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Rallye nat.: Färber-Sieg, Mysliwietz Saarland-Meister

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Erfolgreiche Saarland-Titelverteidigung: Lars Mysliwietz |
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| Der strahlende Gewinner der 16. ADAC-Litermont-Rallye war Lars Mysliwietz: Der 36jährige hatte als Organisationsleiter eine fehlerfreie Leistung abgeliefert, als Gesamtzweiter und Klassensieger stimmte auch sportlich alles und zum zweiten Mal in Folge sicherte sich „Mysli“ den Titel der Saarländischen Rallyemeisterschaft. „Lars hat Rallye-Blut, er ist einer der Erfolgsgaranten für den Rallyesport im Saarland und beim WM-Lauf“, war denn auch der einhellige Tenor rund um Piesbach. Denn: Deutschlands motorsportverrücktester Bürgermeister, Klaus Boullion aus St. Wendel, wird neben Mysliwietz als Beifahrer den WM-Lauf in Angriff nehmen!
Nach einigen Dümpeljahren haben Mysliwietz und der veranstaltende MSC Piesbach die „Liter-Monte“ wieder hoffähig gemacht. Das Starterfeld der 16. Auflage war dann auch entsprechend stark besetzt und der Shakedown am Vorabend bereits richtig gut besucht.
Nach seinem Sieg bei der Saar-Ost galt Peter Schillo im Schumann-Ford Escort MkI mit 2,4 Liter-16V Motor als Favorit. Marc Färber im Mitsubishi und Subaru-Mann Armin Sommer bildeten die Speerspitze der Allradfraktion. Aber ein Rückkehrer stahl ihnen allen zunächst die Show: Frank Reiter.
Mitte der 90er Jahre sorgte der Nalbacher mit seiner blauen Toyota Corolla AE86 für mächtig Furore, Unfälle und Budgetprobleme sorgten immer wieder für Karriereschwankungen. Neben Thomas Kleinwächter ist „de Raidda“ sicherlich der schnellste deutsche Rallyepilot, der nie die Chance hatte, mal auf höchstem WRC-Niveau sein Können zu zeigen.
Das Reiter-Comeback begann wie von der Konkurrenz befürchtet: Mit drei Bestzeiten! Mit zwölf Sekunden Vorsprung rollte der BMW M3 in der vierten Prüfung dann mit einer gebrochenen Antriebswelle aus. Ende der Vorstellung. Somit ließ sich Schillos „Dinosaurier“ die nächsten beiden Bestzeiten gutschreiben, doch für den Dillinger war der Kampf um den Gesamtsieg schon verloren, bevor er richtig begonnen hatte. Ein kleiner Fahrfehler in WP eins hatte 40 Sekunden gekostet.
In WP sechs markierte Armin Sommer seine erste Bestzeit des Tages, doch mit 0,6 Sekunden Rückstand auf den Gesamtzweiten Mysliwietz musste sich der Subaru-Pilot knapp geschlagen geben. Somit siegte Routinier Marc Färber nach einer taktisch klugen Fahrt im Mitsubishi Lancer Evo IV. Zusammen mit Ehefrau Alexandra gab es für Färber zwar nicht eine Bestzeit, aber unterm Strich doch einen verdienten Gesamtsieg mit 8,2 Sekunden Vorsprung. Herausragend einmal mehr die Leistung von Sven Langenfeld, der im 1300er Suzuki Swift als Gesamt-Neunter über die Zielrampe rollte und einen überlegenen Klassensieg feierte.
Gesamtklassement nach sechs Wertungsprüfungen:
gestartet: 56; gewertet: 44; nicht gewertet: 12
1. Marc Färber/Alexandra Färber (Mitsubishi Lancer Evo IV) 21.33,5 Minuten (1. N/F über 3000 ccm)
2. Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher (Honda Civic Type-R) + 8,2 Sekunden (1. N/F bis 2000 ccm)
3. Armin Sommer/Jessica Schu (Subaru Impreza WRX STi) + 8,8 Sek.
4. Peter Schillo/Silke Schillo (Ford Escort MkI RS) + 31,4 Sek. (1. H bis 3000 ccm)
5. Christian Stockmar/Kendra Stockmar (VW Golf III Kit-Car) + 45,9 Sek. (1. H bis 2000 ccm)
6. Fritz Köhler/Petra Hägele (Opel Kadett C Coupé) + 1.04,5 Minuten
7. Uwe Gropp/Patrik Kesselring (Peugeot 306 Maxi) + 1.11,4 Min.
8. Stefan Malter/Kathi Schmitt (Peugeot 306 S16) + 1.39,8 Min.
9. Sven Langenfeld/Theresia Antony (Suzuki Swift GTi) + 1.48,3 Min. (1. H bis 1300 ccm)
10. Silvio Huss/Silke Huss (Honda CRX) + 1.53,9 Min. (1. N/F bis 1600 ccm)
11. Jürgen Schumacher/Michael Christ (VW Golf GTi) + 1.59,7 Min. (1. H bis 1600 ccm)
19. Gerd Römpert/Marco Haag (Ford Escort RS2000) + 2.21,0 Min. (1. Youngtimer)
20. Harald Ludwig/Petra Ludwig (Mazda 323) + 2.30,3 Min. (1. G3)
35. Klaus Göller/Ralph Weber (Ford Sierra RS Cosworth) + 4.36,3 Min. (1. G1)
wichtige Ausfälle:
WP 4: Frank Reiter/Michael Ehl (BMW M3) Antriebswelle
WP 2: Dieter Reiland/Claudia Reiland (Mitsubishi Galant) Getriebe
WP-Bestzeiten:
Reiter 3, Schillo 2, Sommer 1
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