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2005-07-14 14:18:15 - rs
Interserie: Berliner Aufholjagd beim Gastspiel in Polen

Beim vierten Lauf zur Interserie Sprint Challenge in Poznan gaben bei den 2.0 Liter Rennwagen der Tscheche Lobomir Glogar (Eufra) und Manfred Kuhn (Reynard) aus Berlin den Ton an. Die Rennpiste unmittelbar am Flughafen von Poznan verlangte von den Piloten der Interserie alles ab. „Besonders die vielen Bodenwellen machen uns zu schaffen. Ansonsten ist die 4,5 Kilometer lange Piste sehr anspruchsvoll zu fahren und bietet sehr schöne Kurvenkombinationen“, sagt Hans-Peter Voigt, der mit seinem PRC- Opel in Polen am Start stand. Tochter Anja dagegen hatte im Training durch einen Motorschaden an ihrem Sports 2000–Ford Pech und kam nicht zum fahren. In beiden Rennen, die zusammen mit der polnischen Formula Super Sport (formelfreie Rennwagen bis 2,0 Liter) ausgetragen wurden, nutzten die Polen ihren Heimvorteil. In beiden Läufen siegte souverän die derzeitige polnische Nummer eins Michal Gil im Formel 3 Reynard-Opel.

Unbeeindruckt von Gils Dominanz gewann Lobomir Glogar (CZ) vor Helmut Rokitta (Renault) und Hans-Peter Voigt (PRC-Opel) die interne Wertung der Interserie Sprint Challenge. Mitfavorit Manfred Kuhn musste den ersten Lauf wegen einer längeren Reparaturphase an seinem Reynard auslassen. „ Nach dem Training hat sich hinten links ein Aufhängungsschaden gezeigt, aber im zweiten Lauf greife ich natürlich voll an“, so der Berliner. Von der letzten Startposition aus zeigte „Manne“ Kuhn im zweiten Rennen am Samstagmittag eine phantastische Aufholjagd die ihn bis an die Spitze des Interseriefeldes brachte. Weder Hans-Peter Voigt noch Helmut Rokitta oder Lobumir Glogar, bei dem zwei Runden vor Schluss die Bremsen nachließen, konnten sich den Angriffen von Manfred Kuhn erwähren. Helmut Rokitta produzierte noch einen Dreher und büßte Boden ein. Wenn auch das polnische Formel-3-Trio an der Spitze nicht zu holen war, der Berliner Reynard-BMW-Pilot unterstrich seine derzeitige gute Verfassung.

Interserie Präsident Friedrich Dudichum resümierte nach dem Ausflug ins polnische Poznan: „Die Veranstaltung hat Spaß gemacht und gezeigt, das man auch hier guten Sport bieten kann. Die Kooperation mit der polnischen Formula Super Sport trägt erste Früchte. Ende August (27.-28.8.) fährt das gesamte Feld der Formula Super Sport auf dem EuroSpeedway Lausitz zusammen mit der Interserie. Wahrscheinlich kommen schon in 14 Tagen Teilnehmer aus Polen mit nach Oschersleben. Besonders hat es uns gefreut, das Günter Oßwald von der gleichnamigen Firma aus Thüringen der Interserie in Poznan einen Besuch abstattete. Federn-Oßwald unterstützt 2005 die Interserie als Hauptsponsor.“

Auch in den Rennen zur polnischen Staatsmeisterschaft wurde in Poznan ansprechendes Racing geboten und die Zeiten, wo Tourenwagen wie Lada, Dacia und Skoda um Pokale kämpften, gehören längst der Vergangenheit an. In der Automobilsport-Meisterschaft drückte wie erwartet Max Stanco (PL) seinen Stempel auf. Das 3-Stunden-Rennen gewann er zusammen mit Janus Rafal (PL) im Ex-DTM Abt-Audi TT souverän. Im Sprint bügelte der aktuelle FIA GT-Pilot im Ex-Konrad-Saleen die Konkurrenz nieder. Spannend und attraktiv zeigte sich der polnische Volkswagen Castrol Cup, der überwiegend mit Nachwuchspiloten besetzt ist. Hier präsentiert VW seine Markenstrategie, die vor allem auf die junge (Kauf)-Kundschaft in Polen abzielt. Im fast original VW Golf 2.0 TDI Serienauto bietet der VW Castrol Cup als Markenpokal eine Menge Fahrspaß und eine optimale Bühne für den Einstieg in den Rundstreckensport Polens.
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