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2005-08-11 11:27:44 - ks
DPWM: Halbfinale in der Lausitz

Die Focus-Fraktion will einen weiteren Sieg
Auf dem Eurospeedway Lausitz biegt die DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft am kommenden Wochenende (13. und 14. August) auf die Zielgerade ein. Auch wenn MGPilot Mathias Schläppi mit zwei Siegen am Nürburgring bereits uneinholbar in Führung gegangen ist, verspricht der Schweizer den Fans noch einige heiße Rennen: „Ich will weiter Gas geben. Für mich ist die Saison noch nicht vorbei, auch wenn ich als Punktbester bereits feststehe. Außerdem will ich natürlich meinen Teamkollegen Rainer Bastuck so gut es geht unterstützen.“ Der Lebacher liegt derzeit mit 49 Punkten nur knapp hinter Ford-Pilot Wolfgang Treml (54 Zähler).

Division 1: Focus-Piloten nach den beiden Laufsiegen in Assen zuversichtlich
„Wir fahren volle Kraft“, erklärt denn auch Wolfgang Treml, der seinen zweiten Platz in der Tabelle verteidigen möchte. „Wir haben am Eurospeedway getestet, dabei waren vor allem die Rennsimulationen sehr gut. Die Strecke passt mir: Sie bietet große Sturzräume und ist sehr sicher – ein toller Kurs.“ Dieser Meinung des Österreichers stimmt auch Mathias Schläppi zu: „Die Strecke ist sehr interessant. Vor allem bin ich auf die neue ADAC-Kurve gespannt. Die ist sehr breit, dadurch sind verschiedene Linien möglich und es ergeben sich zusätzliche Überholmöglichkeiten.“ Die ADAC-Kurve ist eine neue Verbindung zwischen der Startkurve und dem Kurvengeschlängel im Infield. Dadurch wird die Strecke auf 3,442 km verkürzt, so dass die Produktionswagen noch häufiger an den Fans auf der Haupttribüne vorbeifahren und praktisch während der gesamten Rennrunde zu sehen sind. Nach Rustem Teregulov (Russland), der bei seinem ersten Einsatz 2005 auf dem Nürburgring mit seinem BMW 320i gleich Rang 3 erobern konnte, verzeichnet die Starterliste der DMSBProduktionswagen-Meisterschaft beim vorletzten Saisonlauf wiederum einen Neuzugang. Hermann Speck aus Schwaig, ansonsten mit einem Porsche GT3 im Alpen-Donau-Pokal erfolgreich, startet mit einem Ford Focus ST im österreichischen Team TW Racing.

Division 2: Thierfelder ist nun der Gejagte
Nachdem die erste Saisonhälfte in der Division 2 der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft klar von Thomas Mühlenz (Bergisch Gladbach) beherrscht wurde, hat sich das Blatt vor dem Halbfinale in der Lausitz gewandelt. Der Troisdorfer Guido Thierfelder – wie Mühlenz in einem Citroën Saxo VTS auf Punktejagd – siegte in Assen und am Nürburgring je einmal und konnte so die Führung in der Tabelle übernehmen. Zehn Punkte Vorsprung auf Mühlenz geben Thierfelder viel Sicherheit für die vier letzten Saisonrennen: „Ich kann langsam anfangen, ein wenig taktisch zu fahren. Allerdings darf man keinesfalls einen Ausfall riskieren, sonst sind die anderen gleich wieder dran.“ So steht der Rheinländer gleich zweifach unter Druck, verbindet ihn mit dem Eurospeedway Lausitz doch eine Hassliebe: „Ich habe dort noch nie Erfolg gehabt. Ob Puma-Cup, Saxo-Cup oder mit dem Produktionswagen – immer hatte ich mit Unfällen, unnötigen Stop-and-go-Strafen oder anderen Problemen zu kämpfen. Deswegen will ich mich diesmal unbedingt schadlos halten und ankommen.“

Diesel-Division: Dreikampf zwischen Hertner, Surauer und Lungstrass
„Ankommen“ dürfte auch das Stichwort für Roland Hertner sein. Der Heilbronner, der in der Division 3 einen Alfa 147 JTD einsetzt, hatte zu Saisonbeginn fünf von sieben Rennen gewonnen, dann aber in Assen und am Nürburgring nur insgesamt zwölf Punkte erzielt. Sein Punktevorsprung schmolz deshalb auf vier Punkte zusammen: Mit 70 Zählern liegt er vor den punktgleichen Robert Surauer (Manching) und Markus Lungstrass (Burscheid), die bis auf 66 Punkte herangekommen sind. Lungstrass: „Nach meinem unverschuldeten Unfall in Assen war ich sehr enttäuscht, dachte, dass die Meisterschaft entschieden sei. Doch nun habe ich wieder ein Ziel: Ich will in der Lausitz unbedingt vor Roland Hertner landen und ihm ein paar Pünktchen stehlen. Ich glaube, dass ich dazu auch die Möglichkeiten habe, denn wir haben bei den letzten Veranstaltungen die freien Trainingssitzungen immer perfekt genutzt, um am Setup zu arbeiten. So wurde ich im Laufe des Wochenende immer schneller.“
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