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2005-07-24 13:14:42 - ju
CHC: Erster Gesamtsieg für Aust/Majewski

Stefan Aust und Guido Majewski hatten nach 15 Runden die Nase vorne
Mit dem ersten Gesamtsieg für Stefan Aust und Guido Majewski (beide Münster) endete der vierte von acht Läufen zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale" auf der Nürburgring-Nordschleife. Nach 15 Runden (= 312,45 Kilometer) hatte das Duo am Steuer des von Bonk Motorsport eingesetzten BMW M3 65 Punkte Vorsprung auf den Hückeswagener Peter Festl im Porsche GT3-RS. Mit einem weiteren Porsche wurde der Hamburger Christian Rumland dritter. Udo Wachsmuth (Nachrodt) und Bastian Krause (Dortmund) wurden in ihrer Klasse zweite und sicherten sich die inoffizielle Halbzeitmeisterschaft.

Rund 3.000 Zuschauer entlang der Nürburgring-Nordschleife waren begeistert. 96 Teams boten packenden Motorsport, Rundenrekorde und Spannung bis zum letzten Meter beim „Bergische Schmied“ des veranstaltenden BMC Wuppertal im ADAC. „Der Tag war perfekt“, freute sich Organisationsleiter Jürgen Dorband aus Wuppertal. „Wenig Ausfälle, bestes Wetter, volles Haus und nur ein paar Blechschäden.“

Von Beginn an hatten zunächst Peter und Michael Bonk (Senden/Greven) das Geschehen an der Spitze diktiert. Erstmals seit dem ADAC-24 Stunden Rennen hatten die Brüder ihren BMW M3 wieder an den Start gebracht und knackten gleich in der dritten Runde die Acht-Minuten-Marke mit einer 7.54 Minuten. Eine 7.52 sollte in Runde zehn noch folgen, welches auch die Tagesbestzeit bedeutete. In der zwölften von 15 Runden streikte dann aber die Technik und die Brüder mussten den BMW M3 mit einem technischen Defekt am Kallenhard abstellen. Somit war der Weg frei für die Teamkollegen Aust/Majewski.

Ein Wechselbad der Gefühle – allerdings mit Happy End – durchlebte Peter Festl. Die Sollzeit der Einführungsrunde erwischte der 52jährige so eben. Die Sollzeiten in den Runden vier und elf verpasste der Hückeswagener und kassierte insgesamt 50 Strafpunkte. Eine Verwarnung der Rennleitung für zu langsames Überfahren der Ziellinie am Ende der elften Runde folgte auch noch. Bärenstark aber die Sprintrunden, in denen Festl sich von zunächst 8.25 Minuten auf 7.54 Minuten steigerte. Somit verbesserte der Seat-Händler den bestehenden Rundenrekord von Frank Bierther für die Gruppe N/F über 2000 ccm um zwei Sekunden. Der in der gleichen Klasse startende Hans-Rolf Salzer (Alpenrod), Gesamtsieger von Spa und einer der großen Favoriten, musste seinen Harosa-BMW M3 bereits in der fünften Runde nach Ölverlust abstellen.

Großes Favoritensterben auch bei den Specials bis 2000 ccm. Mathias Bungard /Dr. Gunther David (Eitorf/Mönchengladbach) stellten nach sieben Runden den Citroen ZX mit Motorproblemen ab. In der elften Runde fielen zwei der drei Ford Escort aus: Jörg Weber/Tomislav Vladovic (Kehrig/Ettlingen) beklagten ein defektes Schaltgestänge, bei Christoph Czwielung /Alexander Roth (Bonn/Ebersbach) flog ein Wasserschlauch ab. Technische Probleme sorgten auch für die Ausfälle von Ron Grüter aus Hückelhoven, der im Peugeot 306 mit 8.23 Minuten die Klassenbestzeit gefahren war, und des Bonners Markus Schumacher im BMW 320iS. Nach Grüters Ausfall hatte Bastian Hüttinger (Neuenstein) die Führung übernommen und siegte am Steuer des Ford Escort RS 2000 am Ende 797 Punkten Vorsprung auf Hans-Christoph Schäfer/Dirk Leßmeister (Bonn/Bad Neuenahr) im Seat Ibiza. Dank seinem zweiten Klassensieg in Folge liegt der 25jährige Hüttinger jetzt auf dem fünften Platz in der Meisterschaft.

In der Gruppe H bis 2000 ccm waren Udo Wachsmuth und Bastian Krause dieses Mal chancenlos gegen Marcus Müller aus Bleialf im Opel Manta 16V. Der 33jährige Eifeler drehte konstante Rundenzeiten unter 8.30 Minuten und hatte nach 15 Umläufen 148 Punkte Vorsprung auf die Halbzeitmeister. Das VW Golf-Duo kassierte als zweiter in der mit 15 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse gute 9,00 Punkte und geht mit 1,35 Zählern Vorsprung in die zweite Saisonhälfte. Daniel Ortmann (Kirchen) wurde im Opel Kadett dritter vor Ariane Schlüter/Thorsten Drichel (beide Selm) im VW Golf und Maic Hagenloch (Ofterdingen) im BMW 320iS, der vom CHC light aufgestiegen ist und mit einer Bestzeit von 8.43 Minuten auf sich aufmerksam machte.

Lautete in Spa-Francorchamps in der Gruppe N/F bis 2000 ccm die Reihenfolge noch Seat vor BMW, so wurde nun der Spieß umgedreht: Der Wuppertaler Thomas Asmuth siegte mit 213 Punkten Vorsprung auf den Ibiza-Piloten Marco Knappmeier aus Melle. Thomas Krüger (Stolberg) feierte in der Gruppe H bis 1600 ccm seinen ersten CHC-Klassensieg nach fünf Jahren. In der Gruppe H über 2000 ccm siegte Christian Rumland (Hamburg) im Porsche 996 vor Marcel Krichel (Geilenkirchen) im Porsche 968 sowie dem Audi S3-Duo Jochen Kocher/Thomas Schumacher (Heidelberg/Bingen).

Bei den VLN-Serienwagen bis 2500 ccm hatten Achim Hennerici/Stephan Rössel (beide Mayen) im BMW M3 die Nase vorn. Den Gruppensieg holten sich aber Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) im Pink Power-Opel Corsa knapp vor Ralf Grass/Torsten Kratz (Uedem/Mönchengladbach) im BMW 318iS. „Das war einfach nur geil“, freute sich Henrich, der als Startfahrer zunächst am Volant Platz genommen hatte. Stossstange an Stossstange hatten Henrich und Kratz den Eifelkurs umrundet und mit 8.43 Minuten (Kratz) sowie 8.45 (Henrich) waren beide unter dem alten Rundenrekord (8.46) von Kratz für VLN-Serienwagen bis 1850 ccm geblieben. In der Meisterschaft sind Henrich/Schulten Dank diesem Erfolg Wachsmuth/Krause etwas näher gekommen.

Weiterhin ungeschlagen bleiben in der Michaela-Lochmann-Trophy (MLT) Christof Degener aus Hattingen sowie der Bochumer Dirk Kehrberg im Benninghofen-VW Golf GTi. Bei den verbesserten Fahrzeugen bis 2000 ccm blieb das Duo erneut strafpunktfrei und drehte in 9.00 Minuten auch die mit Abstand schnellste Rundenzeit. Rainer Geppert/Jörn Hüttemann (Reichshof/Netphen) erreichten als zweite im Opel Kadett ihr bestes Saisonergebnis knapp vor Klaus-Dieter Justa aus Marl im BMW 318iS.

Ebenfalls auf Erfolgskurs bleiben MLT-Titelverteidiger Holger Träger aus Bochum sowie sein Düsseldorfer Beifahrer Karl-Heinz Zammert . Mit ihrem Benninghofen-VW Golf kamen die beiden zum zweiten Saisonsieg bei den seriennahen Fahrzeugen bis 2000 ccm. Mit nur 0,5 Punkten Rückstand sahen die Düsseldorfer Jürgen Stölting/Thomas Matuschewski im BMW 318iS den Zielstrich als zweite.

Weitere Klassensieger in der MLT: Peter und Gerd Hoven (Aldenhoven/Jülich) im Opel Astra bei den seriennahen bis 1600 ccm; Citroen AX-Pilot Wolfgang Winkelmann aus Essen bei den verbesserten bis 1600 ccm sowie Michael Dietrich/Manfred Klymko (St. Augustin/Dernau) mit dem BMW bei den verbesserten bis 2500 ccm.
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