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DPWM: Ford-Teams siegen im niederländischen Assen

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Tobias Pfister errang in Assen einen Laufsieg |
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| Mit zwei überzeugenden Siegen meldete sich die Ford-Mannschaft im niederländischen Assen in der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft zurück. Den ersten Lauf konnte Sascha Plöderl (Österreich) für sich entscheiden, den zweiten Laufsieg holte Wolfgang Treml, der mit seinem Ford Focus ST auch den ersten Lauf dominiert hatte, bis eine gebrochene Lichtmaschinenhalterung ihn zur Aufgabe zwang. Der siebenmalige Erstplatzierte Mathias Schläppi erwischte mit seinem MG ZS ein durchwachsenes Wochenende. Nach Rang zwei im ersten Turn musste der siegverwöhnte Schweizer im zweiten Rennen des Tages sogar erstmals in der Saison 2005 aufgeben: Elektronikprobleme stoppten den MG ZS.
„Ich musste ganz schön kämpfen“, berichtete ein überglücklicher Sascha Plöderl nach seinem Sieg in Lauf 1. „Erstens war Mathias nah dran, zweitens haben meine Reifen am Ende etwas abgebaut, so dass ich mich zwei Mal verbremst habe. Aber Hauptsache, es hat gereicht.“ Mathias Schläppi gratulierte dem österreichischen Sieger: „Sascha ist gut gefahren, keine Frage. Ich selbst hatte allerdings Probleme mit den Öl- und Wassertemperaturen, so dass ich im Windschatten ziemlich aufpassen musste.“ Im zweiten Lauf führte zunächst Sascha Plöderl vor Mathias Schläppi und Rainer Bastuck. „Dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht, und die anderen sind vorbeigezogen“, gab Plöderl im Ziel zu. Allerdings konnte sich der MG-Pilot nicht lange über seine Führung freuen, in Runde 11 brachten heftige Aussetzer das Aus. „Nach Mathias’ Ausfall konnte ich das Rennen klar kontrollieren“, beschrieb Wolfgang Treml das weitere Renngeschehen. „Schon in Lauf 1 hatte ich ja eindeutig geführt, bis ich mit technischen Problemen an die Box musste.“ Auch der Drittplatzierte, Sascha Plöderl, zeigte sich bei der Siegerehrung zufrieden: „Vor allem die ersten Runden waren klasse. Dann bekam ich allerdings immer mehr Probleme mit durchdrehenden Rädern. Der Fight mit Mathias Schläppi hat echt Spaß gemacht. Es war so eng, dass ich jetzt wohl die Stoßstange neu lackieren muss ...“ Rainer Bastuck, nach eher verhaltenem Start am Ende Zweiter, freute sich ebenfalls über den Erfolg in Assen: „Ich hatte überhaupt keine Probleme und habe mich aus allem rausgehalten. An den Ford Focus vor mir kam ich allerdings nicht heran. Sowohl fahrerisch als auch vom Auto her, war Wolfgang Treml diesmal einfach besser.“
Pfister und Thierfelder siegen in den Rennen der Division 2
Spannende Duelle und gleich mehrere Ausfälle kennzeichneten die Rennen der Division 2 bis 1600 ccm. Mit null Punkten musste der bisherige Tabellenführer Thomas Mühlenz (Bergisch Gladbach) den Circuit van Drehnte in Assen verlassen. Der Citroën-Saxo-Pilot parkte schon im ersten Rennen mit Lenkungsdefekt an der Strecke: „Damit ist die Tabellenführung natürlich pfutsch, aber damit muss ich leben“, erklärte Mühlenz nach seinem Ausfall. Die Siege teilten sich Mühlenz’ Teamkollege Tobias Pfister (Freiburg) und Guido Thierfelder (Troisdorf). Damit hat seit dem ersten Lauf im Motopark Oschersleben kein anderes Fahrzeug als der Citroën Saxo VTS gewonnen – doch die Konkurrenz aus Wolfsburg kommt näher. Im zweiten Lauf rückte Newcomer Martin Zondler (Graben-Neudorf) mit seinem Volkswagen Lupo bis auf Rang zwei vor, Stefan Michels (Bleialf, ebenfalls VW Lupo) musste sich auf Platz vier nach einem Verbremser, der ihn durch das Kiesbett führte, nur knapp Michael Bohrer (Merzig, Citroën Saxo) geschlagen geben.
Hertner und Lungstrass patzten – Ziggel und Surauer profitieren
Nachdem Roland Hertner bereits fünf Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen durfte, lief das Assen-Wochenende für den Heilbronner von Anfang an nicht ganz nach Plan: „Wir hatten schon im Training Motorprobleme, so dass ich im ersten Lauf meinen Alfa fast getragen habe. Im zweiten Rennen lief’s dann immer besser, auch wenn die Öltemperaturen im roten Bereich waren. Schließlich bin ich sogar noch Zweiter geworden und dementsprechend überglücklich.“ Weniger glücklich zeigte sich Hertners Hauptkonkurrent um die Meisterschaft, Markus Lungstrass: „Die Kollision mit Christian Leutheuser war unnötig und hat mich garantiert eine gute Platzierung gekostet. Das ist doppelt ärgerlich, denn heute hätte ich wichtige Punkte auf Roland Hertner gutmachen können.“ Stattdessen teilten sich Andreas Ziggel (Germersheim) und Robert Surauer (Manching) die Siege. Ziggel konnte sich allerdings über seinen Erfolg im ersten Lauf nur kurz freuen, rollte er doch schon in der Einführungsrunde des zweiten Rennens aus. Robert Surauer hingegen strahlte im Ziel über das ganze Gesicht: „Endlich der verdiente Lohn. Schon im Warm-up bin ich heute Schnellster gewesen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich Andreas Ziggel nach seinem Sieg in Lauf 1 hätte überholen können.“ |  |