallye in seinen Terminkalender mit aufgenommen hatte. Mit dem berühmten „Messer zwischen den Zähnen” zeigten die Teams des Suzuki-Nachwuchspokal, dass sie mit ihren 125 PS starken Ignis Sport sich nicht hinter den leistungsstärkeren Teams verstecken brauchen.
Viel Spaß schien es besonders einem Familienteam zu gemacht zu haben – nämlich dem Vater-Sohn Duo Markus Moufang/Maurice Moufang. Mit dem Gast-Rallyeauto von Suzuki war es für beide auch eine Premiere, erstmals gemeinsam eine Rallye zu bestreiten. „Es hat uns sehr gefreut, dass wir von Suzuki den Ignis zur Verfügung gestellt bekommen haben und wir waren von den Strecken und den zahlreichen Zuschauern entlang der Strecke begeistert”, so Vater und Sohn im Ziel. Mit einem knappen Vorsprung sicherten sich Gianni di Noto/Sebastian Glatzel den Sieg der Suzuki-Wertung. Stefan Schneppenheim/Hans-Joachim Grimberg, die Klassenzweiten, behaupteten aber dennoch die Führung im Suzuki Ignis Rallye Cup.
Ein ausführlicher Bericht und weitere Ergebnisse folgen.