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2005-08-14 23:07:05 - ks
DPWM: Zwei Siege für MG-Pilot Schläppi in der Lausitz

Schläppi gewinnt auch mit verkorkstem Setup problemlos
MG-Pilot Mathias Schläppi konnte in der DMSB Produktionswagen-Meisterschaft seiner Trophäensammlung am EuroSpeedway Lausitz zwei weitere Siegerpokale hinzufügen. Nach dem Sieg im ersten Rennen des Tages profitierte der Schweizer in Lauf zwei von einem kleinen Fehler des bis dahin Führenden, Wolfgang Treml. Der österreichische Ford-Focus-Fahrer rutschte beim Restart nach einer Safetycar-Phase in der ersten Kurve zu weit nach außen und ließ dem Eidgenossen eine zu große Lücke. „Ohne diesen Fehler hätte ich alles versucht, um Mathias hinter mir zu lassen“, ärgerte sich Treml im Ziel. „Ich hatte heute ziemlich zu kämpfen“, erklärte Mathias Schläppi nach dem Rennen. „Ich habe den MG für den zweiten Lauf relativ hart eingestellt, das hat nicht so gut funktioniert. Umso erfreuter bin ich natürlich über meinen Sieg.“

Ausgelöst hatte die Safetycar-Phase im zweiten Rennen Carmen Holzer, die mit ihrem Alfa 147 JTD am Ende der Start-Ziel-Geraden einen heftigen Mauerkontakt zu beklagen hatte. Die Spaichingerin kam zwar mit dem Schrecken davon, allerdings konservierte die vier Runden dauernde Safetycar-Phase die Positionen, so dass das Rennen am Ende durch einen Sprint über zwei Runden entschieden wurde. In diesen zwei Runden überschlugen sich die Ereignisse: Erst eroberte Mathias Schläppi die Führung, dann drehte sich Rustem Teregulov (BMW 320i), wodurch sich der Russe aus der Spitzengruppe verabschiedete. In der letzten Runde waren es dann Sascha Plöderl (Ford Focus, Österreich) und Rainer Bastuck (MG ZS, Lebach), die kollidierten und somit beide das Siegerpodest verpassten. Den Platz neben Mathias Schläppi und Wolfgang Treml auf dem Treppchen erbte Rustem Teregulov, der damit nach seinem dritten Platz vom Nürburgring erneut für eine Podiumsplatzierung sorgte.

Stefan Michels holt im Volkswagen Lupo zwei Siege in der Division 2
Die Division 2 war auf dem EuroSpeedway eine klare Angelegenheit für die Lupo-Fahrer. Schon im Training hatte VW-Pilot Stefan Michels die Bestzeit gefahren, anschließend siegte er in beiden Rennläufen ungefährdet. Michels: „Das war das beste Wochenende seit Jahren! Ich hatte Guido Thierfelder gut im Griff, konnte im ersten Rennen seine Angriffe abwehren, im zweiten Rennen habe ich ihn sogar überholt – klasse.“ Der Troisdorfer konnte mit zwei zweiten Plätzen gut leben, vor allem, weil sein schärfster Meisterschaftskonkurrent nach einer Kollision mit einerStop-and-go-Strafe belegt wurde und in beiden Läufen über die Plätze sieben und vier nicht hinauskam: „Zweimal Zweiter ist für mich heute völlig okay“, erklärte der Citroën-Saxo-Pilot nach dem Zieleinlauf. „Stefan Michels hat keinen Fehler gemacht, es war ein absolut verdienter Sieg. Nun fehlt mir noch ein Punkt zum Titel, das sollte in Oschersleben zu schaffen sein.“ Dritter wurde in beiden Rennen Martin Zondler, der seinen VW Lupo ebenfalls gut in Szene setzen konnte: „Leider hat es nicht gereicht, um die beiden Kollegen an der Spitze zu attackieren, aber ansonsten bin ich mit meiner Leistung und der meines Autos vollauf zufrieden.“

Division 3: Siege für Alfa-Piloten Ivano Giuliani und Markus Lungstrass
Die Division 3 entwickelt sich immer mehr zum Dreikampf. Nachdem zu Saisonbeginn Roland Hertner mit seinem Alfa 147 JTD die Meisterschaft klar dominiert hatte, sind nach zwei Ausfällen im niederländischen Assen die Konkurrenten nun wieder aufgerückt. In beiden Rennen ging Ivano Giuliani (München) mit seinem Alfa als Erster über die Ziellinie, allerdings wurde der Italiener im zweiten Rennen wegen eines Überholmanövers während der Safetycar-Phase mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Davon profitierte Markus Lungstrass (Burscheid): „Ich hatte gesehen, dass Ivano unter Gelb überholt hatte, so dass ich mit seiner Strafe rechnen konnte. So habe ich ihn nicht angegriffen, sondern mich eher nach hinten abgesichert.“ Die besonnene Fahrweise zahlte sich aus. Lungstrass erntete als Sieger in Lauf 2 zehn Punkte und liegt nun mit 81 Punkten und damit nur noch drei Zählern Rückstand auf Roland Hertner (84) auf dem zweiten Tabellenplatz. Zwei Podiumsplätze erzielte auch Robert Surauer, der mit 80 Zählern ebenfalls in Schlagdistanz zu den beiden Führenden in der Tabelle liegt.
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