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WRC: Loeb kann nichts bremsen

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Markierte zwei Bestzeiten: Marcus Grönholm |
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| Der Nationalfeiertag war zwar bereits am Donnerstag, doch auch der erste Tag der Rallye Argentinien ließ das Herz eines jeden Franzosen höher schlagen: Das Trio Loeb-Citroen-Michelin dominierte den ersten von drei Tagen des neunten WM-Laufes 2005. Mit sechs von zehn Bestzeiten erfuhr sich Sebastien Loeb einen Vorsprung von über einen halben Minute auf Petter Solberg im Subaru Impreza und Peugeot-Pilot Marcus Grönholm.
Dass den ehemaligen französischen Bodenturner heuer aber auch gar nichts bremsen kann, bewies die Tatsache, daß ein Motorschaden am Xsara unmittelbar vor dem Shakedown auftrat. „Bei mir wäre es wahrscheinlich auf der ersten Prüfung passiert“, meinte Grönholm mit einem Augenzwinkern. Das Triebwerk konnte schnell gewechselt werden. Doppeltes Glück für Super-Seb: Im Land der Gauchos durfte der Weltmeister ohnehin turnusmäßig mit einem neuen Aggregat starten, nachdem er in Zypern und Griechenland denselben Motor verwendet hatte.
Die ersten beiden kleinen und kurzen Super-Specials, die eher der Zuschauerbelustigung als dem sportlichen Wert dienen, wurden eine Beute von Solberg und Grönholm, die jeweils einmal die Bestzeit markierten. Solberg führte und vergrößerte den Vorsprung in WP drei immerhin um eine weitere Sekunde auf Loeb. Grönholm war sogar 11,2 Sekunden langsamer.
Ab Prüfung vier ließ Loeb – obwohl als erstes Fahrzeug auf der Strecke sicherlich leicht benachteiligt – kaum einen Zweifel mehr aufkommen, wer derzeit der Herr der Ringe ist. Außer in WP sieben (Grönholm) markierte der Franzose alle übrigen Bestzeiten des Tages, ab WP fünf war der Oberhoffener dann auch vorne. Um den sechsten Sieg in Folge des Titelverteidigers zu verhindern, müssen „Hollywood“ Solberg und „Bosse“ Grönholm ab morgen früh in die ganz ausgebuffte Trickkiste greifen.
Citroen-Rückkehrer Francois Duval zeigte eine langsame, aber unfallfreie Fahrt und ist immerhin siebter, sechs Sekunden vor Privatier Manfred Stohl im Vorjahres Xsara der Kronos-Mannschaft. Citroen-Sportchef Guy Frequelin konnte also mit dem ersten Tag in Argentinien zufrieden sein.
Toni Gardemeister ist zwar bester Ford-Pilot, vierter und einmal mehr deutlich schneller als Roman Kresta im zweiten Werks-Focus, doch der Finne hat schon zwei Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Landsmann Harri Rovanperä folgt mit nur acht Sekunden Rückstand als fünfter im schnellsten Mitsubishi Lancer. Dessen Teamkollege Gianluigi Galli musste bereits in WP fünf mit gebrochener Radaufhängung die Segel streichen.
Obwohl die Peugeot-Verantwortlichen von Markko Märtin endlich Top-Zeiten verlangt hatten, fährt der Este erneut deutlich im Schatten von Grönholm. Platz sechs im zweiten Peugeot 307 und zweieinhalb Minuten Rückstand sprechen nicht gerade für den ehemaligen WRC-Laufsieger zu Ford-Zeiten.
Gesamtklassement nach 10 von 21 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 1:54.40,6 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 31,3 Sekunden
3. Grönholm/ Rautiainen (Peugeot 307/P) + 44,6 Sek.
4. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 2.00,1 Minuten
5. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 2.08,2 Min.
6. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 2.31,8 Min.
7. Duval/Smeets (Citroën Xsara/M) + 3.34,9 Min.
8. Stohl/MInor (Citroën Xsara/M) + 3.40,4 Min.
9. Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) + 4.00,8 Min.
10. Pons/Julia (Citroen Xsara/M) + 5.08,3 Min.
11. Kresta/Mozny (Ford Focus/M) + 5.13,2 Min.
12. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 5.38,9 Min.
13. Ligato/Garcia (Peugeot 206/P) + 8.21,4 Min.
14. Perez-Companc/Volta (Ford Focus/M) + 9.36,2 Min.
15. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 17.27,8 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 5: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Radaufhängung
WP 5: Paasonen/Vainikka (Skoda Fabia/M) Radaufhängung
Gruppe N-Klassement nach 10 von 22 Wertungsprüfungen:
1. Al-Attiyah/Patterson (Subaru Impreza) 2:06.30,2 Stunden
2. Medeghini/Capoferri (Mitsubishi Lancer) + 2.17,2 Minuten
3. M.Higgins/Agnew (Subaru Impreza) + 2.58,5 Min.
4. Rosselot/Rojas (Mitsubishi Lancer) + 6.33,5 Min.
5. Sas/Quiroz* (Mitsubishi Lancer) + 11.04,4 Min.
6. Bernardi/Garcia* (Mitsubishi Lancer) + 12.44,7 Min.
7. Latvala/Antilla* (Subaru Impreza) + 14.32,9 Min.
8. Villagra/Villagra (Mitsubishi Lancer) + 15.07,7 Min.
9. Frisiero/Agnese (Subaru Impreza) + 15.22,2 Min.
10. Tirabassi/Baumel (Subaru Impreza) + 17.49,4 Min.
*= nicht eingeschrieben in PCWRC
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