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WRC: Grönholm dicht vor erstem Saisonsieg

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Ein Reifenschaden kostete Toni Gardemeister fast zwei Minuten |
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| Sebastien Loebs Siegesserie scheint gestoppt, denn nach dem zweiten von drei Tagen bei der Neste Rally Finland hat der Franzose bereits über eine Minute Rückstand auf Marcus Grönholm. Der Finne markierte mit seinem Peugeot 307 heute sechs von acht möglichen Bestzeiten und ist auf dem besten Weg, seinen fünften Heimsieg zu feiern. Teamkollege Markko Märtin ist weiterhin dritter.
Die Reifen spielten einmal mehr eine wichtige Rolle und sollten im Verlauf des Tages über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Für die ersten drei Prüfungen wählte Loeb die weichste Mischung, die Michelin zu bieten hat. Grönholm setzte auf härtete Pirellis, und der Peugeot-Pilot sollte unterm Strich Recht haben. Zwar war Loeb in der Auftaktprüfung schneller und verkürzte den Abstand auf 2,3 Sekunden, doch in den beiden Ouninpohja-Teilen war „Bosse“ nicht zu bremsen.
Weitere vier Bestzeiten folgten und ließen den Vorsprung zu Loeb auf rund 30 Sekunden anwachsen. Auf der Finalprüfung des Tages kostete den Franzosen ein Reifenschaden rund 40 Sekunden. „Nach einer Sprungkuppe trafen wir einen Stein, dann hat sich der Reifen aufgelöst“, ärgerte sich der Tabellenführer, der jetzt seinen zweiten Platz nach Hause fahren will. „Gewinnen kann ich nicht mehr und wir brauchen dringend die Punkte für die Hersteller-Wertung. Ich werde nicht mehr alles riskieren.“
Auf Rang drei liegt mit Markko Märtin weiter der zweite Löwe, der mehrere zweit- und drittbeste WP-Zeiten verbuchte. Zur Freude des Esten wirken sich die neuen Stossdämpfer an seinem Peugeot 307 positiv aus, das jetzige Handling kommt seinem Fahrstil eher entgegen. Toni Gardemeister, mit 4,5 Sekunden Rückstand in den Tag gestartet, büßte auf der mit 40,96 Kilometer langen Prüfung fast zwei Minuten wegen eines Reifenschadens ein. „Wir haben eigentlich nichts getroffen, dennoch ist der Reifen geplatzt“, ärgerte sich der Finne, der auf Rang sieben abgerutscht ist und sich morgen Harri Rovanperä vorknöpfen möchte.
Petter Solberg im Subaru klagte vor allem über Bremsprobleme am Impreza, auf einer Prüfung quittierten sogar beide Hauptbremszylinder ihren Dienst. Vor der letzten Etappe hat der Norweger nur 3,7 Sekunden auf Mikko Hirvonen im jetzt bestplatzierten Ford Focus.
Henning Solberg in einem weiteren aktuellen Ford Focus startete gleich mit einer Minute Verzögerung: "Der Anlasser hat gestreikt, wir haben am Start der Auftaktprüfung rund eine Minute verloren", bedauerte Petters älterer Bruder. In der ersten Prüfung des Tages kam Kristian Sohlberg von der Strecke ab und zerknautschte seinen Subaru Impreza. Gianluigi Galli, nach seinem Unfall von gestern nur noch Dank SupeRally dabei, botanisierte den Lancer endgültig in Prüfung 12. Sebastian Lindholm im dritten Peugeot 307 verzichtete auf den Start zur zweiten Etappe. Bei Copilot Tomi Tuominen hatten die Ärzte am Abend im Krankenhaus eine Rückenprellung festgestellt, die er sich bei einer Landung am Vortag zugezogen hatte.
Gegen Ende des gestrigen Tages war Manfred Stohl im Kronos-Citroen immer besser in Fahrt gekommen. Umso bitterer daher das Aus in der heutigen Auftaktprüfung. Der Österreicher touchierte nach der Landung nach eine Sprungkuppe einen Stein im linken Straßengraben, so daß an ein Weiterfahren nicht zu denken war, ohne das Auto noch schwerer zu beschädigen.
„Zuerst schien der Schaden nicht zu groß zu sein und wir fuhren weiter. Erst als ich kurz darauf einen Reifen wechseln wollte, sah ich, dass wir Öl und Wasser verloren“, berichtete der 32-jährige Wiener. Daraufhin entschied Stohl, nicht weiterzufahren um nicht einen Motorschaden heraufzubeschwören.
Gesamtklassement nach 17 von 21 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm/ Rautiainen (Peugeot 307/P) 2:22.30,7 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) + 1.07,0 Minuten
3. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 1.42,4 Min.
4. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 2.22,2 Min.
5. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus/M) + 2.25,9 Min.
6. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 3.32,7 Min.
7. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 3.36,5 Min.
8. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 4.56,21 Min.
9. H.Solberg/Menkerud (Ford Focus/M) + 5.43,9 Min.
10. Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) + 5.53,9 Min.
11. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 9.03,1 Min.
12. Pons/Julia (Citroen Xsara/M) + 9.34,9 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 12: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Unfall
WP 10: Sohlberg/Hantunen (Subaru Impreza) Unfall
WP 10: Stohl/MInor (Citroën Xsara/M) Unfall
vor WP 10: Lindholm/Tuominen (Peugeot 307/P) Beifahrer verletzt
WP 7: Latvala/Antilla (Toyota Corolla) Unfall
WP 7: Kresta/Mozny (Ford Focus/M) Elektrik
WP 4: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Unfall
WP 4: Paasonen/Vainikka (Skoda Fabia/M) Unfall
WP 2: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Radaufhängung/Unfall
JWRC-Klassement nach 17 von 21 Wertungsprüfungen:
1. Sordo/Marti (Citroën C2) + 2:43.26,8 Stunden
2. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 2.14,5 Minuten
3. Wilks/Pugh (Suzuki Swift) + 4.51,1 Min.
4. Valousek/Scalvini (Suzuki Ignis) + 7.16,2 Min.
5. Betti/Agnese (Renault Clio) + 8.24,3 Min.
6. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 20.26,9 Min.
7. Prokop/Gross (Suzuki Ignis) + 21.24,2 Min.
8. Meeke/Patterson (Citroën C2) + 33.17,2 Min.
9. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 41.34,6 Min.
wichtige Ausfälle (möglicher Re-Start):
WP 11: Meeke/Patterson (Citroën C2) Unfall
WP 6: Rautenbach/Williamson (Citroen C2) Unfall
WP 5: Andersson/Andersson (Suzuki Swift) Unfall
Scorcioni/Stefanelli (Suzuki Ignis) nicht gestartet
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