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WRC: Grönholm knapp vor Loeb

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Flog schon in WP zwei ab: Gianluigi Galli im Mitsubishi |
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| Marcus Grönholm führt im Peugeot 307 nach der ersten Etappe die Neste Rally Finland an. Aber mit nur 5,8 Sekunden Rückstand liegt Citroens Sebastien Loeb erneut dichtauf. Auch bei ihrem Heimspiel kann es der Franzose nicht lassen, die Piloten aus dem Schotterland Nummer eins zu ärgern… Mit seiner bislang besten Saisonleistung folgt Markko Märtin (ebenfalls Peugeot) als dritter vor Toni Gardemeister im schnellsten Ford Focus und Subaru-Mann Petter Solberg. Die ersten fünf sind nur durch 52 Sekunden getrennt.
Nachdem Petter Solberg mit dem Subaru Impreza gestern Abend auf der Super Special die Bestzeit markiert hatte, ging „die eigentliche“ Finnland-Rallye erst heute los. Und wie! Obwohl als erster auf der Strecke und als vermeintlicher Strassenfeger benachteiligt, legte Sebastien Loeb die Messlatte unerreichbar hoch und markierte auf „Lankamaa“ eine neue WP-Rekordzeit. „Der Regen letzte Nacht war sicherlich gut für uns“, freute sich der Franzose. „Aber unser Citroen und die Michelin-Reifen waren einfach spitze.“
Für den vierfachen Finnland-Gewinner Marcus Grönholm war in Lankamaa schon fast Feierabend. „Wir waren mit dem Heck einmal kurz im Graben, danach bin ich etwas vorsichtiger geworden“, berichtete der Peugeot-Pilot. Auf WP drei dann markierte „Bosse“ aber die Bestzeit und übernahm auch die Führung, die er bis ins Etappenziel nicht mehr abgeben sollte. Weitere vier Bestzeiten kamen dazu, Loeb hatte nur noch in der achten Prüfung die Nase vorn. In WP fünf murkste Loeb den Citroen-Motor sogar beim Start kurz ab.
Beim Mittagservice hätte Grönholm beinahe aufgeben müssen. „Bei der Landung nach einer Sprungkuppe in Prüfung fünf klagte mein Beifahrer Timo Rautiainen über heftige Rückenschmerzen und er konnte nicht weiter vorlesen. Zum Glück hat ihn unser Teamarzt wieder fit bekommen.“ Aber auch Daniel Elena, der Beifahrer von Loeb sowie Cato Menkerud, Copilot im Ford Focus von Henning Solberg, verletzten sich bei diesem Sprung in der neuen WP fünf „Vellipohja“. „Wir haben den Sprung unterschätzt", berichtete Elena. "Die Landung war extrem hart, seitdem tut mir alles weh: die Rippen, der Rücken, der Kopf..."
Petter Solberg konnte als einziger das Tempo des Duos Grönholm-Loeb mitgehen, verlor bei einem Dreher in WP acht aber rund 20 Sekunden. Der Norweger im Subaru liegt im Gesamtklassement als fünfter aber nur 0,1 Sekunden hinter Toni Gardemeister, der sich mehr erhofft hatte, im besten Ford Focus und 4,6 Sekunden hinter Markko Märtin. Der Este, 2003 Finnland-Sieger im Ford Focus, kann erstmals in dieser Saison annähernd die Zeiten seines Teamkollegen Grönholm mitgehen.
Mit nur etwas mehr als einer Minute Rückstand liegt Ford-Heimkehrer Mikko Hirvonen auf dem guten sechsten Rang und rechtfertigt somit das in ihn gesetzte Vertrauen für die Nominierung als Marken-WM-Fahrer. Der etatmäßige Pilot Roman Kresta, in einem dritten Focus unterwegs, war zu keiner Zeit in der Lage, Spitzenzeiten zu fahren und schied in Prüfung sieben sogar mit einem Elektrikdefekt aus.
Sebastian Lindholm, Cousin von Grönholm, vervollständigte als siebter lange Zeit das hervorragende Mannschaftsergebnis der Peugeot-Truppe, verlor nach Bremsproblemen aber rund zwei Minuten und ist nur noch 13. Harri Rovanperä ist somit siebter und der einzig verbliebene Mitsubishi, nachdem Gianluigi Galli seinen Lancer in WP zwei in einer Linkskurve an Felsen kaltverformte. Der danach gestartete Jani Paasonen versuchte mit seinem Skoda Fabia, dem auf der Strecke stehenden Mitsubishi auszuweichen, blieb hierbei aber selber im rechten Graben stecken. Ein weiterer Unfall in Prüfung vier beendete die Fahrt des Finnen dann endgültig. Galli möchte Morgen nach SupeRally–Reglement wieder an den Start gehen.
Trotz einiger kleinerer Probleme lässt sich das OMV World Rally Team den Spaß nicht verderben. Sowohl Manfred Stohl als auch Xavier Pons zeigten sich von den Strecken rund um Jyväskylä begeistert. Zwar liegen die beiden Kronos-Piloten noch außerhalb der Top-10, doch noch sind zwei Tage zu fahren. Stohls Beifahrerin Ilka Minor genoss die Flugstunden über die Finnischen Sprungkuppen. „Für mich ist es halb so arg, da ich relativ leicht bin und so beim Aufkommen nicht so schwer in den Sitz gedrückt werde.“
Auch wenn es bislang nur für den elften Gesamtrang reichte, ist der Österreicher Stohl weiterhin von Finnland begeistert: „Es ist unglaublich. Mir taugt es und wir kommen immer besser in Fahrt. Wir nehmen bislang sicher noch nicht 100 Prozent Risiko.“ Teamkollege Xavier Pons brach in Prüfung fünf der rechte hintere Stossdämpfer, womit auch noch die sechste Prüfung absolviert werden musste. Mehr als Rang 15 war somit für den Spanier nicht möglich.
Gesamtklassement nach 9 von 21 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm/ Rautiainen (Peugeot 307/P) + 44,6 Sek.
2. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) + 5,8 Sekunden
3. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 47,4 Sek.
4. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 51,9 Sek.
5. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 52,0 Sek.
6. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus/M) + 1.11,8 Minuten
7. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 1.53,0 Min.
8. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 2.09,8 Min.
9. H.Solberg/Menkerud (Ford Focus/M) + 2.24,9 Min.
10. Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) + 2.55,2 Min.
11. Stohl/MInor (Citroën Xsara/M) + 3.21,2 Min.
12. Sohlberg/Hantunen (Subaru Impreza) + 3.22,7 Min.
13. Lindholm/Tuominen (Peugeot 307/P) + 3.50,7 Min.
14. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 4.19,8 Min.
15. Pons/Julia (Citroen Xsara/M) + 5.20,5 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle (möglicher Re-Start):
WP 7: Latvala/Antilla (Toyota Corolla) Unfall
WP 7: Kresta/Mozny (Ford Focus/M) Elektrik
WP 4: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Unfall
WP 4: Paasonen/Vainikka (Skoda Fabia/M) Unfall
WP 2: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Radaufhängung/Unfall
JWRC-Klassement nach 9 von 21 Wertungsprüfungen:
1. Meeke/Patterson (Citroën C2) 1:22.18,0 Stunden
2. Sordo/Marti (Citroën C2) + 25,3 Sekunden
3. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 49,3 Sek.
4. Valousek/Scalvini (Suzuki Ignis) + 5.39,7 Minuten
5. Betti/Agnese (Renault Clio) + 5.42,8 Min.
6. Wilks/Pugh (Suzuki Swift) + 6.18,1 Min.
7. Prokop/Gross (Suzuki Ignis) + 6.52,9 Min.
8. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 17.46,3 Min.
9. Rautenbach/Williamson (Citroen C2) + 20.23,4 Min.
10. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 37.33,8 Min.
wichtige Ausfälle (möglicher Re-Start):
Andersson/Andersson (Suzuki Swift)
Scorcioni/Stefanelli (Suzuki Ignis)
Cecchettini/Daddovari (Fiat Punto)
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