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2005-07-23 09:41:45 - ks
DRM: Bengué holt Tagessieg vor Kahle

Skoda-Doppelsieg auf der ersten Eifel-Etappe
Auf der ersten Etappe der ADAC Eifel-Rallye hat sich ein Gaststarter aus der Rallye-WM in Führung gesetzt: Die Franzosen Alex Bengué / Caroline Escudero liefen beim sechsten Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) im Skoda Fabia WRC der Rallye-WM-Werksequipe vor ihren deutschen Markenkollegen Matthias Kahle / Peter Göbel (Köln / Korb) im Zwischenziel in Daun ein. Auf fünf WPs über 59,68 km (182,16 km Gesamtdistanz) fuhren die Führenden einen Vorsprung von 20,8 Sekunden heraus. Dritte wurden die Dänen Kristian Poulsen / Ole Frederiksen (Toyota Corolla WRC, 1:22,1 Min. zurück). Hinter dem führenden WRC-Trio machten auf den selektiven Asphalt-WPs in der Eifel bärenstarke Super-1600-Teams auf sich aufmerksam. Horst Rotter / Sabrina Berdi (Großalmerode / Baunatal) holten als Gesamtvierte mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,3 Sekunden auf DMSB-Junior Markus Fahrner mit Co-Pilot Michael Wenzel (Kleinheppach / Mehlingen, beide Opel Corsa Super 1600) die Führung im Championat der Gruppe-A-Fronttriebler.

Bengue schwärmt von der Eifel-Rallye
Den mit Spannung erwarteten Kampf zwischen den Fabia-Teams an der Spitze konnte der zweifache französische Rallyemeister Bengué vorerst für sich entscheiden. Seinem Wettbewerbsfahrzeug im aktuellen WM-Trim hatte der fünffache DRM-Champion Matthias Kahle vor allem seine größere Erfahrung auf den Prüfungen in der Eifel entgegenzusetzen. Der Technik-Vorsprung der Werksmannschaft aus der WM gab dabei letztlich den Ausschlag. „Alex Bengué fährt das neue Aerodynamikpaket, das effizienter arbeitet als der Vorgänger“, erläutert Josef Juracka, Cheftechniker im Team von Matthias Kahle. „Außerdem ist das Auto leichter, weil Kevlarteile verwendet wurden, die Motorleistung ist außerdem effizienter, weil die Maschine eine Wassereinspritzung hat.“ Der Franzose freute sich nach dem Tagessieg bei seiner ersten Rallye seit dem Einsatz im Rahmen der Rallye Monte Carlo im Frühjahr: „Die Gegend ist sehr schön zum Rallye fahren, die Prüfungen sind sehr reizvoll. Wir waren etwas überrascht, dass die WPs hier weniger Grip bieten als wir es von den bisherigen Asphalttests kannten. Für die zweite Etappe müssen wir das Set-up noch mal überarbeiten.“ Auch Matthias Kahle war zufrieden: „Unser Fabia läuft perfekt. Der erste Tag war super. Wir sind viel näher an Bengué dran als gedacht.“

Kahle liegt im Plan
Auf den 12 WPs der zweiten Etappe (112,10 WP-km) geht es für Kahle vor allem um die Jagd auf den Tabellenführer: Die als Meisterschaftsleader angereisten Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Surheim / Obing, Mitsubishi Lancer Evo 7) liegen nach dem ersten Tag als bestes Gruppe-N-Team auf Position acht. Wollen Kahle / Göbel nach dem DRM-Finale im Oktober den Meistertitel holen, müssen sie bei allen verbleibenden Rallyes als bestes DRM-Team abschneiden. Im DRM-Punktesystem, das sowohl die Gesamtplatzierung als auch das Abschneiden in der Fahrzeugdivision honoriert, käme in der Endabrechnung so genau ein Punkt Vorsprung heraus. Nach der ersten Eifel-Etappe liegen sie damit voll im Programm. Dem bayerischen Gruppe-N-Seriensieger droht dabei auch bei der ADAC Eifel-Rallye Gefahr im eigenen Revier: Peter Corazza / René Tonn (Oelsnitz / Eisenach) konnten im Gruppe-N-Lancer Gaßner eine Bestzeit in der Division abnehmen. In der letzten Prüfung des Tages fuhren beide eine bis auf die Zehntelsekunde identische Zeit. „Unsere Reifenwahl für die letzten beiden WPs war falsch“, ärgerte sich Gaßner. „Ich hatte Intermediates gewählt, aber es war trocken. Das Auto war top. Den Rest bin ich selbst schuld.“ Für die zweite Etappe bahnt sich hier ein spannender Sekundenfight an. „Der erste Tag hat mir viel Spaß gemacht“, freute sich Peter Corazza. „Wir sind nur vier Sekunden hinter Hermann. Ohne alles zu riskieren konnten wir ein hohes Tempo gehen. Auch das Auto ist perfekt.“

Supertag für die Super-1600-Fraktion
Mit dem dritten und vierten Platz auf der ersten Etappe für Rotter / Berdi und Fahrner / Wenzel schlug in der Eifel die Stunde der Super-1600-Teams. Sie konnten damit die versammelte Lancer-Fraktion in der Gruppe A hinter sich lassen: Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Stuttgart / Österreich, Mitsubishi Lancer Evo 7) und Olaf Dobberkau / Katrin Becker (Schleusingen / Schlitz, Mitsubishi Lancer Evo 5) hatten das Nachsehen. Wie gut die beiden Top-Teams waren zeigt der Abstand zu den Verfolgern: Aaron Burkart / Tanja Geilhausen (Berlin / Windeck, Citroën Saxo Super 1600) und Sven Haaf / Michael Kölbach (Windeck / Winterwerb, Lada 2112 Super 1600) liegen vor der zweiten Etappe an fünfzehnter und sechszehnter Position des Klassements.
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