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2005-08-18 23:21:37 - ks
LMES: „Ring frei“ für die europäischen Sportwagen-Asse

Der Sieg beim 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone ging an das Oreca-Team
Ein Langstrecken-Leckerbissen wird den Fans am ersten Septemberwochenende (2. – 4. September) auf dem Nürburgring serviert. Die LMES (Le Mans Endurance Series) kommt zu ihrem vierten Saisonlauf in die Eifel und bietet den Zuschauern dabei ein aufregendes Paket mit den Sportprototypen und GT-Fahrzeugen, wie sie auch beim 24h-Klassiker von Le Mans eingesetzt werden. Bereits das dritte Rennen der Saison im britischen Silverstone bewies am vergangenen Wochenende, worauf sich die Zuschauer auch in der Eifel freuen dürfen.

Nach einem höchst ereignisreichen Rennen über knapp sechs Stunden lag das französische Audi Playstation Team Oreca mit DTM-Pilot Allan McNish und Stéphane Ortelli im Ziel gerade einmal 6,569 Sekunden vor dem zweitplatzierten DBA-Judd von Nicholas Minassian und Jamie Campell-Walter. Im Rahmenprogramm des ADAC 1000km-Rennen präsentiert sich eine attraktive Mischung aus historischem und aktuellen GT- und Tourenwagen-Sport. Zudem geht mit der britischen F3 International Series eine anerkannte Kaderschmiede für die Formel-1-Stars der Zukunft an den Start.

Über 50 Teams in den vier LMES-Divisionen werden beim einzigen Auftritt der Serie in Deutschland voraussichtlich starten. Mit besonderer Spannung wird dabei naturgemäß der Fight in der Königsklasse der spektakulären LM-P1-Fahrzeuge erwartet. Denn vor diesem vorletzten Lauf der Saison ist der Tabellenstand denkbar knapp. Die Führenden Jean-Christophe Boullion und Emmanuel Collard (Pescarolo-C60) nahmen nach Unfall und Technikproblemen im turbulenten Renngeschehen auf der britischen Insel nur einen mageren Zähler mit nach Hause. Zwar konnten die Franzosen damit die Führung in der Fahrerwertung verteidigen, doch zwei Piloten des Teams Rollcentre Racing sind ihnen mit nur einem Punkt Abstand auf den Fersen: Martin Short (GB) und Vanina Ickx (B) liefen in Silverstone im Dallara-Judd LMP900 als Dritte im Ziel ein. Das britischbelgische Gespann konnte damit zum dritten Mal in Folge die unterste Stufe auf dem Siegerpodest erklimmen und wird sich für den Nürburgring den ersten Sieg vorgenommen haben. Denn nicht nur die Übernahme der Führung winkt, sondern für Ickx auch die Fortsetzung einer Familientradition.

Vater Jacky konnte 1973 und 1983 das ADAC 1000km-Rennen gewinnen – nur logisch, dass sich die Tochter der Le-Mans-Legende ebenfalls gerne in der Siegerliste verewigen würde. Knapp ein weiteres Dutzend Piloten könnte am Nürburgring die Führung übernehmen, beherzte Fights sind damit programmiert. Auch die Situation in der Teamwertung lässt auf ein spannendes Rennwochenende hoffen. Denn mit dem Audi R8 des Audi Playstation Team Oreca gab es im dritten Saisonlauf auch den dritten Sieger nach dem Auftakterfolg von Zytek Motorsport (Zytek 04S-Zytek) und dem Folgesieg von Pescarolo Sport (Pescarolo C60 H-Judd). Nun kämpfen am Nürburgring gleich fünf Teams um die Tabellenführung. Auch um die erste Position in der LM-P2-Division wird hart gefightet. Das Team von Paul Belmondo, dem Sohn des gleichnamigen französischen Kinostars, liegt mit dem Courage C65-Ford nur einen Punkt vor der Mannschaft von Chamberlein Synergy Motorsport (Lola AER). Für die Fans in Deutschland sind außerdem die beiden GT Kategorien der LMES besonders interessant. In der „großen“ LM-GT1-Klasse hält das deutsche Team A-Level Engineering Anschluss an die Spitzengruppe. Wolfgang Kaufmann und Marcel Tiemann konnten in Silverstone im Porsche 996 Bi-Turbo der Ferrari-Konkurrenz Paroli bieten und liefen als Dritte im Ziel ein. Sie belegen nun die fünfte Position in der Klasse. In der LM-GT2-Klasse liegt außerdem die deutsche Mannschaft von Seikel Motorsport mit einem Porsche 996 GT3 RS an vierter Position.
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