Der RECARO Formel-3-Cup befindet sich bereits in der zweiten Saisonhälfte, denn am letzten Juli-Wochenende finden die Läufe elf und zwölf beim ACV-Sprint-Meeting auf dem Nürburgring statt. Zehn von 18 Rennen sind absolviert und mit Peter Elkmann ein souveräner Tabellenführer unterwegs. Dennoch hat der 23-Jährige den Titel in Deutschlands schnellster Formel-Rennserie noch lange nicht in der Tasche. Das Beispiel Ho-Pin Tung zeigt, wie schnell man Plätze und wichtige Punkte verlieren kann: der erfahrene Asiate musste sowohl am Sachsenring als auch auf dem EuroSpeedway zwei Null-Runden hinnehmen - nicht einen einzigen Zähler holte Tung aus diesen vier Rennen.
Wie es anders funktioniert zeigte Elkmann vor allem im Rahmen des Truck Grand Prix: auf dem Nürburgring kassierte der Mann aus Steinfurt vor drei Wochen die volle Punktzahl. Zwei Siege, jeweils die schnellste Runde und zudem noch zwei Trainingsbestzeiten brachten für Peter Elkmann weitere 24 Punkte in der Meisterschaft und den souveränen Ausbau der Tabellenführung. „Es sah einfacher aus, als es war“, wiegelt der Tabellenführer ab. „Ich habe mich heftig wehren müssen und war ständig auf der Hut vor den Verfolgern.“ Jetzt kehrt Elkmann also an den Ort seines bislang größten Formel-3-Triumphes zurück. „Ich hüte mich allerdings davor zu glauben, dass ich auch dieses Mal die Siege schon in der Tasche habe“, so Elkmann, „der RECARO Formel-3-Cup ist sehr anspruchsvoll und ausgeglichen geworden, schon der kleinste Fehler wird von der Konkurrenz ausgenutzt.“
Neben dem Iren Michael Devaney, der bereits im vergangenen Jahr in der Finalwertung den vierten Tabellenplatz belegen konnte, tun sich vor allem die beiden Rookies Pascal Kochem und Frank Kechele hervor. Sie kassierten vor drei Wochen hier jeweils einen zweiten Platz und liegen in der Tabelle nun auf den Rängen drei und vier. Nach den besagten vier Rennen ohne Punkte ist auch Ho-Pin Tung seit dem Nürburgring-Wochenende wieder vorn bei der Musik, denn der 21-Jährige schaffte endlich mal wieder mit Platz drei im Sonntagrennen den Sprung auf das Siegerpodest.
In der Trophy-Wertung, die für die Piloten mit den Fahrzeugen der Baujahre 1999 bis 2001 geschaffen wurde, spitzt sich die Situation zwischen Kevin Fank und Christer Jöns aus Wiesbaden zu. Mit nur noch neun Punkten Unterschied behauptet sich nach zehn Rennen der Berliner Fank an der Tabellenspitze dieser internen Wertung.
Nach zehn Rennen im RECARO Formel-3-Cup ist zwar ein Trend erkennbar, jedoch noch lange keine Entscheidung gefallen. Noch sind maximal 96 Punkte bei den verbleibenden vier Veranstaltung zu erreichen, also kann sich Peter Elkmann noch lange nicht auf seinem Vorsprungspolster von 40 Zählern ausruhen. Die Jagdsaison ist eröffnet.