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2005-07-26 14:25:29 - rs
Interserie: Doppelsieg für Peter Milavec

Joachim Ryschka führte nach dem Start vor Peter Milavec
Mit einem Doppelsieg von Interserie-Champion Peter Milavec (A) im Formel 3000 Lola-Cosworth endete der vierte Lauf zur Interserie Sprint Challenge auf dem 3,667 Kilometer langen Rundkurs in der Magdeburger Börde. Der Bleiburger ließ sich in allen beiden Rennen über 14 Runden nicht beeindrucken und erzielte zudem im zweiten Rennen mit einer 1:23.300 Minuten (= 158,477 km/h) die schnellste Rundenzeit des gesamten GTP-Wochenendes in Oschersleben.

Im ersten Lauf gewann Milavec das Startduell gegen Joachim Ryschka (G-Force Indy Car) und Sabrina Hungerbühler (CH) im URD-BMW Sportwagen und setzte sich schon nach fünf Runden von seinen Widersachern ab. Milavec: „Mein Auto lief völlig problemlos. Ich habe das Feld sehr gut kontrollieren können.“ Sabrina Hungerbühler hielt im URD-BMW in der Anfangsphase sehr gut mit und sicherte sich letztendlich auch den Sieg in der Division 1 der Sportwagen. Joachim Ryschka spielte nur auf den zwei Geraden des Motorpark Oschersleben sein 700 PS-Power aus. In den Kurven war Hungerbühler bis zur Rennmitte noch dran. Ryschka: „Ich bin das erste mal in Oschersleben und war gespannt, wie unser Auto auf einem so engen Kurs mit vielen Kurven reagieren würde. Ich denke, das Setup haben wir recht gut hinbekommen.“ Henry Büttner (Formel 3000 Reynard- Cosworth) hielt in der Spitze bis zur Rennhälfte sehr gut mit. Doch dann ließen die Reifen nach. Mit Rang drei in der Division 3 zeigte sich der Leipziger nicht unzufrieden. Für Arnold Wagner (Osella- BMW) endete der erste Lauf fast mit einer Schrecksekunde, da sich am Heckflügel eine Zwischenhalterung zu lösen begann. Diese war auch die Ursache für Wagners (11 Runde) vorzeitiges Rennende. In der Division 4 der formelfreien Rennwagen bis 2,0 Liter kam es zum ersten Schlagabtausch zwischen dem Spitzenreiter Marcel Baierle und dem Ilmenauer Marek Schramm (beide Formel Renault). Schramm startete am Freitagabend zum ersten Lauf mit einem neuen Motor, da sich der erste (Ventilabriss) zum Qualifying verabschiedet hatte. Die beiden Formel Renault zeigten eine tolle Show. Baierle gewann das erste Duell gegen seinen Markenkollegen Marek Schramm, der bei seinem Interserie-Debüt mit Platz zwei einen phantastischen Einstand feierte und zudem die schnellste Rennrunde hinlegte. Schramm: „Ich war zeitweise an Marcel dran. Doch zur Rennmitte haben Motoraussetzer eine bessere Platzierung verhindert. Trotzdem freue ich mich über meinen ersten Podestplatz.“ Die beiden Poznan - Sieger Manfred Kuhn (Formel 2000 Reynard-BMW und der Tscheche Lobumir Glogar (Formel 2000 Eufra-Opel) liefen auf den Rängen drei und vier ein. Manfred Kuhn kämpfte mit Elektronikproblemen und hatte keine Chance in das Duell Baierle gegen Schramm einzugreifen. Die kleine Sportwagen-Kategorie bis 2,0 Liter (Division 2) entschied Hans-Peter Voigt (PRC-Opel) vor dem Dänen Mikael Sode im Phantom-Zetec.

Zum zweiten Lauf am Samstagmittag übernahm Joachim Ryschka (G-Force Indy Car) für eine halbe Runde die Spitze, da sich Peter Milavec im Beschleunigungsduell einen Schaltfehler leistete. Beim Anbremsen vor der dritten Kurve nach Start und Ziel schob sich Milavec innen an Ryschka vorbei und machte sich zum zweiten Sieg aus dem Staub. Sabrina Hungerbühler zeigte abermals großes Kämpferherz und setzte in den Kurven Ryschka unter Druck. Der Indy Car-Pilot aus Recklinghausen konnte sich erst ab Rennmitte von Hungerbühlers Attacken befreien. Gut in Szene setzte sich Henry Büttner (Formel 3000 Reynard - Cosworth). In der fünften Runde flog der Leipziger allerdings von der Piste und schied aus. Arnold Wagner verzeichnete abermals Probleme am Heckflügel und gab zwei Runden vor Schluss auf. In der Division 4 roch es bis zur neunten Runde fast nach einer Sensation. Marek Schramm führte vor Marcel Baierle. Ein gebrochener Dreieckslenker an der Hinterachse verhinderte den möglichen Sieg des Thüringers. Baierle gewann vor Manfred Kuhn, Lobumir Glogar und Uwe Lorenz, der an seinem Formel 2000 Opel - Lotus über Benzindruck - Probleme klagte. In der kleinen Sportwagenklasse (2,0 Liter) drehte der Däne Mikael Sode den Spieß um und gewann vor Hans - Peter Voigt aus Spremberg.
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