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2005-07-31 19:52:55 - ks
DPWM: Schläppi geht uneinholbar in Führung

Vier Rennen vor Schluss Meister: Mathias Schläppi
Mit zwei Siegen beim Lauf der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft auf dem Nürburgring geht MG-Pilot Mathias Schläppi vier Rennen vor Schluss in der Gesamtwertung uneinholbar in Führung. Vor dem Event auf dem Eurospeedway und im Motopark hat der Schweizer nun 102 Punkte auf dem Konto, während seinem ärgsten Verfolger, Wolfgang Treml aus Österreich, in der Eifel das Pech an den Reifen klebte und er nun insgesamt 54 Zähler aufweisen kann. „Der Titel war mein Ziel“, so der Pilot von Maurer Motorsport nach dem Rennen. „Ich hätte natürlich gerne gegen noch mehr Gegner gekämpft, aber unsere Leistung hat auf jeden Fall gestimmt – vor allem, wenn man zum Beispiel die Rundenzeiten mit dem Vorjahr vergleicht.“ In meisterlicher Manier hatte Schläppi zuvor beide Läufe für sich entschieden. „Vor allem das zweite Rennen hat mir Riesenspaß gemacht. Ich hatte freie Bahn und bin fast wie im Qualifying gefahren.“

Neben der Leistung des Schweizers und seines MG ZS waren es auch Ausfälle der Gegner, die das Rennwochenende zu einer eindeutigen Angelegenheit für das Team Maurer Motorsport werden ließen. Hauptkonkurrent Wolfgang Treml (Österreich) hatte im Ford Focus ST im ersten Lauf noch den zweiten Platz erzielt, musste in Rennen 2 jedoch mit Felgenbruch aufgeben. Ebenso sein Landsmann und Markenkollege Sascha Plöderl, im ersten Lauf noch Dritter. Der Österreicher steuerte im zweiten Rennen gleich mehrfach die Box an – am Ende holte er mit Rang vier zumindest noch Punkte. Grund zur Freude hatte hingegen MG-Fahrer Rainer Bastuck: Die Plätze vier und zwei waren die Wochenend-Ausbeute für den Saarländer, der sich entsprechend äußerte: „Den BMW von Rustem Teregulov hatte ich gut im Griff. Gerade in den engen Ecken der Nürburgring-Kurzanbindung bin ich mit dem Fronttriebler im Vorteil.“

Zwei Siege für Citroën in der Division 2
Die Citroën-Piloten Guido Thierfelder (Troisdorf) und Thomas Mühlenz (Bergisch Gladbach) teilten sich die Siege in der Division 2 für Fahrzeuge bis 1600 ccm Hubraum. Im ersten Lauf profitierte Thierfelder von einem Verbremser in der letzten Rennrunde von Tobias Pfister, der bis dahin geführt hatte. Thierfelder: „Ich habe mehrfach angetäuscht, und irgendwann ist Tobias dann wohl nervös geworden und hat sich verbremst.“ Zuvor hatte schon Thomas Mühlenz seine Siegchancen verspielt, als er bei abtrocknender Fahrbahn nach eigenen Angaben „zu vorsichtig agierte“. Im zweiten Lauf – der im Gegensatz zu Rennen 1 komplett bei trockener Strecke stattfand – machte der Citroën-Fahrer die Scharte allerdings wieder wett und holte sich klar den Laufsieg vor Guido Thierfelder, der beim Start den zweiten Gang nicht einlegen konnte. „Dabei bin ich von einigen Konkurrenten überholt worden. Und als ich mich wieder freigestrampelt hatte, war Thomas Mühlenz nicht mehr einzuholen.“

Division 3: Siege für Alfa-Piloten Ivano Giuliani und Markus Lungstrass
Nach dem Pech im niederländischen Assen musste Seriensieger Roland Hertner am Nürburgring erneut zwei Nullrunden hinnehmen. Am Alfa 147 JTD des Heilbronners ging ein Simmerring am Getriebe zu Bruch, das Wochenende endete an der Box. Diesmal hießen die Profiteure Ivano Giuliani (Italien) im ersten und Markus Lungstrass im zweiten Lauf. Der Burscheider zog mit seinem Sieg mit Robert Surauer (Manching) gleich, der im zweiten Rennen Dritter wurde. Lungstrass: „Ich hatte bei den vergangenen Rennen ein paar Mal große Probleme und bin jetzt froh über den Ausgleich auf meiner Heimstrecke hier am Nürburgring. Mein Team hat einfach klasse gearbeitet.“ Surauer und Lungstrass fahren nun mit 66 Zählern an den Eurospeedway, wo in zwei Wochen die nächste Runde der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft ausgetragen wird. Roland Hertner reist mit 70 Punkten und somit einem deutlich kleineren Vorsprung in die Lausitz.
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