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Rallye nat.: Stumpf ist Trumph in Oberehe

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Platz eins für die Nummer 1: Willi Stumpf siegte in Oberehe |
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| Zum zweiten Mal nach 2003 siegte Willi Stumpf bei der ADAC-Rallye Oberehe. Zusammen mit Beifahrer Andreas Glomb hatte der Saarländer nach sechs Wertungsprüfungen 13,6 Sekunden Vorsprung auf Armin Sommer im Subaru Impreza STi. Mit einem weiteren bei Fuji Heavy Industries gebauten Allradler wurde Frank Schrader dritter. Für Stumpfs Fahrzeug, den bildschönen BMW M3 aus der Baureihe E30, war es bereits der dritte Gesamtsieg in Oberehe, nachdem Thomas Kleinwächter im Jahr 2001 hiermit triumphierte.
Einige Regenschauern sowie partiell knüppelharte Schnotterpisten, teilweise bergauf gefahren, bevorteilten die Allrad-Fraktion. Somit war die erste Bestzeit für Ronny Amm im Mitsubishi Lancer Evo VI keine Überraschung. Willi Stumpf büßte jedoch nur 2,5 Sekunden ein und übernahm Rang zwei vor Sommer und Schrader. Top-Favorit Frank Reiter (BMW M3) kam einmal von der Piste ab, büßte seine hintere Stossstange ein und verlor 20 Sekunden auf Amm.
Doch in WP zwei, der einzigen ohne Schotteranteil, meldete sich Reiter mit einer beeindruckenden Bestzeit vor Stumpf zurück. Stumpf übernahm somit auch die Gesamtführung vor Amm und Sommer, Reiter verbesserte sich auf Rang vier. Mit seiner zweiten Bestzeit (WP 3) eroberte der Mitsubishi-Pilot die Führung zurück. Während dieser dritten Prüfung begannen bei Frank Reiter Getriebeprobleme, die kurze Zeit später für den Ausfall sorgen sollten.
Nach jeweils einer Bestzeit von Amm (WP 4) und Stumpf (WP 5) rollte der BMW-Pilot mit 3,2 Sekunden Vorsprung zum Start der letzten Prüfung. Doch ein kurzer Regenschauer vor dem Start und der ohnehin rollige Wiesenweg auf den ersten 500 Metern der Prüfung schienen zunächst für die Entscheidung zu sorgen, Amm knöpfte Stumpf 10,4 Sekunden ab und hatte vermeintlich die Nase. „Aber wir hatten bereits nach der ersten Prüfung unsere Bordkarte verloren“, ärgerte sich Amm. „Und ohne Bordkarte keine Wertung.“
Somit kam Willi Stumpf dann doch noch zum zweiten Triumph in Oberehe, was vor ihm nur Franz Plum (84/89), Markus Moufang (93/94), Michael Pfeiffer (96/97) und Thomas Kleinwächter (91/01) gelang. Der Heusweiler könnte im nächsten Jahr zum ersten Dreifachsieger avancieren.
Aber auch neben dem Kampf um den Gesamtsieg rechtfertigte der ADAC-Event einmal mehr den Ruf, eine der besten deutschen Rallies zu sein. Insgesamt 132 Teams boten vor großer Zuschauerkulisse packenden Motorsport und spannende Positionskämpfe.
Obwohl mit der hohen Start-Nummer 70 stark benachteiligt, führte zu Halbzeit Marco Koch (Opel Kadett C) die Gruppe H bis 2000 ccm an, ehe ein technischer Defekt die starke Vorstellung in Prüfung vier beendete. Rolf Kramer siegte somit im VW Golf GTi und fuhr als achter sogar in die Top Ten. Das Franco Decker mit seinem BMW 320is Klassenzweiter und Gesamtzehnter wurde, überraschte niemanden mehr als den Fahrer selbst.
Auf den Gesamträngen sechs und sieben (!) rollten bereits die beiden besten 1600er-Teams über die Zielrampe. Karsten Säckl avancierte hierbei zum großen Überraschungsmann und – wäre es ein WM-Lauf – hätte der Toyota-Pilot sicherlich die Wahl zum “Inmarsat Star of the Rally“ gewonnen. Bis zum letzten Meter lieferten sich Säckl und Wilfried Bus (VW Golf GTi) einen Sekundenkrimi. Dabei waren die beiden rund eineinhalb Stunden voneinander getrennt in den Eifelwäldern unterwegs.
Bus mit der kleinen Start-Nummer 19 profitierte sicherlich auf den ersten drei Prüfungen von einer sauberen Strecke im Vergleich zu Säckl, der mit der Nummer 126 unterwegs war. Der bereits erwähnte Regenschauer jeweils zu Beginn der fünften und sechsten traf den VW Golf-Piloten dagegen, während bei Säckls Fahrt viele Ecken bereits wieder abgetrocknet waren. Summasummarum trennten die beiden 0,8 Sekunden (!) und eigentlich hätten beide den Sieg in der Gruppe H bis 1600 ccm verdient gehabt.
Gesamtklassement nach 6 Wertungsprüfungen:
1. Willi Stumpf/Andreas Glomb (BMW M3) 19.52,6 Minuten (1. H bis 3000 ccm)
2. Armin Sommer/Bianca Lauck (Subaru Impreza STi) + 13,6 Sekunden (1. N/F über 3000 ccm)
3. Frank Schrader/Stefan Jesse (Subaru Impreza STi) + 33,5 Sek.
4. Peter Schillo/Silke Schillo (Ford Escort MkI) + 39,8 Sek.
5. Wilfried Brunken/Thorsten Schulz (Ford Sierra Cosworth) + 55,7 Sek. (1. H über 3000 ccm)
6. Karsten Säckl/Heiko Brandt (Toyota Corolla AE 86) + 1.10,6 Minuten (1. H bis 1600 ccm)
7. Wilfried Bus/Jasmin Noll (VW Golf GTi) + 1.11,4 Min.
8. Rolf Kramer/Christian Frank (VW Golf GTi) + 1.12,3 Min. (1. H bis 2000 ccm)
9. Hervert van der Stelt/Toine Krol (Ford Escort MkII) + 1.32,4 Min. (1. Youngtimer Gruppe 2)
10. Franco Decker/Patricia Decker (BMW 320is) + 1.33,9 Min.
11. Christian Carl/Joachim Carl (Peugeot 205 GTi) + 1.38,2 Min. (1. Youngtimer Gruppe A)
17. Frank Herr/Guido Pitzen (Ford Sierra Cosworth) + 1.48,2 Min. (1. G1)
18. Christian Paulus/André Schmittberger (Opel Astra GSi) + 1.49,4 Min. (1. N/F bis 2000 ccm)
25. Stefan Schneppenheim/Hans-Joachim Grimberg (Suzuki Ignis Sport) + 2.19,3 Min. (1. N/F bis 1600 ccm)
29. Mario Fuchs/Maik Dünker (Daihatsu Charade) + 2.24,6 Min. (1. H bis 1300 ccm)
38. Matthias Homuth/Jan Knöbel (Volvo 242) + 2.37,2 Min. (1. N/F bis 3000 cm)
40. Gernot Gräf/Sandra Gräf Audi A 3 + 2.40,9 Min. (1. G3)
WP-Bestzeiten:
Amm 4; Stumpf und Reiter je 1.
wichtige Ausfälle:
nach WP 6: Ronny Amm/Sandra Bufe (Mitsubishi Evo VI) Bordkarte verloren
WP 6: Walter Gromöller/Ann-Catrin Löseke (Opel Manta 400) Unfall
WP 6: Anton Moree/Patrick de Rade (Ford Escort MkII) Unfall
WP 5: Jürgen Lenarz/Dieter Müller (Opel Kadett C) Hinterachse
WP 4: Marco Koch/Stefan Assmann (Opel Kadett C) technischer Defekt
nach WP 3: Frank Reiter/Dominik Rosch (BMW M3) Getriebeschaden
WP 3: Markus Schmidtmeister/Thomas Schmidtmeister (BMW 320iS) Motorschaden
vor WP 1: Dieter Reiland/Arnd Reinhard (Mitsubishi Galant) Motorschaden
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